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Keller macht Unterschied

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Kinzenbach. Thomas Turgut hatte vorher vor Henrik Keller gewarnt, und das Spiel bestätigte den Trainer des FC Gießen II: Kinzenbachs Torgarantie kam nach seiner Verletzungspause zwar erst eine halbe Stunde vor Schluss, entschied dann aber mit zwei Treffern die ansonsten weitgehend ausgeglichene Partie zwischen der gastgebenden SG und dem FC Gießen II beim 4:

2 (1:1) ganz alleine zugunsten des Teams aus dem Heuchelheimer Ortsteil und bestätigte seinen Ruf als Torjäger eindrucksvoll.

SG Kinzenbach - FC Gießen II 4:2

Die Verlegenheitself des FC - mit Torwart Dominik Rybka und Angreifer Kilian Parson standen aus der A-Jugend zwei Spieler auf dem Platz und lediglich drei saßen auf der Auswechselbank - hielt die Partie der Fußball-Verbandsliga Mitte bis dahin völlig offen. »Die bessere Mannschaft hat verloren«, meinte Turgut nachher und resümierte: »Das Ergebnis ist bitter. Ein Riesenkompliment an meine Spieler, wir hatten einen Pfostenschuss, schöne Ballstafetten und haben auch läuferisch dagegengehalten. Am Ende hat die Erfahrenheit und Kaltschnäuzigkeit des Gegners gesiegt.« Für seinen Kollegen Oliver Dönges zählte in erster Linie der Dreier: »Wir haben nicht ansatzweise an die Leistungen der letzten Spiele anknüpfen können, aber das Positive heute sind die drei Punkte.«

Danach sah es lange Zeit nicht aus. Beide Seiten taten sich zunächst schwer, in die Nähe des gegnerischen Tores zu gelangen, da Ideen und Anspielstationen fehlten. Kein Wunder, dass die Führung der Gäste durch einen Distanzschuss von Nikita Marusenko (16.) gelang. Den ersten aussichtsreichen Vorstoß nutzten die Kinzenbacher nach knapp einer halben Stunde zum 1:1-Ausgleich (28.). Marius Jörg hatte sich auf dem linken Flügel durchgesetzt, passte das Leder scharf nach innen, wo Robin Sajonz reaktionsschnell den Fuß hinhielt und vollendete.

Nach der Pause drehten die Gastgeber die Partie, als Tommy Ried mit einem noch abgefälschten Distanzschuss das 2:1 (47.) gelang. Sein Team verstärkte den Druck, aber die Angriffsbemühungen litten unter ungenauen Pässen, außerdem gab sich das Tabellenschlusslicht nicht geschlagen und hielt kämpferisch dagegen. Blieben die Versuche bei Marusenkos Freistoß (61.), den Nico Mohr hielt, und dem 25-Meter-Schuss von Gani Sevim (68.), der am Innenpfosten landete, noch erfolglos, so traf erneut Marusenko und erneut per Distanzknaller ins Toreck zum 2:2 (71.). Doch dann wechselte SG-Coach Dönges den Erfolg ein: Bei einem Eckball von Stephan Alber schraubte sich der Torjäger 14 Minuten nach seiner Einwechslung hoch und versenkte den Ball per Kopf zum 3:2 (74.). Und eine Minute vor Schluss war Henrik Keller (»Ich habe mich in der Verletzungspause anscheinend gut erholt«) mit einem satten Schuss aus gut 25 Metern zum 4:2 erfolgreich. »Die Fähigkeiten von Keller kannst du kaum verteidigen«, musste FC-Trainer Turgut nach der unglücklichen Niederlage seines FC erneut erkennen.

SG Kinzenbach: N. Mohr - Yildirim, Yener, Akin, Jörg, Nicolai (60. Keller), Grouls (46. Horn), R. Sajonz, Pantke (60. Alber), Ersentürk, Ried.

FC Gießen II: Rybka - Pektas, Schwabe, Sevim, Simsek, Ferdek, Schneider (68. Erdem), Guelec, Kim, Marusenko, Parson (48. Arslan).

Tore: 0:1 (16.) Marusenko, 1:1 (28.) R. Sajonz, 2:1 (47.) Ried, 2:2 (71.) Marusenko, 3:2 (74.) Keller, 4:2 (89.) Keller - S chiedsrichter: Waldinger (Rauschenberg) - Zuschauer: 90.

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