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Lob der Abwehr

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Linden (mol). Die TSG Leihgestern bleibt in der Frauenhandball-Oberliga das Maß aller Dinge. Trotz der Ausfälle zahlreicher Stammspielerinnen erkämpfte sich das Team von Jonna Jensen am Samstagabend einen 28:23 (16:13)-Heimsieg gegen die HSG Hoof/Sand/Wolfhagen und baute den Vorsprung an der Tabellenspitze nach dem Punktverlust von Verfolger Kleenheim-Langgöns auf vier Zähler aus.

TSG Leihgestern - HSG Hoof/S./W. 28:23

»Ich bin voll zufrieden mit dem Auftritt meiner Mannschaft in einem wirklich ansehnlichen Oberligaspiel. Wir haben die Partie vor allen Dingen über eine starke Defensivleistung gewonnen und über weite Strecken im Angriff auch gute Torchancen herausgespielt. Wir haben zum wiederholten Mal die vielen Ausfälle weggesteckt, viele angeschlagene Spielerinnen haben mal wieder die Zähne zusammengebissen«, lobte Leihgesterns Trainerin ihr Team nach dem neunten Sieg im zehnten Saisonspiel und hob aus dem Kollektiv noch Nina Zieger und Emilia Prauss aufgrund ihrer starken Abwehrleistungen gesondert hervor.

Über weite Strecken war es in der Lindener Stadthalle eine Partie der Läufe. Leihgestern legte prächtig los und führte nach Nicole Kunzigs Tor schnell mit 4:0 (4.). Von dem Blitzstart war aber dann gut zehn Minuten später schon nichts mehr zu sehen, denn die Gäste aus Nordhessen kippten die Begegnung dann eines 8:3-Laufs und lagen beim 8:7 (15.) erstmals in Führung. Daran schloss sich aber die wohl stärkste Phase der Jensen-Sieben an, die neun der nächsten elf Treffer erzielen und nach einem Tor von Jasmin Clausius auf 16:10 (26.) davonziehen konnte. Nun war aber die Dreier-HSG in einer kuriosen Begegnung am Zug, verkürzte bis zur Pause auf 13:16 und war nach einem Treffer der am Ende zehnfachen Torschützin Karoline Happe bis auf 15:16 (35.) herangekommen.

Doch als die Partie zu kippen drohte, setzte nun Leihgestern - wie sollte es in diesem Match anders sein? - zum nächsten und diesmal vorentscheidenden Lauf an. Acht Minuten lang blieb die TSG ohne Gegentreffer, nach einem 4:0-Run hatte Jessica Dias Carneiro zum 20:15 (43.) eingeworfen.

Und von diesem neuerlichen Rückschlag und Rückstand erholten sich die Gäste dann nicht mehr. Beim 24:18 (53.) durch Nina Zieger war die Vorentscheidung gefallen, Geburtstagskind Freya Welchert machte nach dem 26:22 (57.) mit einem Doppelpack endgültig alles klar.

Leihgestern: Stövesand, Weier, Barnack - Prauss (1), Welchert (5), Zieger (5), Clausius (3), Carstens (2), Junker, Nowak (2), Eiskirch, Dias Carneiro (7/5), Sanchez Perez, Kunzig (3).

Hoof/Sand/Wolfhagen: Schmincke, Sawyer - Ritter (1), von Dallwig (2), Willer (4), Schuldes, Bittdorf (2/1), Bänfer, Happe (10/6), Chmurski (1), Mumberg (3), Zwicker.

Schiedsrichter: Osternig/Schäfer (Groß-Gerau/Dornheim) - Zuschauer: 120 - Zeitstrafen: drei (Welchert, Carstens, Dias Carneiro) - drei (Ritter, Willer, Mumberg) - Siebenmeter: 7/5 - 7/7.

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