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Matschke facebookt mit

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Wetzlar/Erlangen. Ben Matschke sinniert darüber, wie er denn nun an diesem Dienstagabend ab 19.30 Uhr auf dem Laufenden gehalten wird. »Es gibt keine Live-Übertragung, in keinem Kanal. Also werde ich mich in der Halbzeitpause in der Kabine mal dazu schalten und mich mit den Jungs besprechen«, sagt der Trainer der HSG Wetzlar am Montagmorgen um kurz vor 10 Uhr.

Um 10.43 Uhr lösen sich die Sorgen des 39-Jährigen, der sich nach einem positiven PCR-Coronatest seit Freitag in häuslicher Quarantäne befindet, in Luft auf. Der HC Erlangen, sprich der Gegner der Grün-Weißen im Achtelfinale um den Deutschen Handball-Pokal, gibt den guten Gastgeber. »Wir bieten morgen kurzfristig doch einen Livestream auf unserer Facebookseite an«, meldet die Geschäftsstelle der Franken. Daumen hoch!

HC Erlangen - HSG Wetzlar (Di., 19.30 Uhr)

Wenn die HSG also um den vorletzten Stepp für das Final-Four-Ticket im laufenden Cup-Wettbewerb kämpft, dürfen sowohl die Fans als auch der Chefcoach am heimischen Bildschirm mitfiebern. Erstere werden fest die Daumen drücken, Letzterem sind seit Ende vergangener Woche die Hände in Sachen Trainingssteuerung die Hände gebunden. »Mir geht es gesundheitlich gut, ich habe keine Symptome. Ich würde so gerne mit dem Team in der Halle arbeiten, habe richtig Bock drauf. Vielleicht gibt es eine Chance, dass ihr mich am Sonntag im Bundesliga-Heimspiel gegen Kiel wieder an der Bank stehen seht«, könnte sich Matschke, der geimpft und sogar geboostert ist, in den kommenden Tagen aus der Isolation raustesten.

»Kiel ist aber noch viel zu weit weg. Für uns zählt einzig und allein der Pokal und das Spiel in Erlangen. Wir wollen unseren positiven Lauf der vergangenen Wochen liebend gerne fortsetzen«, stellt der sportliche »Chef« klar. Die Mannen um Kapitän Maxi Holst schweben auf einer Welle des Erfolgs. Der Derby-Triumph gegen Melsungen dürfte auch dem letzten Zweifler deutlich gemacht haben, dass die Wetzlarer nach aktuellem Stand in die obere Tabellenhälfte des Oberhauses gehören.

Der HCE zieht für dieses K.o.-Spiel von der Arena Nürnberg in seine alte Austragungsstätte, die Karl-Hiersemann-Halle, um. In Nürnberg wären keine Zuschauer zugelassen, wegen der Größe der Erlanger Spielstätte sind dort Fans - rund 300 - zugelassen.

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