Linden nach der Pause wie entfesselt

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GIESSEN (po). In der Männerhandball-Landesliga Mitte gab es im Kampf um den Klassenerhalt in der mittelhessischen Spielgruppe wohl einen der ersten wesentlichen Richtungsweiser.

HSG Lollar/Ruttersh. - HSG Linden 23:28

Dabei traf die noch sieglose HSG Lollar/Ruttershausen auf die gleichsam auf den ersten doppelten Punktgewinn wartende HSG Linden. In einem spannenden Aufeinandertreffen setzte sich am Ende die starke kämpferische Einstellung der Gäste durch, die schließlich mit 28:23 (12:13) gewinnen konnten.

»Wir hatten zuletzt wirklich schwache Trainingswochen durch viele kranke und verletzte Spieler, aber man muss einfach sagen, dass Linden die bessere Mannschaft war«, konstatierte Dino Dragicevic, Trainer der Heimmannschaft. Bereits im Duell mit dem TV Hüttenberg II verschliefen die Lindener die ersten 15 bis 20 Spielminuten, was den Mittelhessen frühzeitig die Chance auf etwas Zählbares kostete. Auch in der Sporthalle Lollar-Süd kam das Auswärtsteam nicht mit dem richtigen Drive aus den Kabinen, sodass die Hausherren relativ schnell mit 4:1 durch Maximilian Regin in Führung gingen (6.).

Doch so lange ließ sich Linden an diesem Abend nicht bitten und schloss recht schnell zu den Gastgebern auf. Zumindest bis zum Pausenpfiff offenbarte sich auf dem Parkett eine Begegnung auf Augenhöhe, während die Lollarer noch mit einer knappen 13:12-Führung in den Seitenwechsel gingen. Doch nach dem Wiederanpfiff startete das Melle-Kollektiv mit einem ganz anderen Gesicht in die zweiten 30 Minuten und überrannte die offensiv phasenweise ratlos wirkende HSG Lollar/Ruttershausen im Rahmen eines 7:0-Laufes bis auf 19:13 durch Tarek Müller in der 41.Minute.

»Die Phase, in der wir kopflos und mit vielen Fehlern gespielt haben, hat dann einfach ausgereicht«, erklärte Dragicevic. Diese schwache Passage der Hausherren sorgte für die große eigene Hypothek, die man schließlich nicht mehr ausgleichen konnte, auch wenn Lollar bis zum Ende den Faden wiederfand.

Lollar: Moutopoulos, Sänger; Regin (3), Mühlich (3), Engel, Graf, Zapf (5), Omicevic (1), Weidner (1), Los Santos (4), Reuschling (4/2), Brennecke, Breser, Lindenthal (2)

Linden: Müglich, Bonn; Müller (3), Semmelroth, Stöhr (5), Adamczyk (3/1), Deimer (5), Nober (1), J.Höhn (1), Andermann, M.Höhn (5), Piesch (1), Mikusch (4), Rüdesheim

Zuschauer: 140 - Schiedsrichter: Hegebart/Stibitzky - Zeitstrafen: 6:6 - Siebenmeter: 4/2 : 2/1

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