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3. Liga: Mangelnde Angriffswucht

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Hanau (flo). Lange ebenbürtig, zum Schluss aber doch ein ganzes Stück von Zählbarem entfernt: Die Drittliga-Handballer der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen mussten sich gestern Abend im Hessenduell der Staffel Süd-West bei der HSG Hanau mit 21:25 (8:11) geschlagen geben. Für eine Überraschung fehlte schlichtweg die nötige Angriffswucht.

HSG Hanau - Dutenhofen/M. 25:21

Es war für Trainer Axel Spandau schon ein wenig zum Haare raufen. Für die vielen Bälle, die seine Mannschaft sich hinten erarbeitete, belohnte sie sich vorne schlichtweg nicht. Denn: Die Defensivabteilung war eine Bank. Auch und insbesondere dank Torhüter Simon Böhne, der in Hälfte eins elf Paraden (insgesamt 20) verbuchte.

Aber auch die 6:0-Deckung um den rechtzeitig fit gewordenen Innenblock Maduwuike Okpara/Marvin Lindenstruth hielt lange dicht - ehe der nach einer Viertelstunde eingewechselte Hanauer Kreisläufer David Rivic vermehrt Lücken schuf.

Das Hauptproblem aber war ein anderes: Die offensive Ladehemmung. Die freien Würfe von beiden Außenpositionen nahm zumeist HSG-Keeper Can Adanir weg, aus der zweiten Reihe blieben die Grün-Weißen ungefährlich. Also wurde aus der 5:3-Führung (14.) ein 5:8-Rückstand (25.), dessen Differenz bis zum Pausen-8:11 Bestand hatte.

Fehlerhaft

Besser wurde es auch nach Wiederbeginn nicht. Die Spandau-Sieben blieb vorne harmlos und zu fehlerhaft. Dass sich die Grün-Weißen in Hanau allem voran selbst im Weg standen, dazu passte freilich auch, dass sie sich mit zwei Wechselfehlern in eine insgesamt vierminütige Unterzahl begaben - und in dieser endgültig auf die Verliererstraße gerieten.

Kosmetik

Denn der Rückstand wuchs just in dieser Phase von 12:15 (42.) auf 13:19 (48.) an. Die Messe war danach gelesen, zwischenzeitlich waren die Gäste sogar mit 14:22 (51.) im Hintertreffen, ehe sie noch etwas Ergebniskosmetik betrieben.

Hanau: Tomm (ab 53.), Adanir; Ritter (2), Jusys, Gerst (5), Ahrensmeier, Strohl, Ireland, Braun (2), Schröder (1), Marquardt, Rivic (5), Bergold (6/4), Ruppert, Schiefer (2), Fulda (2).

Dutenhofen/Münchholzhausen: Rinn, Böhne (1. - 60.); Gümbel (1), Hoepfner, Boczkowski (1), Lindenstruth (2), Belter (1), Bremond (6/6), Datz, Irle (2), Rüdiger (5), Steinmüller (1), Okpara (2), Müller.

Schiedsrichter: Abel/Herpolsheimer (Fürth/Erlangen) - Zuschauer: 470 - Zeitstrafen: vier (Ritter, Ahrensmeier, Strohl, Ireland; fünf (Lindenstruth, Datz, Irle zwei, Okpara) - Siebenmeter: 7/4:7/6.

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