1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Keine unmöglichen Aufgaben für Wettenberg und Laubach

Erstellt:

gispor190123-kol_180123_4c
Mit viel Köpfchen - hier setzt Marvin Luckert (r.) selbiges beim 2:0-Heimerfolg über die TSG Leihgestern ein - und einem neuen Trainer will Aufsteiger FSG Laubach die Klasse halten. Foto: Schepp © Schepp

Während die SG Obbornhofen/Bellersheim entspannt in die Restrunde der Kreisoberliga Gießen/Marburg Süd startet, läuten bei der FSG Wettenberg und der FSG Laubach die Alarmglocken.

Gießen (grm). Während in den Fußballkreisen Gießen und Alsfeld aktuell in der Halle gekickt wird, ruht in der Kreisoberliga Süd der Ball. Im Gegensatz zum Vorjahr, als die Mannschaften nach der Hinrunde in eine Auf- und Abstiegsrunde aufgeteilt wurden, ist man in der aktuellen Saison wieder zum gewohnten Format mit Hin- und Rückrunde zurückgekehrt. Wir haben die Pause genutzt, um mit einigen Vereinen eine Zwischenbilanz zu ziehen.

An der Tabellenspitze hat - wie auch im vorherigen Jahr auch - die SG Obbornhofen/Bellersheim überwintert. »Das gesamte Jahr 2022 war super positiv. Wir haben nur zwei Kreisoberliga-Spiele verloren - leider beide gegen Wieseck«, erinnert sich Klaus Jäckel, der gemeinsam mit Marco Hartig und Thomas Schäfer die sportliche Leitung bei der SGO/B hat, an den verpassten Aufstieg. Dieser war insofern bitter, da Wieseck in der Aufstiegsrunde auf zahlreiche A-Jugendspieler aus der Hessenliga setzte - eine Entscheidung, die nicht bei jedem Kontrahenten auf Gegenliebe stieß.

Diese Enttäuschung scheint jedoch vergessen, wenn man auf die aktuelle Saison der SG blickt: Von 18 Spielen hat die Mannschaft von Trainer Ralf Landgraf 17 gewonnen - das 1:1 gegen den TSV Klein-Linden im August war der einzige Punktverlust. »Natürlich ist es überragend für uns gelaufen. Wir haben in vielen Spielen zum richtigen Zeitpunkt getroffen. Auch dann, wenn es vorher nicht für uns lief«, betont Jäckel und führt weiter aus: »Das lag auch daran, dass wir hinten relativ wenig zulassen. Außerdem haben wir natürlich den Vorteil, dass wir breit besetzt sind und von der Bank nachlegen können.«

Obwohl die SG aktuell 17 Punkte Vorsprung hat und über die beste Abwehr sowie die zweitbeste Offensive der Liga verfügt, geht der Verein die Rückrunde mit dem gebotenen Ernst an: »Niemand glaubt hier, dass es schon durch ist. Ich bin allerdings der festen Überzeugung, dass wir keinen besonderen Einbruch erleben werden«, so Jäckel.

Mit drei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz rangiert die FSG Wettenberg aktuell nur auf Platz zehn - und das als ehemaliger Gruppenligist. »Auch wenn wir wussten, dass es schwer wird, hängen wir unseren Zielen hinterher. Dennoch geht unser Blick erstmal nach unten. Die Spiele jetzt gegen Grünberg und Laubach sind wichtig und da müssen wir unbedingt punkten«, ist sich FSG-Trainer Bastian Panz der engen Tabellenkonstellation bewusst.

Seine Mannschaft hatte im bisherigen Saisonverlauf mehrfach mit Verletzungsproblemen zu kämpfen, wobei Stammkeeper Mykhalo Bilenkyy (Kreuzbandriss) auch in der Rückrunde fehlen wird. Ein möglicher Trumpf könnte jedoch die starke Wettenberger Offensivreihe sein, die ihr Können in der Hinrunde zwar mehrfach eindrucksvoll bewies, allerdings nicht konstant genug. Hier setzt Panz auf die Rückkehr von Florian Valentin, der in der Hinrunde verletzungsbedingt nur zweimal zum Einsatz kam. »Die Pause tut uns da sicherlich gut, vor allem weil wir im Sommer nach dem Abstieg nicht so viel Zeit zur Regeneration hatten«, betont der Trainer, dessen Team Ende Januar wieder ins Training einsteigt.

Karaca übernimmt bei FSG Laubach

Auch wenn die FSG Laubach derzeit einen Abstiegsplatz belegt, will man beim Aufsteiger alles dafür tun, um die Klasse zu halten. »Wir wissen, dass es schwer wird, aber es ist eben nicht unmöglich. Uns fehlen fünf Punkte auf das rettende Ufer - und die kannst Du in zwei Spielen holen«, gibt sich FSG-Sprecher Marco Ostheim kämpferisch.

Nach einer Serie von teils hohen Niederlagen trennte sich der Verein im Winter von Trainer Benno Strunk und hat nun einen Nachfolger gefunden: Nesim Karaca wird die Mannschaft bis Saisonende betreuen, ehe im Sommer Nicolas Anker das Ruder als Spielertrainer übernehmen wird. Mit Philipp Münch (vorher Obbornhofen/Bellersheim) und Leon Wedel (vorher Bessingen/Ettingshausen/Langsdorf) verstärken zwei Neue den Kader, während Leon Schlesinger und Daniel Heinz (beide Kreuzbandriss) weiterhin nicht zur Verfügung stehen - ebenso wie Ismail Uzun. Von zu viel sportlichem Druck hält FSG-Sprecher Ostheim derweil nichts: »Zum Schluss der Hinrunde waren desolate Dinger dabei, aber die können passieren. Dennoch gibt es nichts Verkehrteres als zu viel Druck - gerade bei unseren jungen Spielern.«

Auch interessant