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Leihgestern gelingt Befreiungsschlag über Trohe/Alten-Buseck

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Mit viel Geschwindigkeit zieht TSG-Flügelflitzer Christoph Dietrich (r.) am Troher Manuel Reuter vorbei. © Schepp

Nur zwei Spiele in der Fußball-Kreisoberliga Süd: Während die Meisterrunde passen muss, gestalten die TSG Leihgestern sowie der TSV Kleinlinden ihre Heimspiele siegreich.

Gießen (vf). Dem unerwarteten Wintereinbruch inklusive Schneefall fielen alle Partien in der Meisterrunde der Fußball-Kreisoberliga Süd zum Opfer, Die beiden Begegnungen der Abstiegsrunde endeten jeweils mit 4:1 für die gastgebenden Teams TSG Leihgestern (gegen SG Trohe/Alten-Buseck) und TSV Kleinlinden (gegen SV Hattendorf), die sich damit erstmal aus dem Abstiegssog herausziehen.

TSG Leihgestern - SG Trohe/Alten-Buseck 4:1 (2:1): So deutlich, wie es das Endergebnis aussagt, entsprach es letztlich nicht ganz dem Spielverlauf, konstatierte TSG-Abteilungsleiter Torsten Braun in der Nachbetrachtung. Gegen die einsatzfreudigen Gäste, die verbissen um praktisch jeden Ball kämpften, tat sich Leihgestern vor allem in den ersten 30 Minuten sichtlich schwer.

In der 26. Spielminute gelang Christoph Dietrich der Dosenöffner mit der Leihgesterner Führung. Aus nach Ansicht von Abteilungsleiter Braun strittiger, weil abseitsverdächtiger Position markierte Benedikt Wagenlehner bei seinem Versuch - der halb Flanke, halb Schuss war - nur 240 Sekunden später den nicht unverdienten Ausgleich. Danach kam die TSG besser mit der Zweikampfhärte der Gäste zurecht und ließ auch den Ball besser zirkulieren. In der vorletzten Minute vor dem Pausentee wurde Michael Cavas im Troher Sechzehner regelwidrig von den Beinen geholt. Am Kreidefleck machte Daniel Weber (44.) alles richtig und verwandelte zur 2:1-Führung der Gastgeber.

Sieben Minuten rollte die Kugel im zweiten Durchgang, ehe sich Wagenlehner mit einem Schuss aus spitzem Winkel, der knapp am Leihgesterner Gehäuse vorbeistrich, in Szene setzte. Dies sollte für lange Zeit die einzige nennenswerte Möglichkeit der Gäste bleiben. Als der Troher Aushilfskeeper Allmann, der ansonsten als Feldspieler aufläuft, den Schuss von Dietrich zu kurz abwehrte, stand Tim Horvath (58.) wie bestellt am richtigen Fleck und schob zum vorentscheidenden 3:1 ein. In Minute 69 traf Horvath zum 4:1-Endstand, da Gästeakteur Nicolas Hahn (84., 89.) späte Chancen vergab.

TSV Kleinlinden - SV Hattendorf 4:1 (1:1): Mit großem Selbstvertrauen gingen die Linneser nach dem 4:2-Erfolg gegen den Kurdischen FC Gießen in die Partie. Ihr Plan, mit frühem Pressing den Gegner zu Ballverlusten zu zwingen, ging dabei zur Gänze auf. Schon nach fünf Minuten bot sich Christoph Sima die Riesenchance zur TSV-Führung, schloss aber überhastet ab. Die Dominanz sprach aber danach für einen Torerfolg der Gastgeber, in der 33. Minute war es dann soweit. Marco Knauss ließ Keeper Körner keine Abwehrchance. Überraschenderweise zeigten die Gäste mit einem ihrer raren Entlastungsangriffe eine schnelle Reaktion. Der nach langer Verletzungspause zurückgekehrte Numan Bashir Ahmed (37.) krönte sein Comeback mit dem Ausgleich. Es fehlte anschließend nicht viel und die Linneser hätten eine Führung mit in die Pause genommen. Aber Tim Trzenschiok (38., 43.) und Knauss (40.) ließen beste Gelegenheiten ungenutzt.

Nach Wiederanpfiff waren die Gastgeber weiter am Drücker, doch Hattendorf blieb stets brandgefährlich. Einer ihrer Angriffe führte fast zum Foulelfmeter, doch der Unparteiische sah die Situation anders. Die Konfusion der Gäste über diese Entscheidung nutzte TSV-Neuerwerbung George-Antonio Flontas (53.) fast im Gegenzug zur verdienten 2:1-Führung. Diesen Rückschlag steckte Hattendorf nicht so leicht weg und prompt erhöhte Trzenschiok (55.) auf 3:1. In der letzten halben Stunde ließen die Linneser Ball und Gegner laufen und belohnten sich durch Julian Dietrich (83.) für ihre Spielfreude mit dem 4:1-Endstand.

Zu allem Überfluss - aus Sicht der Gäste - patzte Christian Andreev (88.) bei seinem Handelfmeter. Sichtlich bestens gelaunt zeigte sich TSV-Pressewart Jan Römer: »Wir freuen uns, das die Mannschaft die Abstiegsrunde so gut annimmt.«

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