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Kleiner Fehler kostet »Rote Teufel« einen möglichen Sieg

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Der Treffer von Jordan Hickmott ist zu wenig. Ins zweite Duell mit den Kassel Huskies geht der EC Bad Nauheim mit einer ersten Hypothek. © chuc

Die Eishockey-Cracks des EC Bad Nauheim unterliegen im ersten Playoff-Duell bei den Kassel Huskies knapp nach Overtime. Vor dem zweiten Match stehen die »Roten Teufel« bereits unter Druck.

Bad Nauheim (wbe). Die Kassel Huskies haben im Playoff-Viertelfinale der DEL 2 vorgelegt. Zum Auftakt der Serie gegen den EC Bad Nauheim feierten die Nordhessen im eigenen Stadion vor 2626 Zuschauern einen knappen 2:1 (1:1, 0:0, 0:0, 1:0)-Erfolg in der Overtime.

»Es war ein richtig gutes Eishockeyspiel, in dem beide Teams mit starken Defensivleistungen, aber offenem Visier den Erfolg suchten. Am Ende war es ein kleiner Fehler, der die Partie entschieden hat«, meint Bad Nauheims Headcoach Harry Lange.

Die Begegnung begann mit einem Dämpfer für die Gäste aus der Wetterau. Gleich die erste Zeitstrafe für Tristan Keck führte zur Führung der Nordhessen durch Jake Weidner (4.). Geschockt waren die Bad Nauheimer allerdings nicht. Taylor Vause, Fabian Herrmann und Tristan Keck prüften Kassels Schlussmann Jerry Kuhn, der allerdings glänzend parierte. Kurz vor Drittelende war aber auch er geschlagen, als Jordan Hickmott nach Pass von Andrej Bires den Ausgleich markierte.

Im zweiten Abschnitt wurde mit hohem Tempo gespielt und die Chancen häuften sich. Allein Mitch Wahl für Kassel als auch Mick Köhler für Bad Nauheim trafen jeweils nur das Gestänge. Auch ohne Tore boten beide Teams nicht zuletzt aufgrund ihrer Intensität hochklassiges Eishockey.

Im letzten Drittel standen beide Torhüter weiter im Mittelpunkt des Interesses. Erst verhinderte Felix Bick mit einem »big save« gegen Mitch Wahl den fast sicheren Rückstand, dann war auf der anderen Seite Tristan Keck wieder enteilt, aber einmal mehr war Jerry Kuhn die Endstation. Knapp zwei Minuten vor dem Ende geriet Bad Nauheim noch einmal in Unterzahl, doch auch diese kritische Situation überstanden die Roten Teufel dank ihres leidenschaftlichen Einsatzes mit Bravour.

In der Overtime hätte Jamie MacQueen für die Huskies bereits alles klar machen müssen, doch blieb es Oliver Granz für Kassel vorbehalten, mit einem Schuss an Freund und Feind vorbei die Entscheidung herbeizuführen.

Runde zwei schon heute Abend

Langes Analysieren über das Auftakt-Match kann es bei beiden Vereinen nicht geben, denn bereits am heutigen Freitag um 20 Uhr stehen sich beide Clubs im Bad Nauheimer Colonel-Knight-Stadion erneut gegenüber. Das dritte Aufeinandertreffen findet dann schon am Sonntag um 14.30 Uhr in Kassel statt.

»Wir werden in unserem Spiel nicht viel verändern«, so Harry Lange, der mit dem Auftritt seines Teams in Kassel hochzufrieden war. »Vielleicht gelingt es uns, noch mehr Tempo in unsere Angriffe zu bringen. Wir wollen die Huskies auf eigenem Eis gehörig unter Druck setzen, dürfen allerdings nicht in deren gefährliche Konter laufen«, setzt Lange weiter auf den Faktor Geschwindigkeit, auch weil er läuferische Vorteile bei seiner Mannschaft sieht.

In personeller Hinsicht wird es bei den Kontingentspielern wohl keine Veränderungen geben. Der jüngst verpflichtete kanadische Verteidiger Joel Messner muss also weiter pausieren. »Ich kann die Abwehr nach dieser starken Vorstellung in Kassel nicht verändern«, sagt Lange, der zudem einen weiteren Aktivposten für die Defensive bekommt: Huba Sekesi steht nach überstandener Krankheit wieder im EC-Kader.

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