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Kranz zieht den Stecker

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Die einen jubeln, die anderen ziehen lange Gesichter: Während der FC Cleeberg drei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg einfährt, bleibt der FC Gießen II das Verbandsliga-Schlusslicht. © Bär

Gießen (cdi). Vier Punkte trennten den FC Gießen II und den FC Cleeberg vor der Partie in der Fußball-Verbandsliga Mitte. Durch den 3:1-Auswärtserfolg sind es nun mehr satte sieben Zähler, die das rettende Ufer von der Gießener Reserve trennt.

FC Gießen II - FC Cleeberg 1:3

80 Zuschauer erwarteten mit Spannung die Partie, die auf dem Rasenplatz an der Watzenborner Neumühle über die Bühne ging. Man wollte sich davon überzeugen, ob nach der ersten Mannschaft in der Regionalliga auch die Zweitvertretung immer mehr Richtung Abstieg trudeln würde. Und so begann die erste Halbzeit mit einer Chance für die in der Tabelle besser positionierten Gäste. Sebastian Greb (8.) fasste sich aus 16 Metern ein Herz und knallte das Spielgerät an den Querbalken des von Vitali Ceavdari gehüteten Gießener Tores. »Es war sehr kampfbetont. Und wir waren eigentlich besser als der Gegner«, fasst FCG-Trainer Thomas Turgut die Anfangsphase aus seiner Sicht zusammen. Trotzdem dauerte es bis kurz vor den Pausenpfiff, dass die Gießener zum ersten Mal gefährlich das Cleeberger Tor angriffen. Dennis Lepper (42.) lief alleine auf Schlussmann Kevin Misgaiski zu. Der aber versperrte dem Gastgeber den Weg, sodass Lepper die Kugel am Gästekasten vorbeilegte. Dann pfiff Schiedsrichter Emil Schwarz aus Bruchköbel auch schon zur Halbzeitpause.

Nach 45 Minuten war also noch kein Sieger in diesem Abstiegsduell zu erkennen. Etwa zehn Minuten waren im zweiten Durchgang absolviert, als sich die im Hinspiel noch klar unterlegenen Gäste mit einem Doppelpass durch die Gießener Reihen tankten und ein Schuss aus 18 Metern von Greb (55.) sich im Kasten des Tabellenletzten wiederfand. Die Führung schien jetzt den Cleebergern Aufwind zu geben. Nach etwas mehr als einer Stunde bugsierte ein Gießener den Ball bei einem Angriff der Gäste über die eigene Grundlinie. Der folgende Eckball landete genau auf dem Kopf von Greb (67.), der mit seinem zweiten Streich den FCG nun immer mehr in Bedrängnis brachte. Doch die Gießener, bei denen einige Akteure sowohl am Samstag als auch am vergangenen Dienstag noch im Regionalliga-Kader standen, wollten diesen Rückstand nicht auf sich sitzen lassen. Gabriel Birol hatte das Auge für Matheus de Moura Beal (72.), der nach schließlich sowohl einen Abwehrmann stehen ließ als auch Misgaiski im Cleeberger Tor verlud und den Ball zum 1:2 in die Ecke schob.

In der Folge stand das Spiel »Spitz auf Knopf« und es wurde etwas hektischer auf dem Platz. Dennoch blieb die Partie immer fair. Die Gastgeber hätten genauso gut den Ausgleich erzielen, wie die Cleeberger die Entscheidung herbeiführen können. Letzteres war dann gegen Ende der Partie auch der Fall. Bedanken kann sich die Truppe von FCC-Coach Daniel Schäfer letztendlich bei Simon Kranz, der mit einem trockenen Schuss in die Ecke den Auswärtssieg klarmachte.

»Es war heute ein hartes aber faires Spiel gegen Cleeberg. Ein Unentschieden, und damit ein Punkt für uns, wäre aber gerecht gewesen«. bilanzierte Turgut nach Abpfiff.

FC Gießen II: Ceavdari - Birol, Pektas, Sevim, Lepper, de Moura Beal, Mazitov, Schwabe, Daigo Hiromoto, Erdem, Toki Hiromoto.

FC Cleeberg: Misgaiski - Bause, Riedel, Weidner, Trivilino, Huisgen, Kranz, Greb, Umsonst, Berledt, Rosenkranz.

Tore: 0:1 Greb (55.), 0:2 Greb (67.), 1:2 De Moura Beal (72.), 1:3 Kranz (90.). - Schiedsrichter: Schwarz (Bruchköbel) - Zuschauer: 70.

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