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Klassen-Team lässt sich Butter vom Brot nehmen

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Von: Christian Németh

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Der Herr der Lüfte aufseiten der Hausherren: Felix Schweizer ist am Brett nicht aufzuhalten. Foto: Schepp © Schepp

Gießen (cnf). Einen spannenden Fight haben sich am Sonnabend die Korbjäger von Lich Basketball sowie vom TV Langen in der 1. Regionalliga Südwest geliefert. Vor erneut über 600 Zuschauern in der rappelvollen Dietrich-Bonhoeffer-Sporthalle musste nach den regulären 40 Spielminuten (80:80) eine Verlängerung her, um eine Entscheidung herbeizuführen. Hier setzten sich am Ende die Gäste aus dem Landkreis Offenbach durch und brachten dem mittelhessischen Aufsteiger somit die fünfte Saisonniederlage bei.

Lich Basketball - TV Langen 87:93 n.V.

»Das ist sehr, sehr ärgerlich. Wir hatten auf jeden Fall die dicke Chance, die beiden Punkte zu Hause zu behalten«, bedauerte LB-Headcoach Viktor Klassen den Spielausgang aus seiner Sicht. Am Ende vermochten nicht einmal »Double-Double«, bestehend aus einer jeweils zweistelligen Anzahl an Punkten und Rebounds, von gleich drei Licher Akteuren - nämlich Johannes Lischka, Yannik Ribbecke sowie Felix Schweizer - die erneute Pleite abzuwenden.

Das Hessen-Derby startete dabei durchaus nach dem Geschmack von Klassen. Die Brauereistädter agierten anfänglich konzentriert, verteidigten effektiv und hatten dabei insbesondere die TVL-Leistungsträger um US-Spieler Philip Jenkins (17 Punkte) gut im Griff. Nachdem die Heimmannschaft das erste Quarter (20:19, 10.) knapp für sich verbucht hatte, baute sie ihren Vorteil aus, sodass beim Erklingen der Halbzeitsirene ein 45:37-Vorteil (20.) zu Buche stand. »Das lief bis dahin eigentlich so, wie ich es mir gewünscht hatte«, so Klassen.

Auch nach dem Pausentee ließ Lich nicht locker und erarbeitete sich bis zum Beginn des Schlussakts einen soliden Zehn-Punkte-Puffer (71:61, 30.). Nachfolgenden meldeten sich die Gäste zurück im Geschehen und wirbelten bis zur 34. Minute einen 11:0-Run aufs Parkett, der den Führungswechsel bedeutete (71:72). Das LB-Team fing sich nach einer Auszeit wieder, kam zu guten Plays und lag 90 Sekunden vor dem anvisierten Abpfiff mit 80:75 vorne. Langen verkürzte von der Dreier-Linie und glich nach einem Turnover und Foulspiel 18 Sekunden vor Spielende aus (80:80). Ein finaler Wurf von Lichs Yannik Ribbecke fand sein Ziel durch die Langener Reuse nicht.

Zu Beginn der Verlängerung lagen die Gastgeber kurzzeitig nochmal in Front, verloren dann aber den Faden. »Meiner Meinung nach waren wir etwas müde, weil meine erste Fünf fast das gesamte letzte Viertel und die Overtime durchspielen musste«, erklärte Klassen. Darüber hinaus offenbarte der TVL nun ein zunehmenderes Wurfglück, während sich Lich zu viele Turnover erlaubte.

Viktor Klassen ärgerte sich nachträglich über die abgeschenkte Führung im vierten Quarter und erläuterte: »Da waren wir nicht klug genug und hatten zu viele wilde Aktionen.« Für die Zukunft forderte der Übungsleiter: »Wir müssen nun positiv im Kopf bleiben. Wir haben jetzt noch ein paar Heimspiele und müssen das alles bis zum Jahreswechsel gut durchbringen.«

Lich Basketball: Hoxhallari, Chromik, Sann, Kotulla, Keller (5), Wagner (11), Schweizer (23), Roith (2), Ribbecke (23), Jakob (2), Bölke, Lischka (21).

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