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Klein-Linden kommt immer besser in Fahrt

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Mit viel Tempo zieht die Klein-Lindenerin Susanne Seelbach (r.) ihrer Gegenspielerin davon. Foto: Friedrich © Friedrich

Gießen (woo). Mit einem 3:1-Sieg gegen die TSG Lütter hat Aufsteiger TSV Klein-Linden seine Konkurrenzfähigkeit in der Fußball-Hessenliga der Frauen unter Beweis gestellt. Es war der zweite Erfolg im vierten Spiel. Platz drei ist der Lohn. Zwei Etagen tiefer hat die SG Reiskirchen/Saasen den Kontakt zur Gruppenliga-Spitze verloren. Schuld daran war eine 0:

2-Niederlage im Spitzenspiel gegen Blau-Gelb Marburg II. Die Konsequenz: Rang fünf. Es war bereits die zweite Schlappe im vierten Spiel.

TSV Klein-Linden - TSG Lütter 3:1 (2:0): Anfangs sorgte die TSG mit ihren langen Bällen auf die schnellen Außenspielerinnen für Gefahr. Nach einem Freistoß segelte ein Kopfball nur knapp am Tor vorbei. In der 10. Minute setzte Laura Wickert bei ihrem Startelfdebüt den ersten Warnschuss in Form eines Lattentreffers ab. Danach kam Klein-Linden deutlich besser ins Spiel. Als Sophia Olt nicht angegriffen wurde, fasste sie sich ein Herz und zog aus knapp 30 Metern ab: 1:0 (25.). Nach einer Ecke köpfte Juliette Wismar an die Latte, den Abpraller setzte Janina Thür aus fünf Metern Entfernung zum 2:0 in die Maschen (37.).

Nach der Pause spielte das Wetter verrückt. Mit einsetzendem Hagel unterbrach Schiedsrichter Yannick Schweitzer die Partie für 20 Minuten. Das tat dem Spielrhythmus des TSV nicht gut. Nach Wiederanpfiff übernahm Lütter das Kommando. Kurz nachdem Laura Wickert aus einer vielversprechenden Situation als vermeintlich abseits zurückgepfiffen wurde, verkürzte der Gast per Handelfmeter auf 2:1. Das 3:1 durch Juliette Wismar (78.) brach dann aber den Lütterer Sturmlauf. Es fiel auf kuriose Weise. Eigentlich wollte Wismar aus einen langen Ball auf Wickert schlagen. Doch das Leder sprang zwischen der herauslaufenden Torfrau und der heranstürmenden Angreiferin auf und über die Keeperin hinweg ins Tor.

TSV-Trainerin Janin Hocker lobte die Mentalität ihrer Mannschaft, die leidenschaftlich verteidigte.

SG Reiskirchen/Saasen - SF/BG Marburg II 0:2 (0:2): Die Gastgeberinnen hatten einen rabenschwarzen Tag erwischt. Aus dem Spiel heraus gelang ihnen kein einziger Schuss aufs Tor. Bei den beiden Gegentreffern durch Johanna Evers (38.) und Celine Steglitz (41.) machte Keeperin Jule Wegener keine gute Figur.

»Wir hatten uns so viel vorgenommen, aber nichts davon umgesetzt«, sagte Trainer Jan Becke. »Uns fehlt einfach eine Stürmerin, die auch trifft.«

Zu allem Überfluss hat sich Eileen Cahn auch noch verletzt. Eine Diagnose steht zwar noch aus, aber Becke befürchtet eine Kapselverletzung und damit einen längeren Ausfall seiner Spielerin.

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