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»Kleiner Petko« als Retter

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Von: Albert Mehl

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HSGWetzlar25Jahreerstklassi © Red

Wetzlar. Wer sich oberflächlich mit der Bundesliga-Geschichte der HSG Wetzlar befasst, könnte meinen, dass diese nur aus zwei Trainern bestanden hat. Einmal Velimir Petkovic, der nach dem Aufstieg 1998 bis 2004 den Grundstock für die weitere Erstliga-Zugehörigkeit legte, und dann Kai Wandschneider, der in den Jahren von 2012 bis 2021 für besondere Glanzpunkte sorgte.

Es ist erstaunlich, wie viele Übungsleiter neben diese beiden Konstanten auf der Trainerbank die sportlichen Geschicke der Grün-Weißen leiteten. Etwa Dragan Markovic.

Der am 11. Oktober 1969 in Banja Luka geborene (und nach seinem Engagement weiterhin in Wetzlar lebende) ehemalige Spielmacher hatte vom Oktober 2005 an als Nachfolger des nur kurz bei der HSG wirkenden Martin Schwalb das Sagen. Zuvor war er beim TV Willstätt als Trainer tätig gewesen. Markovic musste schon nach einem Jahr wieder gehen und hat seitdem etliche Mannschaften trainiert, unter anderem das Nationalteam seines Heimatlands Bosnien Herzegowina. Die Beziehung zu den Wetzlarer Handballern hat den mittlerweile 53-Jährigen nicht losgelassen. Immer wieder ist er bei Heimspielen der HSG in der Buderus-Arena anzutreffen.

Wie kam es zu Ihrem Engagement bei der HSG? Wer hat Sie verpflichtet?

Das war sehr mutig von Rainer Dotzauer, mich zu verpflichten nach dem Weggang von Martin Schwalb. Ich war damals der jüngste Bundesligatrainer, nachdem ich beim TV Willstätt schon Co-Trainer und Trainer gewesen war. Dotzauer hat mich damals den »kleinen Petko« genannt. Das war wirklich sehr mutig von ihm.

Was war das größte Negativerlebnis in Ihrer Zeit bei der HSG?

Ich war damals beleidigt, als ich entlassen wurde und keine Chance hatte, den erneuten Klassenerhalt mit der Mannschaft zu schaffen. Wir hatten damals viele Verletzte und waren in einer sehr schwierigen Situation.

Worüber haben Sie sich am meisten gefreut in dieser Zeit?

In der ersten Saison habe ich damals Wetzlar gerettet und zum Klassenerhalt geführt. In meiner Zeit haben sich viele Spieler zu Nationalspielern entwickelt, vor allem Lars Kaufmann. Er war schon bei Martin Schwalb da, hat dann aber eine enorme Entwicklung genommen. Aber auch andere Spieler.

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Dragan Markovic © Red

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