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Klasse Vorstellung, gute Kulisse

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Von: Thomas Suer

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Die Entscheidung: Torschütze Matheus de Moura Beal (r.) bejubelt mit Vorbereiter Connor Filsinger das Tor zum 2:0. Foto: Vogler © Vogler

Gießen. Hessenligist FC Gießen schraubt weiter an seinen Erfolgsserien und setzt sich in der Spitzengruppe fest: Dank des 2:0 über den SV Rot-Weiß Hadamar feierte die Truppe von Trainer Daniyel Cimen im sechsten Heimspiel den sechsten Dreier und ist nun seit insgesamt sieben Partien ungeschlagen.

FC Gießen - SV RW Hadamar 2:0

Zwei Dinge bleiben überdies festzuhalten: Es scheint sich herumzusprechen, dass der Ex-Regionalligist attraktiven Fußball bietet. Dafür sprechen die knapp 480 Zuschauer, die gegen den Tabellenvorletzten nicht unbedingt zu erwarten gewesen war. Und die Cimen-Elf hat sich damit am kommenden Samstag ein Verfolgerduell erarbeitet: Bei Türk Gücü Friedberg wird es um Rang drei des Klassements gehen. »Das war eine sehr gute Leistung«, zeigte sich Daniyel Cimen, der kuzfristig auf die erkrankten Denis Mangafic und Francesco Calabrese verzichten musste, überaus zufrieden mit der Vorstellung seiner Mannen, »wir haben hinten nichts zugelassen und hätten in der ersten Hälfte höher führen müssen. In der zweiten Halbzeit konnten wir nach vorne nicht ganz anknüpfen, standen aber hinten nach wie vor sicher.«

Im Hadamar-Match gab es vor dem Seitenwechsel aus Sicht der Hausherren lediglich zu bemängeln, dass sie nur mit 1:0 vorne lagen. Bei den Gästen war erkennbar, dass sie die Ausfälle der zwei früheren Gießener Marco Koch und Jan Bangert sowie von Jerome Zey nicht kompensieren konnten. Darüber hinaus verletzte sich nach einer Viertelstunde mit Luca Teller ein dritter ehemaliger Gießener.

Bissig und zweikampstark gegen den Ball, zog der FCG seine Offensivbemühungen kreativ und variabel auf. Hadamar hatte Glück, bis zum Pausenpfiff nicht deutlicher ins Hintertreffen zu geraten. So scheiterten in der neunten Minute nach klasse Vorarbeit von Michael Fink und Leonid Akulinin binnen Sekunden Yassine Maingad und Wessam Abdel-Ghani an Torhüter Leon Hasselbach.

Fünf Zeigerumdrehungen darauf ließ Akulinin technisch versiert auf Matheus Beal prallen, der das Ziel aus aussichtsreicher Position knapp verfehlte. Connor Filsinger und erneut Abdel-Ghani erging es ebenso (24.), ehe Gießens Kapitän in der 30. Minute mehr Durchschlagskraft bewies. Die Flanke von Aryan Assar rauschte durch bis zu Abdel-Ghani, der in seinem dritten Anlauf zum 1:0 einschob.

In Minute 37 vergaben Beal und Filsinger noch eine Doppelchance, sodass aus der beruhigenden 2:0-Führung vorerst nichts wurde. Dieser zweite Treffer fiel, als Hadamar zum Start des zweiten Abschnitts etwas besser ins Spiel kam. Filsinger legte auf der rechten Seiten ein unwiderstehliches Solo auf den Rasen und drang weit in den Strafraum ein, wo Beal den Querpass mühelos über die Linie drückte (54 ).

Beal war auch an der nächsten Aktion beteiligt. Sein Freistoß landete bei Adrian Kireski, dessen Abschluss Hasselbach hervorragend entschärfte (57.). Für die letzte halbe Stunden waren die Rollen in jedem Fall klar verteilt und die Angelegenheit erledigt, der Gießener Vorsprung geriet nie in Gefahr. Wenngleich zweimal Maingad, Assar und Elion Mahmuti im Vorwärtsgang Aktionen verbuchten, reichte das nicht für das 3:0.

Einsatzminuten sammelten der unter der Woche verpflichtete Stürmer Michael Gorbunow bei seinem Debüt und Mert Pekesen, der nach langerer Verletzungspause zurückkehrte.

FC Gießen: Lapcic - Assar, Kireski, Fink, Abdel-Ghani - Harder (65. Mahmuti), Hagley (90. Besso), Beal - Maingad (83. Tatchouop), Akulinin (71. Gorbunow), Filsinger (76. Pekesen).

SV Rot-Weiß Hadamar: Hasselbach - Paul, Dillmann, Burggraf - Teller (16. Wölfinger), Ramcilovic (46. Wilhelmy), Kittel, Sumak, Zouaoui (89. Halimi) - Dimter, Fosuhene.

Tore: 1:0 Abdel-Ghani (30.), 2:0 Beal (54.). - Schiedsrichter: Metzger (Wolfhagen). - Gelbe Karte: Abdel-Ghani (Gießen). - Zuschauer: 482.

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