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Überwintert auf Platz 1: Der SV Annerod.

Manche Überraschung

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Gießen . Wie das Kalenderjahr, so neigt sich auch das Fußballjahr in Stadt und Kreis Gießen dem Ende entgegen. Als erste Spielklasse hat die Kreisliga A Gießen bereits am vorvergangenen Wochenende ihre »Qualirunde« abgeschlossen, wodurch festgezurrt ist, welche Teams nach der Winterpause in der Meister- und welche in der Abstiegsrunde antreten müssen.

»Alles in allem bin ich wirklich sehr zufrieden, wie die Saison bislang verlaufen ist. Ich habe bei vielen Besuchen auf den Sportplätzen auch mitbekommen, wie froh die Zuschauer und die Vereine sind, dass bis zuletzt noch gespielt werden konnte. Und in der A-Liga gab es auch keinerlei Probleme wegen Spielausfällen oder ähnlichem. Das war sehr erfreulich«, resümiert Gießens Kreisfußballwart (KfW) Henry Mohr, für den aus sportlicher Sicht der Sprung Türkiyemspor Gießens und der Villinger Dreier-FSG in die Meisterrunde »etwas überraschend kam, aber sie haben sich das aufgrund ihrer starken Saison auf jeden Fall verdient!«

Meisterrunde

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde erstmals ein Modus eingeführt, nach dem sechs Teams im kommenden Jahr in einer Meisterrunde den Aufsteiger in die Kreisoberliga ermitteln werden. Relegationsspiele wird es dagegen keine geben. Im März starten alle qualifizierten Mannschaften wieder »bei Null« und haben also - zumindest theoretisch - allesamt die gleiche Chance auf den Aufstieg. In einer Doppelrunde mit Hin -und Rückspielen warten dann noch zehn Spiele auf die Vereine.

Wenig überraschend hat der SV Annerod die »Qualirunde auf Platz eins abgeschlossen und sich den inoffiziellen Titel des Herbstmeisters gesichert. In 13 von 15 Saisonspielen ging das Team von Trainer Yves Lohwasser als Sieger vom Platz, und sollte die Saison coronabedingt doch nicht zu Ende gespielt werden können, würde Rang eins nach Beendigung der Einfachrunde als Wertungsgrundlage dienen. In diesem Fall würde der SVA als Aufsteiger feststehen. Wenig überraschend kommen beim Blick auf die letzten Jahre auch die Platzierungen der Hessenliga-Reserve des FSV Fernwald (2. Platz) sowie der Gruppenliga-Reserve der TSF Heuchelheim (5.). Auch die FSG Biebertal (4.) gehörte zu den Favoriten und steht daher ebenfalls erwartungsgemäß in der Meisterrunde. Über reichlich Tore konnten sich die Zuschauer bei den Spielen der Weinecker-Elf freuen, satte 85 fielen in den 15 Saisonspielen insgesamt. 24 der FSG-Buden gehen dabei auf Liga-Toptorjäger Rafael Szymanski. Eine überraschend starke Saison spielt Türkiyemspor Gießen, der letztjährige Aufsteiger landete gleich auf dem dritten Platz. Das letzte Meisterrunden-Ticket sicherte sich am letzten Spieltag die FSG Villingen/Nonnenroth/Hungen dank eines 2:1-Erfolges im »Endspiel« beim TSV Lang-Göns II.

Abstiegsrunde: Die Abstiegsrunde bilden im kommenden Jahr zehn Mannschaften. Dabei dürfte sie das Ziel einen, keinen der letzten beiden Plätze zu belegen, da diese den Gang in die Kreisliga B bedeuten. Da die Punkte aus den Spielen gegen die Teams, die ebenfalls in der Abstiegsrunde antreten, mitgenommen werden, stehen für die Mannschaften im kommenden Jahr noch neun Spieltage auf dem Programm. Unerwartet ist dabei, dass die FSG Lollar/Staufenberg den Sprung in die Meisterrunde nicht schaffte, lag die Truppe von Trainer Ümit Komac zum »Abbruchzeitpunkt« der Vorsaison doch auf Rang zwei und hatte vorab auch formuliert, um den Aufstieg spielen zu wollen. »Die FSG hätte ich auf jeden Fall in der Meisterrunde erwartet. Dass sie es nicht geschafft haben, wundert mich doch ein wenig«, sagt Mohr.

Die größten Sorgen muss sich sicherlich die FSG Wettenberg II machen, denn die Gruppenliga-Reserve blieb im bisherigen Saisonverlauf ohne jeden Punkt und schloss die Einfachrunde mit 13:64 Toren auf dem letzten Platz ab. Eng wird es auch für den TSV Allendorf/Lahn und den FC Großen-Buseck, die zum Jahresende in der Kreisliga A den vorletzten bzw. drittletzten Platz belegen. Doch da den zehn Mannschaften ja auch noch Punkte »gestrichen« werden, die sie gegen die »Meisterrunden-Teams« gesammelt haben, dürfte der Kampf um den Klassenerhalt ab März sicherlich hochspannend werden.

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