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Lambrecht und das Kollektiv

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Nicht zu stoppen: Lukas Drommershausen und die HSG Pohlheim im Oberliga-Spitzenspiel. © Schepp

Pohlheim. Den Angriffselan der Anfangsminuten als Maßstab gesetzt, so schienen die Handballer der TSG Offenbach-Bürgel bei ihrem Gastspiel in der Sporthalle Holzheim auf dem direkten Weg zum Aufstieg in die 3. Liga zu sein. Doch am Ende leuchtete ein 34:21 (13:9)-Erfolg der gastgebenden HSG Pohlheim von der Anzeigetafel. Mochte auch die Höhe des Erfolgs den Gästen und ihrem nimmermüdem Einsatz Unrecht tun, so untermauerten die Schützlinge des Trainer-Gespanns Andreas Lex/Jens Dapper ihren Anspruch als Tabellenführer der Oberliga-Aufstiegsgruppe eindrucksvoll.

HSG Pohlheim - TSG Offenbach-B. 34:21

»Am Anfang haben wir vielleicht etwas zurückhaltend gespielt«, begründete Moritz Lambrecht, der stärkste Akteur der Partie, den anfänglichen 2:4-Rückstand der Blau-Weißen durch den Treffer von Lars Kretschmann in der achten Spielminute. Doch neun Minuten später hatten die Gastgeber vor 450 Zuschauern, die dem Spitzenspiel einen passenden Rahmen gaben, beim 5:4 durch eben jenen »Mo« Lambrecht die Verhältnisse bereits zurecht gerückt. Diesen Vorsprung gaben die Pohlheimer nicht mehr aus der Hand. Beim 13:9 zum Gang in die Kabinen befand sich die HSG schon auf dem Weg zu den nächsten beiden Punkten in der Erfolgsbilanz 2022.

»Wir haben eine super Mannschaftsleistung gezeigt«, befand der ehemalige Hüttenberger Lambrecht. Und erhielt dabei Unterstützung von Trainer Andi Lex. »Das war unser Vorteil. Bei uns treffen alle. Die Ausgeglichenheit ist unsere Stärke«, meinte der HSG-Coach und hatte dabei vor allem Johannes Träger im Blick, der einen souveränen Auftritt hinlegte, als die übrigen Rückraumspieler eine Verschnaufpause benötigten. Vor allem aber war es die Defensive der Gastgeber, die Gäste-Trainer Marko Sokicic nahezu verzweifeln ließ.

Denn egal, was der Bürgeler Coach auch anordnete, selbst einen siebten Feldspieler, gegen die Abwehrreihe der Blau-Weißen fruchteten seine Maßnahmen nur ganz selten. Zumal sich auch beide Keeper der Hausherren in blendender Verfassung zeigten. So war schon in der 46. Minute beim 26:16-Zwischenstand eine Zehn-Tore-Differenz zwischen beide Teams gelegt, der nicht mehr in Gefahr geriet. Einerseits kam der Offenbacher-Vorstadtclub in der Offensive kaum noch zur Entfaltung, andererseits hatte die TSG-Abwehr immer wieder das Nachsehen.

Vor allem gegen die Kreisanspiele der Pohlheimer, wobei in erster Linie Stefan Lex ein mustergültiger Passgeber für Lambrecht war. Der Angriff habe »super diszipliniert gespielt«, sagten Trainer Lex und Kreisläufer Lambrechtn unisono.

Was in der Endabrechnung gegenüber dem Anfangselan der TSG Offenbach-Bürgel mehr als ein ebenbürtiger Faktor war. Schließlich machte die HSG Pohlheim mit dem 34:21-Heimsieg einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Dritten Liga.

Pohlheim: Wüst, Schlegel; N. Happel (4), Weisel (1), Rühl (8/4), Lex (4), Niclas, Drommershausen (1), L. Happel, Lambrecht (7), Kludt (1), J. Träger (5/1), Wagner (2), C. Träger (1).

Bürgel: Hoppenstaedt, Gezer; Hoffmann (3), Kaiser, Acic, Pjanic (1), Lehmann (1), Schlereth, Kretschmann (5), Wagenknecht (7/3), Lenort, Cohen (4), Kreckovic.

Schiedsrichter: Ekk/Walter (Trebur/Gießen). - Zuschauer: 450. - Zeitstrafen: 6:4 Minuten. - Siebenmeter: 5/5:3/3.

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