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»Kühlen Kopf bewahren«

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Im Derby gefordert: Die Kleenheimer (von links) Christiane Bork, Martin Saul und Dominik Conrad. Foto: Bär © Bär

Gießen (mol). Mit Spannung erwartet wird bei vielen heimischen Handballfans sicherlich das Aufeinandertreffen von Tabellenführer TSG Leihgestern und dem Zweiten HSG Kleenheim-Langgöns in der Frauenhandball-Oberliga am Samstagabend (19.30 Uhr, Stadthalle Linden). Wir haben uns mit SGK-Trainer Martin Saul über die bisherige Saison seines Teams und natürlich über das Spitzenspiel am Wochenende unterhalten.

Sieben Spiele, sechs Siege, Tabellenplatz zwei - wie zufrieden sind Sie mit der bisherigen Saison und der Entwicklung Ihrer jungen Mannschaft?

Mit der Entwicklung bin ich wirklich sehr zufrieden. Nach den Abgängen von vier wichtigen Spielerinnen im Sommer hatten viele ja vermutet, dass wir nach unten durchgereicht werden. Aber seit einem Testspiel im Mainz im August geht es wirklich stetig bergauf. Wir schaffen es bislang auch hervorragend, unser Tempospiel durchzuziehen. Die letzten Wochen waren aufgrund der Erkältungszeit ein wenig schwierig, aber auch da sind wir gut durchgekommen.

Ihre Torhüterin Madeleine Buhlmann fällt mit einem Mittelhandbruch noch geraume Zeit aus. Erwarten Sie Probleme auf dieser Position oder konnten Sie vielleicht kurzfristig Ersatz finden? Und wie lief die Trainingswoche vor der Partie am Samstag?

Nein, wir konnten leider keinen Ersatz finden, obwohl wir wirklich jeden Stein umgedreht haben. Spielerinnen, bei denen ein Doppelspielrecht sinnvoll gewesen wäre, hatten in ihrem Verein bereits bei den Aktiven gespielt. Spielerinnen, die reaktiviert hätten werden müssen, hatten entweder an den entsprechenden Wochenenden keine Zeit oder waren selbst noch verletzt. Generell ist es auf den ersten Blick kein großes Problem, aber natürlich ein großes Risiko. Denn es kann auch beim Aufwärmen mal passieren, dass du umknickst. Du kannst auch mal einen Ball gegen den Kopf bekommen. Und dann hast du urplötzlich doch ein Problem! Die Trainingswoche war natürlich deswegen etwas gestört, da Franziska Dietz und Kira Suchantke ja derzeit bei der Polizei-Europameisterschaft in Wetzlar aktiv sind. Aber sie waren da sehr erfolgreich und wurden dort auch gefordert, daher stellt das kein Problem dar.

Am Samstag geht es zum Topspiel gegen Tabellenführer TSG Leihgestern nach Linden. Wo sehen Sie die Stärken des Gegners, und worauf wird es in diesem Spiel ankommen, wenn Ihr Team siegreich bleiben will?

Leihgestern verfügt über ein eine stabile Abwehr und besitzt ein gutes Tempo- und Kreisläuferspiel. Allerdings schaue ich eher auf uns als auf den Gegner, denn es wird vor allen Dingen wohl ein emotionales Spiel werden, da die Halle sicherlich gut gefüllt sein wird. Und da ist natürlich die Frage, wie meine junge Mannschaft damit umgeht, da das viele noch nicht erlebt haben. Da gilt es kühlen Kopf zu bewahren. Wir müssen unseren Handballstil trotzdem beibehalten und möglichst wenig Fehler machen. Es ist für uns eine echte Bewährungsprobe, aber der wollen wir uns stellen!

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