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Leihgestern darf die Beine hochlegen

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Gießen (mol). Während Tabellenführer TSG Leihgestern in der Frauenhandball-Oberliga ein spielfreies Wochenende genießt und das Treiben der Konkurrenz genüsslich beobachten kann, warten auf die drei heimischen Vertreter Auswärtspartien, die es allesamt in sich haben. Während die HSG Wettenberg in der ersten Partie des Jahres eine lange Auswärtsfahrt gen Norden antreten muss, macht die HSG Lumdatal ebenfalls in Nordhessen bei der SG Kirchhof II Station.

Für die HSG Kleenheim-Langgöns steht dagegen eine Fahrt ins südhessische Braunshardt auf dem Programm.

SG Kirchhof II - HSG Lumdatal (Sonntag, 17 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen): Mit Siegen sind sowohl die Lumdataler (27:20 gegen Kriftel) als auch die Damen Kirchhofs (23:19 in Fritzlar) in das neue Jahr gestartet. Die Drittliga-Reserve, derzeit mit zwölf Punkten auf Rang neun, verliert davon allerdings drei wegen Nichterfüllung des Schiedsrichter-Solls und ist daher noch im Abstiegskampf verstrickt.

Daher ist definitv davon auszugehen, dass die Nordhessinnen - wie nahezu immer in Heimspielen - eine personell deutlich verstärkte Truppe an den Start schicken werden als oftmals in der Fremde. Im Hinspiel bekam die Denk-Sieben beispielsweise gar keine spielfähige Mannschaft zusammen. »Die erste Mannschaft Kirchhofs ist zudem spielfrei, daher rechne ich mit einigen Verstärkungen. Katharina Koltschenko und Agustina Jean Loro, die zuletzt ja immer Zweite gespielt haben, sind auch bärenstarke Spielerinnen. Daher ist die Zielsetzung, für uns eine gute Leistung zu zeigen, Kirchhof zu ärgern und uns gut zu verkaufen«, so HSG-Coach Marcel Köhler, der allerdings auf Mittelspielerin Nina Hasenkamp (Knieverletzung) verzichten muss.

HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden - HSG Kleenheim-Langgöns (Sonntag, 17 Uhr, Sporthalle Braunshardt): »Wir wollen uns aus dem Minitief wieder herauskämpfen«, gibt Martin Saul, Trainer des Kleenheim-Langgönser Teams für das kommende Wochenende als Losung aus. Die Kleenheimerinnen beendeten das alte Jahr mit einer Niederlage und begannen das neue Jahr mit einer weiteren am letzten Wochenende (23:26 gegen Oberursel). Die Aufgabe bei der Weiterstädter Dreier-HSG, die derzeit auf Platz fünf liegt, wird aber sicherlich keine so einfache wie im Hinspiel, als die Kleebachtalerinnen die Südhessinnen mit 32:22 aus der Halle fegten. »Das Spiel in Braunshardt ist wirklich ein anspruchsvolles, da der Gegner zum einen oftmals unberechenbar spielt und wir leider unter der Woche auch wieder nicht vollständig trainieren konnten«, sagt Saul, der sein Team in personeller Hinsicht am kommenden Wochenende aber wesentlich besser aufgestellt sieht als noch gegen Oberursel. »Nach aktuellem Stand sollten alle Spielerinnen einsatzfähig sein. Wir hoffen, dass wir schnell wieder in die Spur finden und an die Leistung des Hinspiels anknüpfen.«

HSG Hoof/Sand/Wolfhagen - HSG Wettenberg (Sonntag, 18 Uhr, Schauenburghalle Hoof): Zum ersten Mal in diesem Jahr greifen die Wettenbergerinnen ins Spielgeschehen ein, müssen dafür am Sonntagabend aber die weit über 100 Kilometer lange Auswärtsfahrt nach Hoof antreten. Da Wettenberg wegen Nichterfüllung des Schiedsrichter-Solls zwei Punkte verloren gehen, wäre Zählbares beim Tabellennachbarn zum Jahresauftakt von großer Bedeutung.

Im Hinspiel musste sich die Nober-Sieben mit 26:28 geschlagen geben und will es diesmal besser machen. »Die etwas längere Pause kam uns natürlich entgegen, da wir nach der anstrengenden Hinrunde etwas entspannter ins neue Jahr starten konnten. Aber wir freuen uns, dass es endlich wieder losgeht«, weiß Wettenbergs Trainer Nober, der sich, auch wenn sich die Gastgeberinnen in der Winterpause nochmal verstärkt haben, im Grunde einige Chancen ausrechnet. »Wir brauchen eine stabile Deckung, an der wir weiterhin gearbeitet haben, und ein variables Angriffsspiel. Wir werden positiv in das Spiel hinein gehen, wollen alles reinwerfen und unsere Chance nutzen!«

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