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Keine Geschenke an Mainz

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Frankfurt (pep). Geld gespart, Verstärkungen verpasst - so ist die winterliche Transferperiode bei der Frankfurter Eintracht verlaufen. Nach einer Bild-Schlagzeile Zeitung haben die Frankfurter das Transfer-Finale »verloren«. Dabei wollt die Eintracht durchaus mehr tun, aber sie konnte nicht.

Dafür gibt es drei Gründe. Erstens: Das Geld ist wegen der Pandemie knapp und nur die fremdfinanzierten Klubs wie Wolfsburg oder Hertha haben Spielraum. Zweitens: Selbst Spieler, die wenig Einsatzzeiten bekommen haben, fühlen sich bei der Eintracht wohl, auch weil sie gut bezahlt werden. Drittens: Die meisten anderen Vereine haben auch nichts zu verschenken und darum sind keine wirklich werthaltigen Angebote für Spieler eingegangen ist.

Und so sind die letzten Tage gelaufen: Danny da Costa wurde von Hertha BSC umworben. Doch der Verteidiger ist mit Frau und Kind am Main heimisch geworden. Ihn hat es schlicht nicht in die Hauptstadt gezogen. Sportlich sieht Da Costa durchaus noch eine Perspektive bei der Eintracht, auch wenn er es in der Vorrunde nicht zur Stammkraft geschafft hat. Doch Trainer Oliver Glasner hat ihm Hoffnung gemacht. Im Bundesligaspiel gegen Leverkusen hatte Da Costa erst im Dezember an alte Form anknüpfen und gerade vor ein paar Tagen, beim Testspiel in Mainz, hat er in neuer Rolle als Innenverteidiger überzeugen können. Der Trainer attestierte ihm eine »großartige Leistung«. Da hat sich also ein weiteres kleines Fenster geöffnet.

Ragnar Ache hatte über seine Berater zwischenzeitlich Kontakt zu Mainz 05 aufgenommen. Doch das Interesse des Nachbarn war nicht wirklich groß, die Mainzer haben sich schnell für einen anderen Angreifer entschieden (Delano Burgzorg aus Almelo). Konkrete Angebote für Ache gab es nicht. Der Vertrag von Ache läuft noch bis 2025, die nächsten Transferfenster versprechen bessere Möglichkeiten für einen Vereinswechsel.

Aymen Barkok ist mit Mainz 05 einig geworden, nachdem ihm die Eintracht mitgeteilt hatte, dass sein im Sommer auslaufender Vertrag nicht verlängert wird. Die Mainzer haben bei der Eintracht nachgefragt, ob Barkok jetzt schon wechseln könne. Doch selbst eine geringe Ablöse wollten sie nicht bezahlen. Darum haben sich viele in Frankfurt gegen einen vorzeitigen Wechsel ausgesprochen. Die Argumentation: Warum sollte die Eintracht einen Spieler dem Nachbarn und Konkurrenten »schenken«?

Bei Ajdin Hrustic, Stefan Ilsanker, Erik Durm und Almamy Touré ist die Wahrheit eine ganz einfache: Es hat keine werthaltigen Angebote gegeben. Und so ist die Eintracht auf ihnen »sitzen« geblieben.

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