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Klarer Qualitätsunterschied

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Biedenkopf . Gut gemacht, FC TuBa Pohlheim. Beim verdienten 3:0-Erfolg beim VfL Biedenkopf zeigte der Gastgeber über weite Strecken den nur 130 Zuschauern fußballerische Magerkost. Die Pohlheimer setzten dagegen ihren guten Lauf mit dem Auswärtssieg fort.

VfL Biedenkopf - FC TuBa Pohlheim 0:3

Die besseren Tormöglichkeiten verzeichneten die Gäste, die durch Altmeister Gino Parson in Führung gingen. Der 43-jährige war im Strafraum zur richtigen Zeit am richtigen Ort und stocherte einen Einwurf, der verlängert wurde, zum 0:1 über die Linie (16.). Mit dieser Führung übernahmen die Pohlheimer, die sich als sehr gut organisiertes Team präsentierten, nach einer anfänglichen Abtastphase immer mehr die Spielkontrolle. Sie verpassten zunächst durch einen Kopfball von Orkan Beselen, der für den erkrankten Torjäger Kevin Rennert mächtig Betrieb machte, den zweiten Treffer (35.). Zuvor traf VfL-Goalgetter Dennis Rakowski bei der einzigen echten Chance der Gastgeber in 90 Minuten die falsche Entscheidung. Statt selbst abzuschließen spielte er ab und die ganz dicke Gelegenheit war dahin (25.).

Kurz vor der Pause belohnte sich TuBa erneut. Nico Jovic tauchte im VfL-Strafraum auf und ließ Keeper Dominik Geiss mit einem strammen Linksschuss aus der Drehung zum 0:2 keine Chance.

In der zweiten Halbzeit brachte Biedenkopfs Trainer Vladi Kovacevic mit Ernes Hidic eine weitere Offensivkraft. Die Hausherren waren bemüht, mehr Druck auf das Pohlheimer Tor aufzubauen. Zwingende Torchancen konnte sich der VfL jedoch nicht erspielen. Dafür verantwortlich war auch die konzentrierte Defensivleistung der Gäste durch Kapitän Albano Sidon und den bärenstarken Gani Sevin, der Biedenkopfs Torgarant Dennis Rakowski an die Kette legte. lag. Ein Konter wie aus dem Lehrbuch führte nach einer Stunde zur Entscheidung. Blitzschnell kreierten die Gäste eine Überzahlsituation, die Liridon Krasniq letztlich zum 0:3 abschloss.

Bei TuBa war auffällig, dass man mit unbedingtem Willen ein Tor erzielen wollte, wenn die Post nach vorne abging. Beim VfL fiel dagegen auf, dass er einige Akteure in seinen Reihen hat, die rasch ihre Grenzen aufgezeigt bekommen, wenn der Gegner abgezockte Spieler aufbietet. Was letztlich zu oft die Konsequenz hatte, dass der Aufsteiger unter Druck falsche Entscheidungen trifft.

Pohlheims Trainer Ibrahim Cigdem war zufrieden. »Mein Team findet immer mehr zusammen und in den entscheidenden Situationen hat man schon die Klasse unserer Spieler gesehen«, fand Cigdem. Vladi Kovacevic, der sich vor dem Spiel mehr ausgerechnet hatte, zeigte sich doch etwas angefressen nach dieser Niederlage: »Es ist schon enttäuschend. Das war heute ein klarer Qualitätsunterschied, denn der Gegner war in vielen Situationen viel cleverer, was sich am Ende auch im Ergebnis zeigt«, brachte es Kovacevic auf den Punkt.

Biedenkopf: Geiss - Runzheimer (67. Muth), Kovacevic (89. Cegledi), Damm, Taskiran (46. Hidic) - Brusch, Gamarca (77. Müller), Herrmann (77. Bicen), Höflein - Lehnert, Rakowski

Pohlheim: Ricardo Alpsoy - Jovic, Sidon, Sevim (87. Nelio Alpsoy), Bathomene - Klotz, Krasniq (87. Beyene), Parson, Celik (81. Pektas) - Beslen (67. Haman), Basmaci (81. Gültekin)

Tore: 0:1 Parson (16.) ,0:2 Jovic (43), 0:3 Krasniq (58.) - Schiedsrichter: Ackermann (Naurod) - Zuschauer: 130

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