1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Mann für den letzten Wurf

Erstellt:

Von: Nico Hartung

Hüttenberg. Das Motto, das Johannes Wohlrab für die kommenden Wochen vorgegeben hat, lässt keine Zweifel offen: »Three in a row!« Was übersetzt bedeutet, dass die Zweitliga-Handballer des TV Hüttenberg die nächsten drei Heimspiele gegen den HC Elbflorenz, Eintracht Hagen und Bayer Dormagen allesamt gewinnen wollen.

An Samstagabend (Anwurf: 19.30 Uhr) empfangen die Blau-Weiß-Roten den Gast aus Dresden, der mit erst zwei Siegen auf dem viertletzten Tabellenplatz steht. Doch vor heimischem Publikum ist bei den Hüttenbergern noch immer der Wurm drin: Von sechs Heimspielen wurden gleich fünf verloren. Doch dies soll sich nun ändern: Ein Garant, den es braucht, um den gern zitierten »Bock« umzustoßen, ist Niklas Theiß. Der 19-Jährige ist im rechten Hüttenberger Rückraum längst gesetzt und meist derjenige, der, wenn die Spiele in die Schlussphase gehen, den entscheidenden letzten Angriff abschließen soll.

Niklas, vergangene Woche beim Auswärtsspiel beim VfL Potsdam haben Sie sich knapp zehn Sekunden vor Ende beim Stand von 31:30 den letzten Wurf genommen, getroffen und damit für die Entscheidung gesorgt. Trotzt Ihres jungen Alters kann von Nervosität offenbar keine Rede sein…

Ich glaube, wir hatten noch drei Pässe, Ian (Weber, Anm. d. Red.) hat dann gut gekreuzt und dann hatte ich den Durchbruch, das hat alles gepasst. Wir hatten diesen Spielzug zusammen mit Jo (Trainer Johannes Wohlrab, d. Red.) in der Auszeit vorher abgesprochen, von daher war ich davon überzeugt und wusste, dass alle Vertrauen in mich haben. Deswegen war ich mir auch relativ sicher, dass ich den Wurf reinmachen würde. Ich war ja jetzt durchaus schon häufiger in diesen spielentscheidenden Situationen derjenige, der sich den Wurf genommen hat.

Der TVH entpuppt sich in fremden Hallen zum Auswärtsschreck, vor heimischem Publikum wurde erst ein Saisonsieg eingefahren. Haben Sie und Ihre Mitspieler schon Gründe für dieses Ungleichgewicht finden können?

Das weiß ich leider auch nicht so genau. In der letzten Saison war es ja eher andersherum, da haben wir zuhause fast alles gewonnen. Aber dieses Mal ist irgendwie noch der Wurm drin, eine richtige Erklärung dafür gibt’s noch nicht. Zum Glück haben wir dafür unsere starke Auswärtsserie. In den nächsten drei Heimspielen gegen Elbflorenz, Hagen und Dormagen wollen wir auf jeden Fall den Schalter umlegen und möglichst viele Punkte mitnehmen.

Der HC Elbflorenz steht in der Tabelle auf Platz 17, der TV Hüttenberg auf Rang 13. Ist das Duell gegen Dresden ein »Muss-Spiel«?

Elbflorenz steht überraschend so weit hinten. Mit diesem Kader könnten Sie meiner Meinung nach eigentlich auf einem einstelligen Tabellenplatz stehen. Das ist eine sehr gute Mannschaft, gegen die wir unseren Fans endlich wieder zeigen wollen, dass wir zuhause noch gewinnen können.

Auch interessant