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Klarer Sieg - ohne Glanz

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Von: Thomas Suer

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Was willst du mehr? Am Tag des exakt fünften Jubiläums belohnt der FC Gießen seinen Coach Daniyel Cimen mit einem 4:0-Erfolg. Und Kumpel Micha Fink trifft zum 1:0. Foto: Ben © Ben

Gießen . Die Serie ungeschlagener Partien auf sechs ausgebaut, die weiße Weste zu Hause mit dem fünften Dreier bewahrt und schließlich auch noch Trainer Daniyel Cimen zum fünfjährigen Jubiläum als Chefcoach einen vollen Erfolg geschenkt: Hessenligist FC Gießen hat mit dem glatten 4:0 (1:0)-Erfolg über Viktoria Griesheim einige Ziele erreicht.

FC Gießen - Viktoria Griesheim 4:0

Und dennoch fand Jubilar Cimen, dem Notvorstand Turgay Schmidt und Michel Magel vor dem Anpfiff für sein Engagement in einer kleinen Ehrung auf dem Rasen ein großes Dankeschön ausgesprochen hatten, nach Spielende mehr als das viel zitierte Haar in der Suppe. »Es war nicht unsere beste Leistung, es war keine Glanzleistung. Es war ordentlich. Hinten haben wir wenig zugelassen, es nach vorne aber in vielen Situationen sehr kompliziert gemacht. Das hat mir nicht gefallen, wobei wir mit dem Sieg natürlich zufrieden sind«, resümierte der Ex-Profi, der exakt auf die Startelf aus dem 3:3-Unentschieden beim SV Steinbach baute. Der FCG bestimmte von Beginn das Geschehen und verbuchte in den ersten zehn Minuten drei ansprechende Offensivaktionen. Zweimal Matheus Beal aus der Distanz (5. und 8.) und Francesco Calabrese aus spitzem Winkel (10.) schnupperten an der Führung. Zu bemängeln gab es, dass die Gießener sich häufiger im Klein-Klein verzettelten und zu selten als Mittel Seitenwechsel und Diagonalbälle wählten, um die Südhessen vor größere Probleme zu stellen.

»Wenn wir auf einer Seite gewesen sind, wollten wir es auf Biegen und Brechen da durchbringen. Wir hatten nicht die Ruhe, Verlagerungen zu schaffen. Auch in der zweiten Hälfte ist uns das nicht so gut gelungen«, monierte Daniyel Cimen, der sich andererseits auf die Qualitäten in der Rückwärtsbewegung und Restverteidigung seiner Mannschaft voll verlassen konnte: »Wir sind defensiv sehr konzentriert zu Werke gegangen und haben sehr gut bis zum Schluss verteidigt.« Griesheim hatte im Grunde genommen nur eine nennenswerte Gelegenheit, als nach einem Freistoß der Abschluss von Pascal Bender über den Kasten flog (19.). Glück hatten die Gäste in der 31. Minute, dass Schiedsrichter Winkler nach einem Zweikampf zwischen Wessam Abdel-Ghani und Maximilian Böger nicht auf den Kreidepunkt deutete. Den überragenden Pass aus der eigenen Hälfte heraus hatte Michael Fink geschlagen, der in der 42. Minute auf 1:0 stellte. Im Anschluss an einen Gießener Eckstoß schaffte es die Viktoria nicht, die Kugel aus der Gefahrenzone zu befördern. Routinier Fink erhielt das Leder eher zufällig, behielt die Übersicht und schlenzte den Ball zum Pausenstand in die Maschen.

Der zweite Abschnitt bot nichts Neues. Gießen verzeichnete jede Menge Ballbesitz und Feldüberlegenheit, tat sich jedoch im letzten Drittel lange schwer. So befand sich Filsinger bei seinem Treffer in einer Abseitsposition (57.). Deshalb dauerte es bis zur 65. Minute, ehe das vorentscheidende 2:0 fiel. Connor Filsinger und Francesco Calabrese doppelten ihren Gegenspieler erfolgreich und eroberten damit das Spielgerät. Calabrese bediente Beal, der den Zwei-Tore-Vorsprung in trockene Tücher packte.

Und zwei Pfeile hatten die Rot-Weißen noch im Köcher. Leonid Akulinin markierte auf Vorarbeit des eingewechselten Elion Mahmuti das 3:0 (76.), bevor der junge Filsinger dann doch noch erfolgreich war und in der 86. Minute das 4:0 erzielte.

FC Gießen: Lapcic - Assar (40. Filsinger), Kireski (82. Tatchouop), Fink, Abdel-Ghani - Harder (71. Mahmuti), Hagley, Beal (87. Besso) - Maingad, Akulinin (78. Akkus Rodriguez), Calabrese.

Viktoria Griesheim: Suserski - Böger, Windeck (61. Arslan), Bender, Sanchez Ruiz Diaz - Del Castillo, Starck - Adusei (46. Jander), Takmaz (56. Aykir), Kazimi (46. Lorenz) - Stumpf.

Tore: 1:0 Fink (42.), 2:0 Beal (65.), 3:0 Akulinin (76.), 4:0 Filsinger (86.). - Schiedsrichter: Winkler (Warburg). - Gelbe Karten: Kireski, Ghani / Aykir, Windeck, Starck. - Zuschauer: 331.

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