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Männerturner siegreich im Dreier-Festival

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Nicht nur viel Action von jenseits der Dreier-Linie: Auch unter dem Brett geht es im Duell zwischen Männerturner Tizian Scheld (l.) und dem Krofdorfer Gregor Gombert zur Sache. Foto: Friedrich © Friedrich

Gießen (cnf). In der Basketball-Oberliga der Herren kam es am fünften Spieltag zum zweiten Mal in dieser Saison zu einem Lokalderby. Diesmal trafen der MTV Gießen und der TSV Krofdorf-Gleiberg in den River Barracks aufeinander, gegen seinen Wettenberger Ex-Club landete MTV-Headcoach Michael Müller mit seinem Team einen 81:69-Heimerfolg. Die Männerturner wahrten somit als Tabellenzweiter den Anschluss an Spitzenreiter SKG Roßdorf.

MTV Gießen - TSV Krofdorf-Gleiberg 81:69 (39:37): Die über 100 Zuschauer bekamen nicht nur ein intensives Nachbarschaftsduell, sondern auch ein regelrechtes Dreier-Festival geboten. Insgesamt fanden 22 Distanzwürfe ihr Ziel, vor allem Gießens Christoph Müller (17 Punkte) tat sich mit fünf Dreier-Treffern hervor.

»Mit dem Ergebnis bin ich natürlich zufrieden. Wenn man gewinnt, dann ist man immer zufrieden«, bilanzierte MTV-Trainer Michael Müller, dessen Team sich anfänglich allerdings schwertat, in seinen Rhythmus zu finden, und sich unter anderem zu viele Turnovers erlaubte.

Krofdorf-Gleiberg fand zur besseren Spieleröffnung und lag nach fünf Zeigerumdrehungen zunächst mit 14:9 aus eigener Sicht vorne. Dennoch ging der erste Abschnitt an die Heimmannschaft, nach einem erfolgreichen Wurf von jenseits der 6,75 Meter-Markierung durch Christoph Müller hieß es 17:16 (10.).

Auch der zweite Durchgang wurde beidseitig mit mehreren Distanztreffern eröffnet. »Das war schon recht heftig und fast jeder Wurf war ein Treffer«, konstatierte Michael Müller, der in der Folge einen ausgeglichenen Spielverlauf sah (33:33, 18.). Zum Pausentee lag die Heimmannschaft nur minimal in Führung.

Der MTV startete mit einem 5:0-Lauf ins dritte Viertel und setzte sich nachfolgend bis auf 51:41 (25.) ab. Erst nachdem die Wettenberger auf Zonen-Verteidigung umgestellt hatten, ebbte der Gießener Ansturm wieder ab (55:51, 28.). Allerdings: Dank zweier weiterer Drei-Punkte-Treffer zog das Müller-Team bis zur 30. Minute noch einmal leicht davon (61:55, 30.).

TSV-Coach Popovic auf Ursachensuche

Weiter ging es im Schlussdurchgang mit zwei Dreiern, abermals durch Krofdorfs Trainer-Sohn Müller, der den Zwischenstand auf 67:57 stellte. »Da war der Drops aus meiner Sicht schon etwas gelutscht«, so Michael Müller rückblickend. Der TSV gab sich zwar zu keinem Zeitpunkt auf (73:69, 37.), ein finaler Lahnstädter 8:0-Lauf sorgte aber endgültig für klare Verhältnisse. »Letztendlich war das ein verdienter Sieg für uns. Ich denke, dass wir von der Struktur her schon ein bisschen besser waren«, urteilte MTV-Coach Müller.

Auf der Gegenseite analysierte TSV-Übungsleiter Sebastian Popovic die Ursachen der erst zweiten Krofdorfer Saisonniederlage: »Es war bei uns ein Low-Scoring-Game, da wir sehr viele unnötige Turnover im Fastbreak-Spiel hatten und unsere Größenvorteile unter dem Brett zu selten nutzten.«

MTV Gießen: Arndt, Bötz (13), Burghard (5), Kordyaka (3), Müller (17), Schäfer (6), Til. Scheld (9), Tiz. Scheld (4), Shala (13), Turudic (9), Yaldiz (2).

TSV Krofdorf-Gleiberg: Falivena, Fischer (7), Gombert (5), Jüdt (2), Müsse (8), Oppenländer (12), Plitt-Geissler (13), Schneider (11), Sebbel (11).

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