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Mehr Eintracht mit dem Toreschießen

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Frankfurt (pep). Von guten Übungseinheiten hat Oliver Glasner auch in den letzten Wochen immer mal wieder gesprochen, gut gespielt aber hatte Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt in der Folge aber trotzdem nicht.

»Ich kann auch diesmal nichts anderes sagen«, so der SGE-Trainer vor dem Auswärtsspiel bei Hertha BSC (Samstag, 15.30 Uhr). »Auch in dieser Woche war alles in Ordnung. Einsatz und Engagement haben gestimmt.« Die Ziele seien auch weiter eindeutig formuliert. Glasner: »Natürlich fahren wir nach Berlin, um zu gewinnen. Wir wollen die Trendwende.« Will die Eintracht in der Tabelle nochmal nach oben blicken, bringt das Spiel im Olympiastadion die letzte Chance.

Viel Lob für Martin Hinteregger

Einem Spieler stellt Glasner ein besonders gutes Zeugnis aus. Martin Hinteregger habe in den letzten Tagen so gut trainiert »wie noch nie seit ich hier Trainer bin«. Und das sind immerhin schon acht Monate. Klarer Fall also: Hinteregger wird spielen. Glasner: »Martin hat deutlich aufsteigende Tendenz, er nähert sich alter Stärke.« Der Österreicher bleibt zentraler Spieler der Dreier-Abwehr. Aber wohin dann mit Makoto Hasebe, der sich nach Verletzung fit zurückgemeldet hat? Wahrscheinlich wird der Japaner im Mittelfeld spielen und dort den weiterhin angeschlagenen Sebastian Rode ersetzen. »Makoto kann grundsätzlich alles spielen, außer vielleicht im Tor«, schmunzelt der Frankfurter Trainer. »Ansonsten halte ich mich bedeckt.« Kristijan Jakic wäre ein weiterer Kandidat als Partner des gesetzten Djibril Sow.

Glasner erwartet ein Spiel auf Augenhöhe, auch wenn die Hertha direkt am sportlichen Abgrund steht. Der Gegner sei in seiner individuellen Besetzung viel besser als es der Tabellenplatz und auch die jüngsten Resultate aussagen. »Wir haben großen Respekt und sind gewarnt«, so der Eintracht-Coach, »aber wir wissen natürlich auch, dass ihre Ergebnisse zuletzt nicht gestimmt haben«. Die Berliner haben in diesem Jahr noch kein einziges Spiel gewonnen. Mit viel Selbstvertrauen werden die Hauptstädter also nicht auftreten. Da geht es ihnen genau wie der Eintracht.

Oliver Glasners Wunsch: »Es wäre schön, wenn wir mal unsere erste Großchance nutzen würden«, sagt er, »da ginge vieles leichter von der Hand.« Er teilt die Meinung, dass seine Mannschaft viel zu wenige Torchancen herausspielen würde, keineswegs. Die schwachen Werte bei den so genannten »Expected goals« (zu erwartende Tore) seien eine Statistik ohne wirkliche Aussagekraft. »Da werden nur Abschlüsse gezählt, aber das ist ein statistischer Fehler. Damit beschäftigen wir uns nicht wirklich.«

Denn die Probleme haben sie im Trainerteam der Eintracht nicht beim direkten Abschluss erkannt, sondern in den Sekunden davor. »Häufig spielen wir den vorletzten Pass nicht richtig«, bemängelt Glasner, »wir haben ziemlich oft aussichtsreiche Situationen, finden aber dann den eigenen Mann nicht.« So sei es in den letzten Spielen gar nicht so schwierig gewesen, Tore zu schießen, »aber da hat dann doch manchmal das Füßchen gezittert.« Schon dreimal in Folge ist der Eintracht kein einziger Treffer gelungen, dreimal in Folge haben die Frankfurter auch verloren. »Das ist mir in meiner Karriere auch noch nicht so oft passiert«, blickt Glasner zurück.

Diese Negativserie soll jetzt endlich ein Ende nehmen. »Klar haben wir Druck, aber jetzt wollen wir es in die andere Richtung drehen«, fordert der Frankfurter Trainer.

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