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Karate Gießen fällt positiv auf

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Gießen (red). »Positiv auffallen? Das können wir!« Das hat der Verein Karate Gießen beim Sanyuro Cup in Maintal bewiesen. Dabei nahmen die mittelhessischen Karateka mit einer Gruppe aus 18 Jugendlichen und Erwachsenen das erste Mal am Sanyuro Cupteil.

Bei dieser Veranstaltung handelt es sich um ein spezielles Kata-Turnier, bei dem ausdrücklich auch Turnierneulinge eingeladen werden, sich dem Wettkampf zu stellen. Die Katas (Kunstform mit Technikabfolgen gegen imaginäre Gegner) werden entweder einzeln vorgeführt oder in der besonderen Disziplin Kata-Team zu dritt in synchroner Formation. Gezeigt werden mussten zwei bis vier selbst gewählte Katas der Stilrichtung Shotokan, die jeweils an die Graduierungen der Wettkämpfer angepasst waren. Etwa 160 Karatekas aus 35 Vereinen waren dabei am Start.

Für die Gießener war es die erste Turniererfahrung und daher besonders aufregend. Gut, dass da schon in der Vorbereitungsphase aktiv gegen die Nervosität und Ablenkung angekämpft wurde. Dazu hatten die Trainer zum Teil kreative Ideen ausgepackt, wie zum Beispiel das Vorführen der Kata vor vielen Zuschauern oder zu erschwerten Bedingungen mit lauter Musik.

Die Herausforderung galt dann nicht nur der Konzentration auf die Techniken und den Ablauf sondern auch dem Behalten des eigenen Rhythmus und gegen den Impuls anzukämpfen nicht einfach mit den anderen mit zu tanzen.

Mit dem Ergebnis der gezeigten Leistungen konnte der Verein mehr als zufrieden sein. Den ersten (und wirklich großen) Pokal gab es für den Verein mit den meisten Teilnehmern. Der Nachwuchs erzielte Erfolge in der Kategorie Kata Einzel Männer U18 mit Noah Lotz, der sich den 1. Platz sicherte und Dominik Neumann mit Rang zwei. Die weibliche Jugend wurde erfolgreich vertreten von Maja Heinl und Nika-Sarina Heerz, die sich auch jeweils den zweiten Platz erkämpfte. Bei den Frauen Ü18 verdiente sich Lisa Friedrich auch das Silberpodest.

Zum Abschluss traten die beiden Kata-Teams des Karate Gießen an. Die Gruppe der Orangegurtträger bestand aus Heike und Arne Blumentritt sowie Frederique Moureaux. Bei den Schwarzgurten hatten sich Tina Jepp, Ina Batz und Melanie Rothweiler zusammengefunden. Die Kampfrichter sprachen ihr Lob und die knappe Entscheidung der jeweiligen Platzierungen aus. Das Team Schwarzgurte konnte die Prüfung für sich entscheiden, gefolgt von dem zweiten Kata-Team aus Gießen auf Rang zwei.

Karate Gießen fiel in Maintal nicht nur durch gute Leistungen auf, sondern auch durch grandiose Stimmung und Unterstützung. Hier wurde gejubelt, angefeuert, motiviert - und alle Teilnehmer gefeiert. Mit dem Versprechen, auch 2023 wieder dabeizusein.

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