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Keine Mainzer Festwochen

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Die HSG Kleenheim-Langgöns um Katharina Weber will im Tabellenkeller ein Lebenszeichen von sich geben. © Bär

Oberkleen/Lumdatal (mol). Am Ende einer »Englischen Woche«, die für die HSG Kleenheim-Langgöns in der Dritten Frauenhandball-Liga bislang allerdings kein Erfolgserlebnis mit sich brachte, ist das Team von Trainer Martin Saul am Samstagabend (19 Uhr) in eigener Halle gefordert und bestreitet damit das dritte Spiel binnen sechs Tagen. Im heimischen »Weidig-Palast« wartet auf die Kleebachtalerinnen die Zweitvertretung des Zweitligisten 1.

FSV Mainz 05. Und auch wenn die »Dynamites« aktuell auf dem siebten Platz und nur drei Punkte vor den Mittelhessinnen zu finden sind, täuscht die Tabelle doch ein wenig.

HSG Kleenheim/L. - FSV Mainz 05 II (Sa., 19 Uhr)

Denn obwohl die Mainzerinnen aktuell auf einem Rang liegen, der die Abstiegsrunde bedeuten würde, haben die Rheinhessinnen noch alle Chancen zu klettern. Denn aufgrund von coronabedingten Absagen konnte das Team erst 15 Spiele absolvieren und hat daher noch zwei bis drei Partien mehr auszutragen als die Kontrahentinnen. Dementsprechend hat die Mannschaft von Trainerin Nikoletta Nagy in Oberkleen aber auch rein gar nichts zu verschenken.

Deshalb und ob der Qualität des Gegners rechnet Saul mit einer schweren Aufgabe. »Es ist eine zweite Mannschaft. Da weiß man nie, wer aufläuft. Das macht die Vorbereitung auf den Gegner ohnehin immer schwer. Da die Erste aber erst am Sonntag spielt, rechne ich schon damit, dass die jungen Spielerinnen sicherlich gegen uns zum Einsatz kommen werden«, glaubt der SGK-Coach. Seiner Ansicht nach stecke in dem Mainzer Team viel Substanz. Auf sine Mädels warte daher eine ebenso schwere Aufgabe wie am Mittwochabend in Nieder-Roden.

Und in eben jenem Nachholspiel bei der HSG Rodgau Nieder-Roden reichte es beim 21:24 nicht für weitere Pluspunkte, weshalb die Abstiegsrunde für Kleenheim-Langgöns kaum mehr zu verhindern sein dürfte. Wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt gingen auch deswegen verloren, weil dem Angriffsspiel unter der Woche die Mittel fehlten. Lediglich 21 erzielte Tore sprechen eine deutliche Sprache. »Deswegen brauchen wir hier eine klare Steigerung, wenn wir eine Chance auf Punkte haben wollen. Das Ziel in unserem Angriff muss sein, die Räume wesentlich präziser anzugreifen«, beschreibt Saul.

Dieser wird wohl auch gegen Mainz nicht aus dem Vollen schöpfen können. Immerhin dürfte die am Mittwoch aus beruflichen Gründen fehlende Torhüterin Madeleine Buhlmann wieder in den Kader zurückkehren. Ob das auch für Franziska Dietz gilt, wird sich erst kurzfristig entscheiden.

Auf Köhler-Team wartet der Primus

Ein wenig anders gestaltet sich indes die Lage beim Lokalkontrahenten der HSG Lumdatal. Realistisch betrachtet dürften HSG Lumdatalerinnen am Wochenende nicht um Pluspunkte, sondern einzig und allein um ein respektables Ergebnis kämpfen. Am Samstagabend (17.30 Uhr) gastiert in der Londorfer Lumdatalhalle mit der SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim nämlich nicht nur der Tabellenführer von Staffel D in Mittelhessen, sondern zugleich auch eine Mannschaft, die bislang keinem Kontrahenten, der sich ihr in den Weg gestellt hatte, Zählbares überlassen hat.

HSG Lumdatal - MZ-Bretzenheim (Sa., 17.30 Uhr)

»Mainz-Bretzenheim hat mit Abstand die stärkste Mannschaft in dieser Staffel - sowohl in der Breite als auch in der Spitze. Daher ist das eine riesige Aufgabe, die am Wochenende auf uns wartet. Trotzdem wollen wir versuchen, es so gut zu machen, wie in der ersten Halbzeit im Hinspiel«, hofft HSG-Trainer Marcel Köhler. Mitte November lieferten die Lumdataler Damen nämlich im ersten Vergleich starke 30 Minuten ab (11:15), kamen am Ende aber trotzdem heftig mit 16:36 unter die Räder.

Womit das Liga-Schlusslicht allerdings nicht allein ist, denn das Team von Trainerin Ildiko Barna marschiert förmlich durch die Liga. Alle 16 bislang absolvierten Partien wurden gewonnen, Platz eins in der Hauptrunde ist bei sieben Punkten Vorsprung auf Verfolger TSG Eddersheim praktisch schon gesichert. Daher können die Lumdataler aber zumindest darauf hoffen, dass der Gegner sie ein wenig auf die leichte Schulter nimmt.

Nur Fuhrländer fehlt

Aber auch an sich selbst will die HSG arbeiten und dadurch ihren Teil für ein akzeptables Ergebnis beitragen. »Das A und O wird sein, leichte Fehler zu vermeiden. Diese bestraft Mainz direkt mit Toren aus der ersten und zweiten Welle. Das haben wir im Hinspiel schon zu spüren bekommen. Zudem dürfen wir nicht unvorbereitet abschließen, sondern müssen unsere Chancen geduldig herausspielen. Wir müssen in der Defensive gemeinsam hart und aktiver arbeiten als zuletzt, nutzen dieses Spiel aber auch dafür, wieder in den Rhythmus zu kommen«, beschreibt Köhler.

Nach coronabedingten Ausfällen konnte nämlich erst in dieser Woche wieder weitestgehend komplett trainiert werden. Von der beruflich verhinderten Kim Fuhrländer abgesehen, dürften am Samstagabend alle Spielerinnen wieder zur Verfügung stehen.

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