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Kräfte mobilisieren

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Hüttenberg (niha). Weihnachtszeit, Besinnlichkeit, Entschleunigung. Dieser Dreiklang, der die letzte Etappe des Jahres für die meisten Menschen prägt, gilt für die Welt des Berufshandballs nur bedingt. So auch für Zweitligist TV Hüttenberg, der am zweiten Weihnachtsfeiertag TuSEM Essen zum letzten Heimspiel dieses Kalenderjahres empfängt.

TV Hüttenberg - TuSEM Essen (Montag, 17 Uhr)

Zwar werden die Hüttenberger die Feierlichkeiten der schönsten Zeit des Jahres zwar im Kreise ihrer Familien verbringen können, allerdings liegt der Fokus für die Blau-Weiß-Roten ab dem 25. Dezember dann wiederum darauf, das Team aus dem Stadtteil Essener Margarethenhöhe zu schlagen. Zu diesem Zweck hatte TVH-Trainer Johannes Wohlrab seinem Team nach der deutlichen 19:34-Niederlage beim VfL Lübeck-Schwartau erst einmal zwei Tage frei gegeben, um die Akkus wieder aufladen zu lassen. »Am Ende einer englischen Woche und nach dieser Belastung in der letzten Zeit war das einfach notwendig. Jetzt verlange ich noch einmal volle Konzentration in den letzten drei Trainingseinheiten des Jahres, um gegen Essen das Maximum herauszuholen. Wir haben seit ewiger Zeit an Weihnachten mal wieder ein Heimspiel und wollen unseren Zuschauern ein schönes Geschenk machen«, so der 36-Jährige.

Vor allem geht es für den TVH jedoch darum, die Scharte des Lübeck-Auftritts wieder auszuwetzen. Hier möchte Wohlrab eine Reaktion seines Teams sehen, das in den Wochen und Monaten zuvor auswärts stets geglänzt und die gastgebende Konkurrenz mit fünf Siegen aus sieben Spielen das Fürchten gelehrt hatte.

»Natürlich kannst Du auswärts verlieren, gerade zu diesem Zeitpunkt der Saison, aber nicht in dieser Deutlichkeit. In der zweiten Halbzeit waren wir mehr mit den Schiedsrichtern als mit uns beschäftigt, das geht nicht. Jetzt müssen wir wieder ein anderes Gesicht zeigen«, stellt Wohlrab klar, »am Besten das, mit dem wir vorher drei Mal in Folge gewonnen hatten.«

Kirschner verlängert

Allerdings ist der TuSEM alles andere als Laufkundschaft, obgleich die Rot-Weißen aktuell einen eher enttäuschenden neunten Platz belegen. Der Kader, den Trainer Michael Hegemann beisammen hat, hält jedenfalls auch höheren Ambitionen stand. »Essen ist richtig gut besetzt und spielt einen brutal schnellen Handball. Wir müssen es schaffen, uns nach eigenen Abschlüssen extrem schnell zurückzuziehen und durch Stoppfouls oder im besten Fall durch Ballgewinne diese Stafetten zu unterbrechen«, gibt Wohlrab ein klares taktisches Konzept vor. Weniger deutlich stellt sich indes noch die Hüttenberger Personalsituation dar. Angesichts von grassierenden Infekten und muskulärem Zwicken hier und da ist ein genaues Festzurren des Aufgebots noch nicht möglich.

Mit dabei sein wird hingegen Tristan Kirschner - und dies auch noch länger. Der Rechtsaußen verlängerte vorzeitig seinen Vertrag bis Sommer 2025. »

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