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Keine schöne Rückkehr

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Im Eins-gegen-Eins behält Orkan Mehmet (l.) über Niklas Kümmel für die Männerturner die Oberhand. Nach Ertönen der Schluss-Sirene jubelt aber der Wettenberger. © PeB

Gießen (cnf). Keine Spiele mit lokaler Beteiligung bei den Frauen, dafür zwei Partien mit heimischen Vertretern bei den Herren: Immerhin etwas von Absagen verschont blieben die Basketball-Oberligisten am vergangenen Wochenende.

In Wettenberg kam es zu einem Derby, beim dem der TSV Krofdorf-Gleiberg auf den MTV Gießen - der seinen ersten Auftritt unter dem neuen Coach Michael Müller, zuvor jahrelang in Krofdorf-Gleiberg tätig, hatte - traf. Der TSV triumphierte hierbei mit 74:68. Die Gießen Pointers II waren derweil auswärts gefragt und mussten sich nach Verlängerung dem BC Wiesbaden mit 77:84 geschlagen geben.

TSV Krofdorf-Gleiberg - MTV Gießen 74:68 (43:34): »In der ersten Halbzeit haben wir eigentlich gut gespielt. Wir haben unsere Stärken, die wir uns in der Pause erarbeitet hatten, gut in der Verteidigung umgesetzt«, resümierte TSV-Coach Sebastian Popovic nach dem ersten Sieg der Wettenberger im neuen Jahr.

Auf der Gegenseite hatte der neue MTV-Cheftrainer Michael Müller mit der Anfangsphase seiner Farben zu hadern: »Bei uns war zu Beginn noch völliger Sand im Getriebe.« Zu viele Fehler, insbesondere Turnover, aber auch Rebound-Schwächen sorgten für gehörige Gießener Startschwierigkeiten. In der Folge führte der TSV zwischenzeitlich mit 15 Punkten und lag noch zur Halbzeitsirene komfortabel mit 43:34 (20.) in Front.

Nach dem Kabinengang stabilisierten die Gäste, die ihren ersten Jahres-Auftritt hatten, ihre Defensivarbeit. Allerdings vermochte Krofdorf-Gleiberg seinen Vorsprung zunächst noch zu verteidigen. Richtig auf den Pelz rückten die Männerturner den Wettenbergern dann im Schlussviertel: In der 36. Minute gelang dem MTV sogar der Führungswechsel (62:63). Diesen Vorteil hatte das Müller-Team allerdings nicht lange inne, nach einem Turnover des MTV zogen die Hausherren wieder leicht davon. Trotz gegebener Möglichkeiten schaffte es Gießen in der Crunch-Time nicht mehr, den Ausgleich zu erzwingen..

»Insgesamt waren die Ballverluste und das Defensiv-Rebound-Verhalten, gepaart mit einer unrunden Offensive, die drei Negativschlüssel bei uns. Die Einstellung der Spieler war gut, wir haben uns gut zurückgekämpft und in der zweiten Hälfte auch deutlich besser verteidigt«, bilanzierte Michael Müller nach seiner Rückkehr zu seinem Ex-Verein. Popovic konstatierte: »Wir haben verdient gewonnen, es war aber unnötig knapp am Ende.«

Krofdorf-Gleiberg: Dahm, Horstmann 2, Jüdt 5, Kümmel 6, Müsse 4, Oppenländer 6/2, Plitt-Geissler 7/1, Rink 25/2, Schmidt 5, Schneider 14.

Gießen: A. Abolhassani, R. Abolhassani, Bötz 4, Burghard, Giese 15, k.A. 5/1, On. Mehmed 6, Or. Mehmed 6, Schäfer 3/1, Scheld 12/4, Schneider, Shala 17/1.

BC Wiesbaden - Gießen Pointers II 84:77 n.V. (48:46, 77:77): Die Gäste waren nicht in Bestbesetzung angereist, mussten unter anderem auf zwei wichtige Defensiv-Leistungsträger verzichten. »Wiesbaden war offensiv sehr gut aufgelegt, insbesondere von der Dreierlinie aus - die konnten wir nicht gut verteidigen«, erklärte Pointers-Trainer Sherman Lockhart nach dem Spiel.

Neben den Problemen in der Verteidigung hatten die Gäste auch Mühen beim Rebounding. Dennoch hielten die Mittelhessen lange gut dagegen und schafften es nach einem 77:77-Zwischenstand nach 40 Minuten sogar in die Verlängerung. Dort hatten die Landeshauptstädter dann aber die Nase vorn.

Pointers II: Heyne 8/2, k.A. 17/1, Kohl 3/1, Lewis 15/1, Mihoubi 15/1, Nickel, Nikic 5/1, Rohrgaß, Sann 5/1, Seibert 9.

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