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»Maximalen Einsatz zeigen«

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Energisch mit dem Ball: Jalen Tate (rechts) geht bei den 46ers voran (hier gegen den Crailsheimer T.J. Shorts). © Schepp

Shootingguard Jalent Tate über Eingewöhnung und Lieblingslokale

Gießen. 20 Punkte bei der 76:87-Niederlage gegen ratiopharm Ulm, ein selbstbewusster Auftritt bei fast 30 Minuten Einsatzzeit, dazu noch fünf Rebounds und zwei Assists: Jalen Tate hat in seinem siebten Auftritt im Trikot des Basketball-Bundesligisten Gießen 46ers erstmals so richtig überzeugt, auch wenn 13 seiner Zähler erst im Schlussviertel zustande kamen, als die Partie ohnehin schon verloren war.

Nachverpflichtet für Rawle Alkins, der die Truppe von Coach Pete Strobl nach nur zwei Partien aufgrund einer Ausstiegsklausel in Richtung der Riesen Ludwigsburg verließ, hat der 23-Jährige aus Toledo/Ohio, der zuletzt für die University of Arkansas am Ball war und in der NBA-Summer-League drei Partien für die Houston Rockets absolvierte, Fuß gefasst.

In einem Interview mit dieser Zeitung redet der 1,98 m große Shootingguard über seine Eingewöhnungszeit, seine Ziele und seine Lieblingslokale.

Mister Tate, Sie scheinen angekommen zu sein bei den Gießen 46ers ...

Ja, das bin ich. Es war schön, dass mir gegen Ulm so viele Punkte geglückt sind, aber noch besser wäre es gewesen, wenn wir den Sieg geholt hätten.

Woran lag es, dass Sie in den ersten Spielen noch nicht die erhoffte Verstärkung für Ihre neue Mannschaft waren?

Ich hatte nicht unbedingt das Gefühl, dass ich noch nicht die Verstärkung gewesen bin, die ich mir und auch die Verantwortlichen erhofft hatten. Ich habe das Gefühl, dass ich auf Feld viele gute Dinge tue außer nur zu punkten. Dazu gehören meine Fähigkeiten als Spielmacher ebenso wie die als guter Verteidiger, Rebounder oder ordentlicher Vorbereiter. Für mich heißt es immer, maximalen Einsatz zu zeigen. Das sind alles Faktoren, die nicht unbedingt in einer Statistik auftauchen, die aber dennoch ein Spiel beeinflussen können.

Was unterscheidet den Basketball in den USA, den Sie kannten, von dem in Deutschland?

Es gibt einige unterschiedliche Regeln, an die sich ein Amerikaner in Deutschland erst einmal gewöhnen und anpassen muss. Defensiv darfst du so lange in der Zone stehen, wie du willst, offensiv indes scheinen die Offiziellen oft nicht auf die drei Sekunden zu achten.

Geht es für die 46ers in dieser Saison nur um den Klassenerhalt oder ist mehr drin?

Ich bin mir nicht sicher, was der Klassenerhalt bedeutet, aber ich möchte jeden Abend Spiele für die 46ers gewinnen und den Fans sowie dem Team und der Organisation etwas geben, worauf sie stolz sein und jubeln können.

Was hat Sie am meisten in Deutschland gewundert, überrascht? Positiv wie negativ ...

Eine positive Überraschung war, wie lebendig und engagiert die Fans bei den Spielen sind, auch wenn wir bisher nicht so abgeschnitten haben, wie wir uns das gewünscht hätten. Negativ ist vielleicht, wie wenig man hier im Winter die Sonne sieht.

Noch ein privater Tipp: Wo finden wir Sie, wenn Sie mal nicht in einer Sporthalle sind?

Das »Basilico« und das »Pastaholic« sind zwei meiner Lieblingsrestaurants hier in Gießen. Außerdem engagiere ich mich in der Jugendarbeit bei den 46ers. Oder ich bin einfach nur zu Hause und ruhe mich aus.

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