Kraftpaket Kromm bei "Ninja Warrior Germany"

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GELNHAAR - Kommt der nächste "Ninja Warrior" aus Gelnhaar? Möglich wär's. Jan Kromm nimmt nämlich an der sechsten Staffel der RTL-Fernsehshow "Ninja Warrior Germany" teil.

Ob Schwimmen, Speedskating, Ganzkörperkrafttraining mit Gewichten oder Wandern - der 30-Jährige treibt täglich zwei Stunden Sport. Sieben Tage pro Woche. Sollte Kromm ausnahmsweise mal eine Sport-Pause einlegen, "gehe ich in die Sauna oder mache Yoga".

Normalerweise spielt er auch noch Fußball. Und das nicht schlecht. Kromm erlebte schon einiges, kickte in der Jugend für den SC Borussia Fulda, feierte im Seniorenbereich die Gruppenliga-Meisterschaft mit dem SV Somborn und spielte unter anderem Verbandsliga für den FC Hanau 93, TSV Grebenhain sowie FC Bayern Alzenau. "Aktuell spielt mein Körper leider nicht mit. Nach jedem Training schmerzt das Knie", bedauert der Offensivakteur, dessen Pass aktuell beim Büdinger Kreisoberligisten VfR Wenings liegt.

Spektakuläre Show

Deshalb suchte Kromm eine neue Herausforderung, fand sie bei "Ninja Warrior Germany" und nahm am RTL-Format mit dem wohl spektakulärsten Hindernis-Parcours der Welt teil. Die von Frank "Buschi" Buschmann, Jan Köppen und Laura Wontorra moderierte und kommentierte Sportshow fordert den teilnehmenden Athleten alles ab. Ob das Cargo-Netz mit Rad, die Drehscheibe, die Himmelsleiter, die schwebenden Keile, die Sprungfedern oder die Megawand - an den Hindernissen, die von Sendung zu Sendung variieren, sind Kraft, Kondition, Geschicklichkeit und Nervenstärke gefragt. Der Beste bekommt auf jeden Fall 25 000 Euro und hat am Ende sogar die Chance auf 300 000 Euro.

Kromm versuchte sein Glück in der vor zwei Wochen im Fernsehen gestarteten sechsten Staffel. "Meine Kunden haben mich dazu überredet", sagt der Personaltrainer und Ernährungsberater, der "gerne andere Leute fit macht". Bei "Ninja Warrior Germany" musste Kromm nun zeigen, was in seinem eigenen Körper steckt.

Das Bewerbungsvideo hat die Macher der Sendung schon einmal überzeugt. "Das obligatorische Casting fiel wegen Corona aus. Deshalb musste ich im Frühjahr einen Beitrag zusammenstellen, in dem ich trainiere, einen Parcours absolviere und etwas über mich erzähle", berichtet er. Ende Juni zeigte der 30-Jährige schließlich sein Können vor laufenden Kameras. Die Vorrundenshow mit ihm wird am kommenden Freitag, 29. Oktober, ab 20.15 Uhr auf RTL ausgestrahlt.

In Staffel sechs sind insgesamt rund 280 Athleten - aufgeteilt auf sieben Vorrunden-Gruppen - mit von der Partie. Sollte Kromm seine Vorrunde überstehen, dieses Jahr kommen jeweils zwölf Athleten sowie immer die beiden stärksten Frauen weiter, folgen Halbfinale und Finale vor einem Millionenpublikum. 3,56 Millionen TV-Zuschauer verfolgten im vergangenen Jahr die knapp dreistündige Abschluss-Ausgabe. Diesmal sind die finalen Folgen für Dezember geplant.

200 Klimmzüge pro Tag

In der Vorbereitungsphase auf seinen Auftritt trainierte der 1,78 Meter große und 80 Kilogramm schwere Athlet wie ein Wahnsinniger. Ausdauer und Stärke hatte er bereits. 200 Klimmzüge pro Tag, 100 Kilogramm Bankdrücken oder ein Zehn-Kilometer-Lauf in 45 Minuten - für Kromm kein Problem. "Vielmehr musste ich in verschiedenen Parcours- und Boulderhallen Schwingbewegungen und Griffkraft trainieren, um die Hindernisse bewältigen zu können" berichtet Kromm, der sich auch Tipps bei Mitstreitern holte. "Ich trainierte zwar meistens alleine, war aber in einer Ninja-Warrior-Gemeinschaft, die sich regelmäßig per Chat austauschte."

Obwohl sein Terminkalender prall gefüllt ist, der Personaltrainer arbeitet noch als Masseur, medizinischer Bademeister, Rettungsschwimmer, gibt im "Injoy Büdingen" Rehasport- sowie Behindertensportkurse und bastelt zudem gerade an einem Businessplan für ein Fit-Food-Restaurant, will er auf jeden Fall beim "Ninja-Sport" bleiben. Aktuell trainiere er zweimal pro Woche mit einem Kumpel in diversen Parcourshallen.

Wie seine RTL-Premiere endete, darf das Kraftpaket aus Gelnhaar natürlich (noch) nicht verraten. Vor seinem Auftritt betonte er, dass der Spaß im Vordergrund stehe. "Wobei", so Kromm, "ich den ersten Parcours gerne überstehen und dann auf den Ziel-Buzzer drücken würde." Er sagte aber auch: "Du kannst noch so gut vorbereitet sein. Der kleinste Fehler kann das Aus bedeuten." Denn: Scheitert ein Teilnehmer an einem Hindernis, gibt es für ihn keinen zweiten Versuch. "Man darf aber auch nicht zu langsam sein, falls viele den Parcours erfolgreich absolvieren und am Ende die Zeit über das Weiterkommen entscheidet", weiß Kromm.

Die Auflösung gibt es am Freitag. Ab 20.15 Uhr wird es für den Ninja-Warrior-Anwärter aus Gelnhaar ernst.

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