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Keine Punkte unter der Tanne

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Von: Christian Németh

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Benjamin Lischka visiert die Kugel an. Foto: Bär © Bär

Gießen (cnf). Einen Tag vor Heiligabend standen die Gießen Pointers in der 2. Basketball-Bundesliga ProB (Nord) noch einmal auf dem Court. Im wichtigen Kellerduell gegen die Iserlohn Kangaroos hatten die Mittelhessen einmal mehr das Nachsehen und unterlagen mit 90:101. Auch satte 37 Punkte von US-Neuzugang Jacob Scott Ledoux vermochten die bereits elfte Pleite des nach wie vor punktlosen Aufsteigers nicht zu verhindern.

Gießen Pointers - Iserlohn Kangaroos 90:101

Die Lahnstädter erwischten einen starken Start (5:0, 1.) und wiesen auch noch nach fünf Minuten einen vielversprechenden 13:5-Vorteil auf. In den finalen 80 Sekunden des ersten Abschnitts gestatteten die Hausherren den Sauerländern allerdings einen 7:2-Lauf, sodass nach den ersten zehn Spielminuten ein 23:20-Zwischenstand (10.) aus heimischer Sicht von der Anzeigetafel abzulesen war.

Gießen verteidigte seinen hauchdünnen Vorsprung zunächst auch im zweiten Quarter, ehe Iserlohn in der 14. Minute erstmals in Front gehen konnte: Der amerikanische Shooting Guard Michael Cubbage verwandelte in dieser Sequenz erfolgreich zwei Freiwürfe. Generell erwiesen sich die Gäste am Freitag von der Linie aus als äußerst treffsicher (88 Prozent) - im Gegenzug verwandelte das Dörr-Team lediglich 19 von 28 Freiwurf-Versuchen und hatte eine entsprechend karge Quote von nur 68 Prozent vorzuweisen.

Nichtsdestotrotz agierte die Heimmannschaft, die gegen Iserlohn jedoch stark von außen traf (61 Prozent), in der Folge unbeeindruckt und nahm bis zum Kabinengang das Heft wieder in die Hand (48:44, 20.). »Kämpferisch und offensiv war das echt in Ordnung«, kommentierte Pointers-Headcoach Daniel Dörr das Geschehen in Halbzeit eins rückblickend. Lobend hervor hob der Übungsleiter zudem den Umstand, dass Gießens Routinier Benjamin Lischka, obwohl angeschlagen, für rund 20 Minuten auf dem Court stand und seinem Team somit wichtige Impulse verlieh: »Dafür nochmal ein großes Lob.«

Als Knackpunkt sollte sich derweil das dritte Viertel (19:32) erweisen. Hier verlor das gastgebende Nordstaffel-Schlusslicht zwischenzeitlich den Faden - und sollte sich hiervon nur schwer wieder erholen. »Wir sind da schlecht gestartet und hatten zu viele Einzelaktionen - da haben wir einfach nicht mehr als Mannschaft zusammengespielt«, beobachtete Dörr, dessen Mannschaft in der 24. Minute zunächst mit 51:58 ins Hintertreffen geraten war.

Die Moral stimmt

Immerhin: Die Pointers bewiesen Moral und drehten das Spiel noch einmal (65:60, 26.), gestatteten den Kangaroos danach aber einen 17:2-Run bis zu Beginn des Schlussakts. Dort pirschte Gießen dann maximal noch bis auf vier Punkte (79:83, 36.) an die Nordrhein-Westfalen heran.

Gießen Pointers: Ukaj, Ledoux (37), Carl (11), Maruschka (7), Bilski (12), Troussel (8), Njie (3), Yuma, Lischka (6), Amaize (6).

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