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Lich belohnt sich im Derby

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Von: Christian Németh

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Ist mit dem Auftritt seiner Truppe im Derby gegen Bensheim zufrieden: LB-Headcoach Viktor Klassen. Foto: Schepp © Schepp

Gießen (cnf). Am Sonnabend haben sich die Korbjäger von Lich Basketball ihren ersten Sieg in der noch jungen Saison in der 1. Regionalliga Südwest gesichert. Der Aufsteiger von der Wetter setzte sich im Hessen-Derby beim VfL Bensheim mit 101:95 durch.

VfL Bensheim - Lich Basketball 95:101

»Es war schon etwas Anspannung dabei, vor allem, weil wir gegen Bensheim das Aufstiegsspiel in der vorletzten Saison nicht geschafft hatten. Da hatten die Jungs schon das Gefühl, dass wir noch eine alte Rechnung offenhaben«, gestand Headcoach Viktor Klassen nach der geglückten Revanche an der Bergstraße.

Die Gäste präsentierten sich nach den beiden Auftaktniederlagen im ersten Quarter gut aufgelegt und wussten insbesondere den nach Bensheim zurückgekehrten Ex-Pointers-Guard Christopher Miller gekonnt in Schach zu halten. Mit einem soliden 29:20-Vorteil beendeten die Wetterstädter, die ihre Turnover-Quote im Vergleich zu ihren jüngsten Auftritten merklich reduzierten, das erste Viertel.

Im anschließenden Abschnitt glückten Lichs Till Wagner satte elf Zähler am Stück, zwischenzeitlich zog das LB-Team auf 37:23 (14.) davon. Im Laufe des Viertels schickte Viktor Klassen zunehmend jüngere Spieler, etwa Carl Chromik und David Sann, auf den Court und zeigte sich mit dem Einsatz seiner Youngsters zufrieden: »Die haben ihre Sache alle sehr gut gemacht.« Kurz vor der Pause schlichen sich zwar punktuell Fehler in das Spiel der Mittelhessen ein, dennoch stand zur Halbzeitsirene ein 50:39-Vorsprung zu Buche.

Und doch war die Gefahr für Lich noch nicht gebannt - und das lag an VfL-Urgestein Felix Becker, der es auf 29 Punkte und neun Rebounds brachte. »Den hatten wir nicht auf der Rechnung, der hat das Spiel seines Lebens gemacht«, so Klassen anerkennend.

Nichtsdestotrotz vollbrachten es die Südhessen nicht, das Ruder im dritten Quarter (27:26) noch einmal herumzureißen. Das Klassen-Team verteidigte aggressiv und vermochte dabei unter anderem den VfL-Aufbauspieler Yann Gröhlich effektiv aus dem Verkehr zu ziehen. Am Ende der Sequenz gelang Lich durch Wagner der zweite Buzzerbeater des Abends.

Auch der letzte Abschnitt verlief über weite Strecken auf Augenhöhe. In der Schlussminute verkürzte der VfL zwar noch einmal auf 92:94, die prompte Antwort durch Ribbecke, der 40 Sekunden vor dem Abpfiff seinen dritten Drei-Punkte-Wurf versenkte, sorgte indes für die Vorentscheidung. »Diesmal haben wir auch von der Bank aus sehr gut gepunktet und waren hellwach. Auch mit der Körpersprache war ich zufrieden«, lobte Klassen.

Lich Basketball: Chromik (2), Sann (2), Kotulla, Keller (7), Wagner (21), Schweizer (20), Roith (5), Ribbecke (15), Jakob (4), Bölke (6), B. Lischka (19).

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