Lange gut mitgehalten

Giessen (cnf). Während die Volleyball-Oberliga-Damen des USC Gießen am Wochenende pausierten, das Spiel gegen den TuS Kriftel - für den die Partie gewertet wurde - wurde wegen positiven Corona-Fällen abgesagt, standen die Herren auf dem Parkett. In der Oberliga-Vorrunden-Gruppe 2 setzte sich das Team von Trainer Stefan Eder mit 3:1 gegen den TV Biedenkopf (3.

) durch. Damit ist die Vorrunde in den Oberligen abgeschlossen, für beide USC-Teams geht es in der Endrunde weiter.

USC Gießen - TV Biedenkopf 3:1 (25:22, 25:16, 16:25, 25:21): Die USC-Herren spielten frei auf (10:7) und hätten bei einer besserer Aufschlagquote zwischenzeitlich noch höher führen können. Die präzisen Annahmen durch Willi Worster ermöglichten einen variablen Spielaufbau, während Erkin Calisir die Gießener Mittelblocker immer wieder gut in Szene setzte. Der erste Satz (25:22) ging verdient an die Hausherren. Im zweiten Abschnitt (25:16) machte es der USC noch deutlicher. Über einen 16:9-Zwischenstand brachte der USC auch diesen Satz nach Hause.

Doch ganz geschlagen gaben sich die Gäste noch nicht: In der dritten Sequenz erhöhte Biedenkopf den Aufschlagdruck. Auch Auszeiten brachten beim USC keine Kehrtwende (16:25). Das Heft ließ sich Gießen trotzdem nicht mehr aus den Händen nehmen und bewies im vierten Satz (25:21) Moral. Früh ging die Heimmannschaft in Front (6:4) und bestimmte das Geschehen. Marcel Drößler und Laurenz Heikaus über die Außenposition versenkten nahezu jeden ihrer Angriffe im Feld des TVB und auch die Gießener Mittelblocker brachten ihre Schnellangriffe erfolgreich durch.

»Zwar zählen diese Punkte nicht für die nächste Runde, aber die Truppe hat gezeigt, dass die guten Spiele gegen die Teams aus der oberen Tabellenhälfte kein Zufall waren«, resümierte USC-Coach Stefan Eder, dessen Farben immerhin zehn von zwölf möglichen Punkten mit in die Endrunde nehmen können, wo es für den USC um die Plätze sieben bis zwölf und somit um den Klassenerhalt gehen wird. »So, wie die Jungs sich in den letzten Wochen präsentiert haben, bin ich guter Dinge, dass uns der Klassenerhalt gelingen wird«, sagte Eder.

USC Gießen: Aden, Calisir, Drößler, Geier, Heikaus, Kunze, Lottner, Schulz, Strömer, Worster, Zielinski.

2. Bundesliga Süd Damen: TV Waldgirmes - VC Wiesbaden II 3:1 (26:24; 21:25, 24:26; 20:25): Der Tabellenführer reiste zum Tabellenvorletzten. Was sich nicht nach einem sonderlich spannenden Spiel anhört, entwickelte sich zu einem Krimi. Zunächst übernahm Wiesbaden klar die Führung, doch nach der ersten technischen Auszeit begann Waldgirmes den Rückstand aufzuarbeiten. Lea Beerbom legte eine solide Aufschlagserie hin, harte Schläge wurden von Emma Dogu abgewehrt und auch alle anderen Spielerinnen schienen aufzuwachen. Nach der zweiten technischen Auszeit wendete sich das Spiel gänzlich, Waldgirmes ging in Führung und holte sich noch den ersten Satz - riesige Freude und Hoffnung auf mehr.

Im zweiten Satz schloss Waldgirmes direkt an die sehr gute Leistung an und ging wieder in Führung. Dann häuften sich jedoch abermals die Aufschlagfehler. Der zweite Satz verlief ähnlich wie der erste, nur mit vertauschten Rollen. Daran konnten auch die starken Aufschläge von Frauke Tessmer nichts ändern. Wiesbaden holte sich den Satz nach einem spannenden Kampf mit 27:25 Punkten.

Im dritten Satz erfolgte bei Waldgirmes ein Wechsel auf der Außenposition. Paula Erdmann startete für Yva Cesar. Die bereits am Ende der Hinrunde aufgekommene Hektik auf dem Spielfeld machte sich nach dem abgegebenen zweiten Satz wieder bemerkbar. Trotzdem entwickelte sich der Satz zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen. Leonie Amann konnte immer wieder erfolgreich Akzente setzen. Nach einer Führung von Waldgirmes holte sich Wiesbaden jedoch auch diesen Satz. Ähnlich verlief der vierte Satz. Letztlich musste sich Waldgirmes nach einem starken Start und einem soliden Spiel also doch 1:3 geschlagen geben.

TV Waldgirmes: Gradl, Wecker, Evertz, Dogu, Amann, Cesar, Beerboom, Borowek, Spitzenberger, Biedenkapp, Erdmann.