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Klassen-Team beschenkt sich selbst

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Von: Christian Németh

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Felix Schweizer lässt sich am Korberfolg nicht hindern. Schon gar nicht von zwei Verteidigern. Foto: Schepp © Schepp

Lich (cnf). Anlässlich der Feier zum 60-jährigen Bestehens der Licher Basketball-Abteilung hat es der heimische Aufsteiger Lich Basketball am vierten Spieltag der 1. Regionalliga Südwest richtig krachen lassen. Vor fast 700 Zuschauern in der rappelvollen Dietrich-Bonheoffer-Sporthalle setzten sich die Licher mit 93:60 gegen die Baskets Limburg durch und machten dabei ihren zweiten Saisonsieg klar.

Lich Basketball - Baskets Limburg 93:60

»Mit der zweiten Hälfte bin ich sehr zufrieden. In der ersten Halbzeit hatten wir uns hingegen vorgenommen, aggressiv zu sein und den gegnerischen Hauptakteur Matej Kljaic zu kontrollieren. Das haben wir die ersten Minuten aber leider nicht geschafft«, resümierte LB-Headcoach Viktor Klassen rückblickend.

Tatsächlich agierte die Heimmannschaft offensiv zunächst noch etwas fahrig und tat sich vor allem mit der Limburger Zonen-Verteidigung schwer. Lich fand noch zu selten den Zug zum Korb und ließ auch von außen die notwendige Zielgenauigkeit vermissen. In der Folge vermochte sich keine der beiden Farben im ersten Quarter, das von einigen Führungswechseln geprägt war, merklich abzusetzen. Nichtsdestotrotz lag nach den ersten zehn Minuten ein leichter Vorteil (18:14) bei den Korbjägern von der Wetter.

In Durchgang zwei steigerte sich die LB-Auswahl sukzessive und legte auch defensiv noch einmal eine Schippe drauf. Bis zur Halbzeitsirene enteilte die Heimmannschaft auf einen wegweisenden 44:28-Zwischenstand (20.).

»In der Pause haben ich dann noch einmal angesprochen, dass wir viel mehr Aggressivität brauchen, gerade beim Hinziehen zum Korb«, berichtete Klassen, der diese Bestellung von seinen Schützlingen auch prompt geliefert bekam. Bereits nach zwei Zeigerumdrehungen hatten die Bierstädter ihren Vorsprung auf 22 Punkte ausgebaut und optimierten sich in allen statistischen Belangen. Das machte sich nach der Begegnung unter anderem in einer hervorragenden Drei-Punkte-Trefferquote von 40 Prozent sowie unter anderem in 50 abgefangenen Rebounds - die ohne zwei Leistungsträger angereisten Westhessen kamen lediglich auf 32 Korbabpraller - bemerkbar.

Klassen sieht tolle Entwicklung

Zunehmend wurde auch Limburgs Topscorer Matej Klajic (21 Punkte) aus dem Spiel genommen, sodass das Klassen-Team mit einem 67:45-Vorsprung (30.) zum Schlussakt antrat. Hier ließen die Mittelhessen nichts mehr anbrennen und lagen stets zwischen 20 und 30 Zählern vorne. Auch der Umstand, dass Klassen in dieser Sequenz fast ausschließlich seine Bankspieler zum Einsatz brachte - unter anderem der in der vorausgegangenen Woche 18 Jahre alt gewordene Hanno Kotulla (9 Punkte) spielte die finalen zehn Minuten durch -, verringerte die Licher Souveränität nicht.

»Gerade in den letzten zwei Minuten kam bei Limburg fast keine Verteidigung mehr zustande und wir haben nach Belieben gescort. Jeder hat vollen Einsatz gezeigt, unsere Bank hat wieder super gespielt und wir haben gut kombiniert«, lobte Klassen und hielt mit Blick auf die Entwicklung seines Teams fest: »Wir kommen langsam in unseren Spielfluss rein. Es muss nun nur noch besser werden, dass wir von Beginn an so spielen - aber das findet sich.«

Lich Basketball: Hoxhallari (7), Chromik, Sann (2), Kotulla (9), Keller (6), Wagner (10), Schweizer (11), Roith (8), Ribbecke (21), Jakob (4), Bölke (2), Lischka (13).

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