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Kühlen Kopf bewahren

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Von: Nico Hartung

Hüttenberg. Drei Pflichtspielniederlagen hat der TV Hüttenberg zuletzt einstecken müssen. Die Chancen, diese kleine Negativserie am Wochenende zu durchbrechen, sind - zumindest suggeriert dies der Blick auf die Tabelle - nicht wirklich groß. Schließlich gastiert der TVH am Freitagabend (Anwurf: 19.30 Uhr) beim Tabellenzweiten ThSV Eisenach in der Werner-Assmann-Halle.

ThSV Eisenbach - TV Hüttenberg (Heute, 19.30 Uhr)

26:33 gegen die SG BBM Bietigheim, 29:37 gegen den TuS N-Lübbecke, zudem noch das 26:31-Zweitrunden-Aus im DHB Pokal, abermals in Bietigheim. Die jüngsten Niederlagen der Hüttenberger waren schmerzhaft und vor allem jeweils deutlich. Zurückzuführen sind die Ergebnisse auch auf die angespannte Personalsituation beim Tabellenelften. Phasenweise fielen TVH-Trainer Johannes Wohlrab gleich sechs Spieler und damit die Hälfte seines Rückraums aus. Kapitän Timm Schneider (Aufbautraining nach Knieoperation) und Nachwuchsspielmacher Paul Kompenhans (Mittelfußbruch) fallen noch auf unbestimmte Zeit aus und werden folglich auch für die Eisenach-Partie noch keine Rolle in Wohlrabs Planungen spielen. Bereits gegen Nettelstedt in den Kader zurückgekehrt, wenn auch nach einem grippalen Infekt noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte, waren Jannik Hofmann und Moritz Zörb. Bei Joel Ribeiro (Fußprobleme) und Hendrik Schreiber (Knieschmerzen) besteht zumindest die Hoffnung, dass sie am Fuße der Wartburg für ein paar Minuten in die Bresche springen können.

Unabhängig davon, wen Wohlrab aus seinem Lazarett noch nominieren kann: Die Hüttenberger reisen als klarer Außenseiter nach Thüringen, wie ihr Trainer betont. »In Eisenach sieht man, was es ausmachen kann, wenn der Kader aus dem Vorjahr komplett gehalten werden und noch punktuell ergänzt werden kann. Sie haben mit Erik Töpfer noch einen hervorragenden Torhüter verpflichten können, insgesamt sind sie eine Topmannschaft«, weiß Wohlrab, für den der aktuelle Eisenacher Lauf daher keine große Überraschung darstellt. Sieben Mal haben die Blau-Weißen zuletzt in Folge gewinnen können, seit anderthalb Monaten hat die Sieben des Schweizer Trainers Misha Kaufmann keinen Punkt mehr abgegeben. Einzig zwei Pflichtspielpleiten musste der ThSV bislang einstecken: Zum einen das hauchdünne 26:27 zum Saisonauftakt gegen den TV Großwallstadt, zum anderen das ebenfalls hart umkämpfte 39:40-Erstrunden-Aus im DHB-Pokal. Gegner an jenem 27. August: Der TV Hüttenberg!

»Wir haben im Pokal gezeigt, dass wir an einem guten Tag jeden Gegner besiegen können, das war eine epische Schlacht mit zweifacher Verlängerung«, erinnert sich Wohlrab, der angesichts der jüngsten Ergebnisse jedoch ein klar verändertes Auftreten von seinem Team fordert: »Wir brauchen ganz klar eine Steigerung in der Abwehr und insbesondere viel mehr Kompaktheit. Wir müssen mehr Eins-gegen-eins-Duelle gewinnen und zeigen, dass wir nicht so löchrig sind wie noch gegen Lübbecke.« Zudem, so der 36-Jährige, bedürfe es im Angriff einer deutlich verbesserten Chancenverwertung, um sich gegen die Eisenacher 5:1-Deckung überhaupt eine Möglichkeit für einen Punktgewinn zu erspielen.

»Sehr belastend«

Das wohl Wichtigste, was Wohlrab seinen Schützlingen mit auf den Weg geben kann, sind jedoch keine taktischen Handlungsmuster, sondern die Ruhe, um nicht in Aktionismus zu verfallen. »Wir dürfen jetzt nicht die Nerven verlieren, sondern müssen vernünftig weiterarbeiten, das ist in solch einer Phase extrem wichtig. Die nächsten Tage werden sehr belastend für uns.«

Denn nach dem Kräftemessen in Eisenach wartet schon am Mittwoch das »Muss-Spiel« zuhause gegen die noch sieglose HSG Konstanz, ehe man am nächsten Wochenende beim HSC Coburg und dem TVH-Ex-Trainer Jan Gorr gastieren wird.

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