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Klarer Heimerfolg mit 120 Prozent

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Grünberg (zye). Eigentlich sollte die Hauptrunde der Bender Baskets Grünberg mit einem weiteren Doppelspieltag enden. Dann kam es aber anders: Die Sonntagsbegegnung der Zweitliga-Basketballerinnen fiel aufgrund positiver Corona-Tests bei den Avides Hurricanes ins Wasser. Das Saisonende fiel für die Grünbergerinnen dennoch positiv aus. Mit einem deutlichen Ergebnis schickte man die Baskets Jena nach Hause.

B. B. Grünberg - Baskets Jena 99:44

»80 Prozent«, so viel müssten seine Baskets von der Leistung vom vorherigen Wochenende abrufen, damit sie in der Samstagspartie bestehen können. So zumindest die Ansage von Coach René Spandauw an sein Team. »Am Ende wurden es dann irgendwie 120 Prozent«, freute er sich nach der Packung für die Gäste.

Es blieb die Befürchtung aus, dass Liga-Topscorerin Chelsey Shumpert die Thüringerinnen durch die Partie tragen würden. Die US-Amerikanerin war kaum ein Faktor: Alle fünf Dreierversuche gingen daneben. »Unser Plan war von Anfang an, Shumpert aus dem Spiel zu nehmen«, so der Spandauw-Plan. Und dieser sollte aufgehen. Im Mittelpunkt der Jena-Offense stand nur noch Tina Rothämel (21 Punkte, sechs Rebounds), die beinahe alleine gegen die Baskets in Grünberg anzutreten schien. Vom Rest des Teams war kaum eine Spur zu finden. Die Thüringerinnen spielten ohne Feuer, war die Saison war für das Kellerkind schon vor der Reise nach Grünberg bereits vorbei.

Die Überlegenheit der Heimmannschaft zeigte sich in allen Bereichen. Die Rebounds lagen etwa bei 55:25. Bälle gab es auch viele für Grünberg einzusammeln, schließlich traf Jena katastrophal schlecht (Zweier: 29 Prozent, Dreier: 17 Prozent). 15-Mal raubte Grünberg den Ballbesitz der Gäste, Isabell Meinhard alleine steuerte sieben Steals, aber auch fünf Assists bei. Vier Baskets mit zweistelligem Scoring, doch gerade einmal 39 ihrer 99 Punkte kamen von den erfahrenen Importspielerinnen Olivia Nash (22 Punkte, 16 Rebounds) und Venla Varis (17 Punkte, drei Dreier). Alva Hedrich (13 Punkte, zehn Rebounds) hatte eines ihrer besten Spiele der Saison.

Das zeugte von einer rundum gelungene Teamleistung von Anfang bis Ende. Eine grundsolide Trefferquote, eine akzeptable Anzahl an Ballverlusten - da lachte das Trainerherz, das sich in diesen Bereichen oft eher beklagen musste. »Das war absolut überragend. Das Spiel war eigentlich schon im ersten Viertel entschieden.«

Tabellenwertung steht noch aus

Mit der Absage der Sonntagspartie von Rotenburg, begründet mit Corona-Fällen im Team, sollten die Bender Baskets damit automatisch 20:00 gewonnen haben und weitere Tabellenpunkte erhalten. Doch wie genau die Liga entscheidet, soll sich in der kommenden Woche entscheiden. Auch eine endgültige Tabellenwertung steht noch aus. Aktuell sollen sich nur die Plätze eins bis vier für die Playoffs qualifizieren. Spandauw geht also zunächst von einem Ende der Saison für seine Baskets aus. Er lobte die Leistung seiner Gallusdamen in dieser mehr als ungewöhnlichen Saison: »Ich ziehe meinen Hut vor dieser Mannschaft. Viele haben an ihnen gezweifelt, aber wir haben es am Ende nochmal allen gezeigt. Wäre es eine normale Saison gewesen, hätten wir sicherlich ganz oben mitgespielt.«

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