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Kleenheimer Rätselraten vor Schlüsselspiel

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Oberkleen (mol). Eine wichtige Partie im Kampf um den Klassenerhalt in der Dritten Frauenhandball-Liga hält der Spielplan für die HSG Kleenheim-Langgöns bereit. Für das Team von Trainer Martin Saul steht in der letzten Heimpartie der Hauptrunde das Duell gegen den TuS Königsdorf an. Und am Sonntag (17 Uhr) zwei weitere Punkte mit in die Abstiegsrunde zu nehmen, könnte daher von großer Bedeutung für den weiteren Saisonverlauf sein.

HSG Kleenheim-Langgöns - TuS Königsdorf (Sonntag, 17 Uhr): »Logischerweise ist momentan davon auszugehen, dass Königsdorf zusammen mit uns in die Abstiegsrunde gehen muss. Daher ist es im Prinzip schon eine sehr wichtige Partie für uns. Im Hinspiel haben wir gezeigt, dass wir sicherlich eine Chance gegen den TuS haben, damals haben wir gepunktet. Allerdings haben sich die Voraussetzungen natürlich extrem verschoben«, so SGK-Coach Martin Saul, der wohl auf zahlreiche Spielerinnen seines Stammkaders wird verzichten müssen. »Nach aktuellem Stand weiß ich noch nicht, wer momentan für das Spiel am Sonntag zur Verfügung stehen wird, sodass Königsdorf sicherlich der Favorit ist!«

Denn natürlich wissen auch die Königsdorfer Damen, die aktuell 13 Pluspunkte und damit drei mehr aufweisen als die Kleebachtalerinnern, um die Bedeutung der Partie in der Weidig-Sporthalle. Im Hinspiel Mitte Januar sicherte Lisa-Marie Kiethe ihrem Team mit dem 22:22-Ausgleich in der Schlussminute einen wichtigen Punkt.

Im Vergleich zur Vorwochenpartie beim 1. FC Köln 01/07 kehren immerhin Selina Lotz und Meileen Schäfer, die mit einem Zweitspielrecht für die HSG Hungen/Lich ausgestattet sind, in den Kader zurück. Die Ausfallliste bleibt dennoch lang.

Bayer Leverkusen II - HSG Lumdatal (Sonntag, 16 Uhr):

Zum letzten Auswärtsspiel der Drittliga-Hauptrunde machen sich die Frauen der HSG Lumdatal am Sonntagnachmittag auf den Weg ins Rheinland. Und nach dem tollen 30:25-Erfolg gegen den TB Wülfrath auch sicherlich mit gestiegenem Selbstvertrauen, was das Team von Trainer Marcel Köhler aber auch gut wird gebrauchen können. Schließlich tritt der heimische Vertreter nicht nur beim Tabellendritten an, sondern bei einem Team, dem jüngst ein besonderer Coup gelungen ist.

»Das wird für uns natürlich eine verdammt schwere Aufgabe für uns. Für mich verfügt Leverkusen über die individuell stärkste Mannschaft der Liga oder ist zumindest auf einem Niveau mit Mainz-Bretzenheim anzusiedeln, die aber wesentlich eingespielter sind. Bayer 04 hat eine extrem junge Mannschaft mit erstklassig ausgebildeten Spielerinnen, die richtig stark im Eins-gegen-Eins sind. Mit Viola Leuchter haben sie zudem eine überragende Spielerin in ihren Reihen, die auch mal aus zehn Metern werfen kann«, hat der HSG-Coach eine extrem hohe Meinung vom kommenden Gegner.

Was nicht von ungefähr kommt, denn jüngst gelang Leverkusen ein ganz besonderer Coup. 17 Siege aus 17 Partien hatte Tabellenführer SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim nämlich aufzuweisen, bis der TSV am vergangenen Samstag in der IGS-Sporthalle gastierte und dem Primus mit einem 23:22-Sieg die makellose Bilanz versaute. Dass Viola Leuchter dabei in der Schlusssekunde der Siegtreffer gelang, kommt zudem nicht von ungefähr, denn die junge Linkshänderin führt die Torjägerliste der Staffel mit 154 Toren und klarem Abstand an.

»Für uns wird es vor allen Dingen darauf ankommen, dass wir eine gute Deckung auf das Feld bekommen, damit wir auch in unser Tempospiel und möglichst zu leichten Toren kommen«, führt Köhler aus.

Der Coach selbst steht aus beruflichen Gründen nicht dabei sein können, sodass Philipp Totev die Cheftrainer-Rolle einnehmen wird. Neben Leona Parma, die wegen einer Fußverletzung fehlt, sind aber noch mehrere Lumdataler Spielerinnen fraglich.

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