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Leihgestern wehrt sich tapfer

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Leihgestern . Trainer Daniyel Bulut hatte Hunger. Nach dem SWG-Kreispokal-Viertelfinale, das sein FSV Fernwald vor 80 Zuschauern beim Kreisoberligisten TSG Leihgestern 4:0 (2:0) erwartungsgemäß für sich entschieden hatte, zog es den Coach des Hessenligisten Richtung Grill. Der allerdings hatte bereits geschlossen, keine Bratwurst mehr da.

TSG Leihgestern - FSV Fernwald 0:4

Bulut konnte es nach dem letztlich souveränen Auftritt seiner Mannschaft an der Rindsmühle verschmerzen. »Ja, schade, keine Wurst mehr da, aber es hat sich kein Spieler verletzt und wir sind eine Runde weiter«, war er selbstverständlich guter Dinge. Guter Dinge konnten aber auch die Platzherren sein, denn sie hatten sich in dieser ungleichen Pokal-Begegnung bestens verkauft. Immerhin hatte es das Team von Michale Kirschbaum mit einem drei Liga höher angesiedelten Gegner zu tun, der an diesem Abend aber seinen Torhunger auch nicht stillen konnte.

Besonders in der ersten Hälfte machte es der Kreisoberligist richtig gut, stand sicher in der Abwehr und fuhr blitzsaubere Konter, sodass zur Überraschung der Zuschauer auch das Chancenplus nach 25 Minuten beim Gastgeber lag. Daniel Horn zielte nach einem langen Pass und blitzschnellen Konter denkbar knapp über den Kasten (10.) und einen brandgefährlichen Freistoß aus 25 Metern lenkte FSV-Keeper Tom Sinkel gerade noch so über die Latte (15.). Allerdings hatte der bis zu diesem Zeitpunkt seine Angriffe unsauber ausspielende FSV Fernwald auch zu diesem Zeitpunkt schon das erwartete spielerische Übergewicht, aber Leihgestern hielt, bestens eingestellt, ordentlich dagegen.

Die größte Chance des Hessenligisten besaß zunächst Louis Goncalves, der nach einem feinen Doppelpass zum Abschluss kam, aber in Torhüter Felix Faust seinen Meister fand (23.). Leihgesterns Nummer eins erwies sich im gesamten Spiel, bis auf einen Wackler vor dem 0:3, als der Garant für das letztlich gute Ergebnis, das vor der Pause dann aber Gestalt annahm. In der 29. Minute kam Tim Richter erstmals frei am 16er zum Abschluss und platzierte den Ball prompt unhaltbar in der langen Ecke. Fernwald wollte nun die Vorentscheidung, doch Faust hatte mit zwei klasse Paraden etwas dagegen, ehe Mirko Freese mit einem feinen Kopfball nach Flanke von Lucas Burger in Minute 42 den Favoriten auf den Weg ins Halbfinale brachte.

Nach dem Wechsel verteidigten die Lindener zwar weiter tapfer, aber angesichts der FSV-Staffetten war Hinterherlaufen angesagt. Das kostet Kraft. Und fehlende Kraft kostet Konzentration, sodass sich die Ballverluste häuften. So kam Kevin Kaguah in Minute 56 zu einem einfachen Kopfballtreffer, der durch Fausts angesprochenen kleinen Aussetzer begünstigt wurde. Und zwei Minuten später traf wieder Richter mit strammem Flachschuss. Dass Fernwald keinen weiteren Treffer erzielte, darf Leihgestern als Kompliment für ein sehr gutes Spiel registrieren. So wurde weder der ganz große FSV-Tor-, noch Buluts Bratwursthunger gestillt.

Auf Fernwald wartet nun im Halbfinale TuBa Pohlheim.

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