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Kantersieg an der Waldau

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Gießens Quarterback A. J. Springer ist von der Stuttgarter Defensive nicht zu stoppen. Foto: Knebel © Knebel

Die heimischen American Footballer der Gießen Golden Dragons nehmen beim 42:0-Auswärtserfolg die Stuttgart Scorpions auseinander.

Stuttgart/Gießen (dhn). Die Gießen Golden Dragons haben im Kampf um den Ligaverbleib in der GFL2 Süd ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Beim Erstliga-Absteiger Stuttgart Scorpions gewannen die heimischen American Footballer klar und deutlich mit 42:0.

Stuttgart Scorpions - Gießen Golden Dragons 0:42 (0:7/0:28/0:7/0:0): Keinen Punkt zugelassen, sechs Touchdowns erzielt, dazu eine Interception und drei Turnover on Downs: Das Gastspiel im Stadion an der Waldau war ein Sieg in allen Mannschaftsteilen. Wenig verwunderlich, dass Headcoach Michael Anderl nach Spielschluss das eine odere andere Grinsen auf den Lippen hatte. »Es war ein perfektes Spiel, dazu noch bei diesen Temperaturen.«

Doch dass Drachen eben gut mit heißen Temperaturen umgehen können, bewiesen die Lahnstädter bei mehr als 30 Grad Celsius direkt zu Spielbeginn, als die Stuttgarter Offense von der Gießener Verteidigung ohne jeden Raumgewinn wieder auf die Bank zurückgeschickt wurde. Doch nur wenige Spielzüge, eine Passbehinderung sowie ein erfolgreicher Passversuch von Dragons-Quarterback A. J. Springer auf Receiver Benedikt Seitz samt erfolgreichem Extrapunkt später stand es schon 7:0 für die Gäste. »Wir sind mit viel Druck in der Defensive und O-Line in die Partie gegangen. Unsere Receiver konnten so die Laufwege optimal für sich nutzen«, war Anderl mit der Umsetzung der eigenen Taktik sehr zufrieden.

Insbesondere Erich Heinz, einmal mehr gefährlichster Passempfänger im diesmal weißen Trikot, lief nach der ersten Viertelpause zur Hochform auf. Gleich dreimal beförderte der Receiver das Ei in die Stuttgarter Endzone, den vierten Touchdown im zweiten Viertel machte Henrique Delanava-Wrobel klar. 28 Punkte in nur 15 Minuten - den Scorpions wurden im eigenen Wohnzimmer die Giftstachel gezogen.

»Man hat den Stuttgartern angemerkt, dass sie mit dem Erstliga-Team nicht mehr viel zu tun haben«, ordnete Anderl den Auswärtssieg im Nachgang ein. »Sie haben keine Imports und fast nur junge Leute aus der eigenen Jugend.«

Bereits nach der Halbzeit war die Partie praktisch entschieden. Im dritten Quarter stellte Erich Heinz mit seinem vierten Touchdown auf den 42:0-Endstand, danach nahmen die Dragons den Fuß vom Gaspedal. So fiel auch ein eigener Ballverlust mittels eines Fumbles nicht mehr stark ins Gewicht.

Zweifellos war es ein Sieg im richtigen Moment, belohnten sich die Gießener schließlich endlich wieder für einen rundum starken Auftritt - vor allem mit Blick auf das nun anstehende Hessenderby bei den Bad Homburg Sentinels am kommenden Samstag. Da werden die Dragons nach der unglücklichen 28:31-Auftaktniederlage auf Revanche aus sein. Vielleicht dann wieder in weißen Trikots? Dass die heimischen Footballer auswärts bestehen können, sollte nun bekannt sein.

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