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»Keinen Fuß auf dem Eis«

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Weißwasser (wbe). Am Freitagabend hatte der EC Bad Nauheim in der Deutschen Eishockey-Liga 2 noch mit einem 2:1-Erfolg gegen den EHC Freiburg, der nach acht Siegen in neun Spielen als »Mannschaft der Stunde« angereist war, auf eigenem Eis überzeugt. Doch zwei Tage später unterlagen die Badestädter am späten Sonntagnachmittag in Weißwasser eher sang- und klanglos mit 0:

3 (0:1, 0:1, 0:1). Und das bei einem Team, das zuletzt in der Liga wahrlich keine Bäume ausgerissen hat und zumindest aktuell in der Tabelle zum Quartett der Playdown-Protagonisten gehört.

»Die Partie gegen Freiburg stand auf des Messers Schneide und das hätte für uns am Ende auch schief gehen könnte«, meinte EC-Headcoach Harry Lange nach dem 2:1-Sieg. Wirklich schief gegangen ist es dann aber am Sonntag in Weißwasser. »Kurz gesagt: Wir sind heute in den Bus gestiegen und haben anscheinend nicht gewusst, dass heute ein Spieltag ist. Wir haben schlicht keinen Fuß aufs Eis gebracht und viele falsche Entscheidungen getroffen«, war Harry Lange sichtlich angefressen nach dem 0:3 bei den Lausitzer Füchsen, die in schöner Regelmäßigkeit in jedem Drittel einen Treffer zum ihrem späteren Sieg beisteuerten.

Bad Nauheim begann mit druckvollem Spiel, die Füchse agierten eher etwas abwartend, nutzten dann allerdings eine Unsicherheit in der EC-Defensive. Als Verteidiger Eric Stephan der Puck versprang, war Hunter Garlent zur Stelle und erzielte die Führung, die sich die Gastgeber im weiteren Verlauf des ersten Abschnitts mit zahlreichen Chancen auch verdienten.

Als Jordan Hickmott direkt nach der ersten Pause auf die Strafbank musste, nutzte Weißwasser die numerische Überlegenheit zum 2:0 durch Hunter Garlent.

»Alles oder nichts« hieß im Schlussdrittel die Devise der Badestädter, die jetzt ihrerseits zwei Powerplay-Möglichkeiten hintereinander erhielten. In beiden Fällen war allerdings Weißwasser-Schlussmann Leon Hungerecker nicht zu bezwingen. Selbst als Harry Lange sieben Minuten vor dem Ende seinen Torwart Felix Bick vom Eis holte, half das nichts. Als Roope Mäkitalo dann auch noch in der 56. Minute zum 3:0 für Weißwasser einschoss, war die Begegnung endgültig gelaufen.

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