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Lumdataler atmen nach Befreiungsschlag auf

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Von: Volker Fehrs

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Fatih Köse vom TSV Klein-Linden (rotes Trikot) hat in dieser Zweikampfszene gegen den Gastgeber-Akteur George-Antonio Flontas das bessere Ende für sich. Foto: Friedrich © Friedrich

Gießen (vv/cnf/grm). Am 19. Spieltag der Fußball-Kreisoberliga mussten drei Partien abgesagt werden: Die Begegnungen SG Obbornhofen/Bellersheim gegen FSG Laubach, FSG Lumda/Geilshausen gegen Kurdischer FC Gießen sowie FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod gegen FSG Biebertal sollen am 25. Februar nachgeholt werden.

SG Altenburg/Eudorf/Schabenrod - TSV Lang-Göns 1:1 (0:1): »Es war spielerisch zwar nicht hochwertig, aber kämpferisch stark«, umschrieb SG-Abteilungsleiter Bernd Kirchhof das Spitzenspiel. Die Hausherren besaßen frühe Chancen, etwa in der fünften Minute durch Claudio Pinheiro da Cruz, der nach einer Ecke zum Kopfball ansetzte, sowie in der 20. Minute durch Julian Kraft, der das Leder knapp vorbeisetzte. Aber Langgöns durfte zuerst jubeln: In 39. Minute brachte Frederik Österreicher das Spielgerät in den SG-Sechzehner, wo ihn Altenburgs Daniel Lerch unglücklich ins eigene Tor manövrierte. Nach dem Kabinengang drehten die Vogelsberger auf, aber Langgöns hatte es vor allem seinem Keeper Marlon Weiss zu verdanken, dass die SG nicht zügiger zum Ausgleich kam. Die einzig nennenswerte TSV-Möglichkeit nach Wiederanpfiff hatte Mergim Omura nach einem Konter, aber er konnte nicht auf 2:0 stellen. Altenburg musste sich bis in die dritte Minute der Nachspielzeit gedulden, ehe es klappte: Nach einem Freistoß von Erik Schnell-Kretschmer netzte der eingewechselte Pascal Quehl zum Ausgleich.

SG Treis/Allendorf - TSV Kleinlinden 2:1 (0:0): Die Lumdataler brannten nach der Niederlage aus der Vorwoche vor 50 Zuschauern auf Wiedergutmachung und so entwickelte sich die Partie zu einem Abnutzungskampf mit vielen hitzig geführten Zweikampfduellen. Dabei waren die Linneser spielerisch einen Tick besser, ohne sich zwingende Torchancen herauszuspielen. Nach einer halben Stunde köpfte Thomas Diehl nach der Flanke von Chris Dürr denkbar knapp am TSV-Gehäuse vorbei. Zehn Minuten später konnte Gästekeeper Daniel Bäcker den Schuss von Marcel Krieb mit Müh’ und Not aus seinem Torgiebel kratzen. Den nötigen Rückhalt verschaffte der SG-Defensive nach langer Zwangspause Rekonvaleszent Christian Hausner mit einer souveränen Leistung. Fünf Minuten nach Wiederbeginn war die Kugel nach dem Schuss von Krieb erneut unterwegs Richtung Tordreieck, ehe Bäcker mit den Fingerspitzen dran kam, doch beim 1:0-Abstauber von Diehl machtlos war. Von ihrer lauf- und passstarken Mittelfeldachse um Krieb und Artur Schwabauer angetrieben, drängten die Gastgeber auf die Vorentscheidung. Doch sowohl Thomas Diehl, als auch Chris Dürr scheiterten an TSV-Keeper Bäcker. Das Nachsetzen von Diehl zahlte sich in der 75. Spielminute aus, mit links zog er im Sechzehner zum 2:0 ab. Nun warfen die Linneser alles nach vorn, es dauerte jedoch bis in die zweite Minute der Nachspielzeit, ehe nach einem Rückpass, den SG-Keeper Jannick Lich unerlaubterweise mit den Händen aufnahm, Gästeakteur Sören Schneider den Freistoß ins Tor pfefferte. »Wir waren in den Zweikämpfen aggressiver, hatten die zwingenderen Chancen und wollten um jeden Preis die drei Zähler hier behalten und jetzt gönnen wir uns erstmal ein Bier’’, atmete SG-Urgestein Peter Steinbach auf.

