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Klassenerhalt!

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Kann nicht nur hervorragend werfen, sondern ist auch zu Fuß nur schwer zu stoppen: Dragons-Quarterback A. J. Springer. Foto: Bär © Bär

Gießen. Ohne den auf Korsika urlaubenden Headcoach Michael Anderl, dafür aber mit sehr viel Wille und Kampfgeist haben die American Footballer der Gießen Golden Dragons den langjährigen Erstligisten Stuttgart Scorpions in die Knie gezwungen. Schlüssel zum Erfolg war neben der erneut bärenstarken Defense vor allem das zweite Quarter. Und viel wichtiger:

Mit dem Sieg bleiben die Dragons auch im kommenden Jahr zweitklassig.

Gießen Golden Dragons - Stuttgart Scorpions 26:7 (6:7/13:0/0:0/7:0): Allein der Start in die Begegnung begann für die Dragons nach Maß. Noch beim Kickoff-Return verloren die Gäste das Ei, Alexander Neville sicherte daraufhin den Ball für die Hausherren. Diese, offensiv erneut von Quarterback A. J. Springer angetrieben, nutzten dieses »Big Play« für die frühe Führung. Einziger Wermutstropfen: Der Versuch für den obligatorischen Extrapunkt wurde geblockt (6:0).

Und doch stockte im Anschluss die Gießener Angriffsreihe. Insbesondere die gegnerische Verteidigungsreihe stellte die Gießener Offensive immer wieder vor Probleme. Weite Pässe von Springer waren entsprechend Mangelware. »Wir wussten, dass Stuttgart uns mit sehr viel Druck gegenüberstehen wird«, bewertete Teamkapitän Simon Becher unmittelbar nach dem Schlusspfiff das erste Quarter. Da aber auch Stuttgart lange Zeit nur wenig auf die Platte brachte, wechselten sich viele Ballbesitzphasen ab. Erst kurz vor Ende des ersten Abschnitts kamen die Gäste in die Endzone der Dragons und gingen sogar kurzzeitig in Front (6:7).

Aber eben nur kurzzeitig. Denn kaum waren die Seiten zum ersten Mal gewechselt, brachte US-Boy Matt Laur die Gastgeber erneut in Front. Diesmal segelte auch der Ball für den Extrapunkt durch beide Torstangen (13:7).

Diese erneute Führung gab den Golden Dragons schließlich die erhoffte Sicherheit im eigenen Spiel. Zwar waren die Stuttgarter weiterhin körperlich stark unterwegs, doch insbesondere die wiederholten Befreiungsläufe von Springer über teilweise 30 bis 40 Yards waren in dieser Phase ein Schlüssel zum Erfolg. Der abschließende Touchdown von Benedikt Seitz kurz vor der Halbzeit war da bereits vorentscheidend (19:7).

Dass im Anschluss hüben wie drüben nicht mehr viel passierte - geschenkt. »Wir haben etwas gebraucht, um den physischen Kampf anzunehmen, haben dann aber die richtigen Mittel gefunden«, freute sich Becher, der auch das gute Laufspiel lobte, über den am Ende verdienten Heimsieg. Diesen brachte Mitte des vierten Quarters erneut Matt Laur endgültig unter Dach und Fach (26:7). Beinahe wäre dieser noch ein wenig höher ausgefallen, doch fand der letzte Pass von Backup-Quarterback Peter Hoppe keinen Abnehmer mehr.

Sei’s drum. Wichtiger war der nun auch rechnerisch feststehende Klassenverbleib in der GFL2 Süd. Darüber wird sich auch Headcoach Michael Anderl freuen, der zwar auf Korsika weit weg, seinen Jungs aber doch sehr nah war.

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