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Kontinuität auf die Trainerbank

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Dutenhofen (flo). Als das Bulletin der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen am Sonntagabend um exakt 18.30 Uhr in die Postfächer lokaler und überregionaler Medien flatterte, da war Axel Spandau, immerhin die maßgebliche Person der Verlautbarung, mit ganz anderen Dingen befasst.

Die knappe 20:21-Niederlage mit der HSG Wettenberg in Bruchköbel war da erst wenige Minuten alt. Seit Sonntag also ist klar, dass Spandau bei seinem Noch-Club auf Abschiedstour ist und in der nächsten Saison die Drittliga-Handballer aus Dutenhofen und Münchholzhausen trainieren wird.

Drei Kandidaten hatten es in die engere Auswahl bei den Grün-Weißen geschafft. Das Rennen machte schließlich A-Lizenz-Inhaber Spandau. »Auf der Suche nach einem Cheftrainer für die Zukunft haben wir ein klares Anforderungsprofil erstellt und sind zu dem Entschluss gekommen, dass Axel Spandau der Richtige für diese wichtige Position ist«, formulierte der Sportliche Leiter Andreas Klimpke, der zurzeit obendrein als Interimscoach fungiert.

Heißt konkret? »Wir haben immer wieder junge Spieler, die wir in Zusammenarbeit mit der HSG Wetzlar weiterentwickeln wollen. Gleichzeitig möchten wir gerne auch weiterhin in der 3. Liga spielen. Diese Mischung, die Klasse zu halten und junge Spieler für höhere Aufgaben zu entwickeln, muss es sein. Wir glauben, dass Axel dieses Profil erfüllt«, erklärte Klimpke.

Der Blick auf Spandaus Vita als Übungsleiter stützt diese These. Der Routinier kennt das Geschäft aus sämtlichen Perspektiven. Er hat bei der U 23 des TV Hüttenberg, der HSG VfR/Eintracht Wiesbaden sowie nun sechs Jahre bei der HSG Wettenberg in der Oberliga gearbeitet. Er kennt als einstiger Chefcoach des Zweitligisten TV Hüttenberg und früherer Assistent bei der HSG Wetzlar den Profiberitt. Und er hat bei beiden Clubs obendrein in der jeweiligen A-Jugend Nachwuchsförderung betrieben.

Auch in Wettenberg hatte der Inhaber eines Sport- und Gesundheitsstudios immer wieder junge Spieler herangeführt und integriert. Leicht - daraus macht Spandau keinen Hehl - fällt ihm der Abschied nach sechs Jahren nicht. »Mit dem einen oder anderen Spieler hat sich ein fast schon freundschaftliches Verhältnis aufgebaut, ich habe mit vielen Menschen eine gute Verbindung.« Aber: »Ich wollte noch einmal eine neue Herausforderung annehmen. Wenn man so eine Möglichkeit bekommt, eine junge Mannschaft in der 3. Liga zu trainieren, ist der Reiz groß. Wenn ich diesen Ehrgeiz nicht mehr hätte, hätte ich das nicht mehr gemacht.«

Sein neuer Club setzt freilich auch darauf, dass mit Spandau endlich Ruhe an der Seitenlinie einkehrt. Die laufende Saison war arg turbulent, es herrschte ein Kommen und Gehen auf der Trainerposition. Vorstandsmitglied Martin Weber, der gemeinsam mit Klimpke für die Trainerfindung verantwortlich war, betonte deshalb, »dass wir nach einer gewissen Phase der Unstetigkeit auf der Trainerbank auf Kontinuität setzen und mit Axel Spandau einen ausgewiesenen Fachmann aus der Region verpflichten konnten«.

Gemeinsam mit Spandau werden die Grün-Weißen nun die weiteren Planungen konkretisieren, sei es hinsichtlich Co-Trainer oder des spielenden Personals. Sämtliche Planspiele sind dabei auf die 3. Liga ausgerichtet. »Egal, ob auf direktem Wege oder über die Abstiegsrunde: Wir haben genug Qualität«, so Klimpke. Spandau sagte: »Wir werden uns zusammensetzen und über die Planungen reden. Aber im Moment bin ich noch Trainer der HSG Wettenberg. Ob Playoff- oder Playdownrunde, wir wollen das auf jeden Fall erfolgreich bestreiten.«

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