SG Birklar - TSG Leihgestern 4:0 (3:0): Die kurzfristig auf den Kunstrasenplatz an der Licher Fasanerie verlegte Partie wurde von 60 Zuschauern verfolgt. Nach zuletzt vier Siegen in Folge strotzten die Gastgeber vor Selbstbewusstsein, was die TSG vor erhebliche Probleme stellte. Die Vorarbeit von Torjäger Mahir Marankoz verarbeitete Özcan Alkan (10.) aus zehn Metern zur frühen Führung. Birklar blieb am Drücker, so dass nach einer von Mecier Grouls getretenen Ecke Mathay Göktas (13.) mit seinem Kopfball auf 2:0 nachlegte. Mitte der ersten Halbzeit hatten die Gäste das Pechgepachtet, erst scheiterte Niklas Port (26.) aus 18 Metern an der Lattenunterkante, dann beförderte Christoph Dietrich im Nachsetzen das Spielgerät aus fünf Metern ein zweites Mal nur an die Unterkante der Querstange. Auch Heimakteur Grouls traf in Minute 33 nur Leichtmetall bei seinem 25-m-Freistoß, der den Pfosten touchierte. 300 Sekunden vor dem Pausenpfiff ließ Mittelfeldmotor Grouls seine ganze Klasse aufblitzen, als er zwei Gegenspieler narrte und auf den Alkan querlegte, der zum 3:0 einschob. Die Partie verflachte im zweiten Abschnitt deutlich. In der Folge verpasste es die SG, ihren Vorsprung durch Alkan, Gözenoglu und Marankoz weiter auszubauen. Die Gäste kamen in den Schlussminuten zu zwei Großchancen, im Eins-gegen-eins scheiterte Enrico Serpick (84.) an Keeper Falko Maier, dann verzog Christian Wagner (85.) knapp aus kurzer Distanz.

ASV Gießen - FSG Homberg/Ober-Ofleiden 0:3 (0:1): Hombergs Leistungsträger George-Bogdan Ganu gehörte nach 180 Sekunden die erste Chance, der Ball rauschte aber knapp am ASV-Kasten vorbei. Besser lief es für die FSG nur zwei Zeigerumdrehungen später: Nach Ganu-Vorarbeit holte Eduard Bulach aus neun Metern erfolgreich zur Gäste-Führung aus. Anschließend verstolperte Felix Schuchmann, zwei Meter vor dem ASV-Tor stehend, das Spielgerät und somit die rasche Möglichkeit zum 2:0 aus Vogelsberger Sicht. Im Gegenzug scheiterte Gießens Daniel Carl nach einer Viertelstunde an FSG-Keeper Finn Luca Dietz. Die ganz große Chance zum Ausgleich vergab in der 43. Minute Gießens Hosam Ouahmane, dessen Schuss lediglich die FSG-Latte traf. Nach dem Seitenwechsel durften sich die Weststädter gleich mehrfach bei Reuschling für dessen glänzenden Reflexe bei guten Chancen für Ganu (55., 60.) und Schuchmann (61.) bedanken.

Dennoch wurde der gut aufgelegte ASV-Schlussmann in der 68. Minute erneut überwunden: Nach einer Balleroberung von Bulach netzte Tuncay Kepenek zum 2:0. Die Entscheidung fiel nur 60 Sekunden nach Carls zweitem Lattentreffer: Bulach vollendete nach einer starken FSG-Offensivaktion zum Endstand.

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