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Michael Müller neuer Cheftrainer des MTV

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Zurück auf der Trainerbank: Michael Müller. © Schepp

Gießen (cnf). Ein bekannter heimischer Basketball-Routinier betritt zum Jahresbeginn wieder die lokalsportliche Bildfläche: Michael Müller, zuletzt 14 Jahre als Trainer beim TSV Krofdorf-Gleiberg engagiert, ist neuer Headcoach des heimischen Basketball-Oberligisten MTV Gießen. Hier übernimmt er das Amt von Filip Piljanovic, der weiterhin als Basketball-Abteilungsleiter bei den Männerturnern fungieren wird.

Müller, der Anfang September, kurz vor der neuen Spielzeit, bei den Wettenbergern entlassen worden war, hatte bereits vor wenigen Monaten Kontakt zum MTV. »Das war aber völlig lose und auch noch nichts Konkretes. Mir ging es auch so gut und ich vermisste eigentlich auch nichts«, beschreibt Basketball-Enthusiast Müller die Zeitspanne ohne den Basketball.

Im Dezember wurde die Sache dann doch nochmal konkreter. Nach einem Gespräch mit Piljanovic sowie einem anschließenden Austausch mit der neuen Mannschaft sagte der gelernte Jurist Müller zu: »Da war aber nichts forciert oder geplant. Filip Piljanovic will sich nun einfach stärker auf seine Tätigkeit als Abteilungsleiter konzentrieren.«

Für Michael Müller, den man über eine Dekade vor allem mit dem TSV Krofdorf-Gleiberg in Verbindung gebracht hat, ist der MTV indes kein ganz neues Terrain. In den 1970er und 1980er Jahren spielte er hier selbst in der Jugend beziehungsweise in dem Herren-Reserve-Team. Größere Erfolge feierte er zudem in den 1980er Jahren als Trainer der Gießener A-Jugend - und in den 1990er Jahren agierte er über einige Jahre als Co-Trainer in der MTV-Bundesliga-Mannschaft.

Doch nicht nur aus biografischer Verbundenheit freut sich Müller auf die neue Aufgabe, auch sportlich reizt ihn der Trainerjob beim Traditionsverein, der aktuell auf dem sechsten Platz in der Oberliga zu finden ist. Mit drei Siegen und fünf Niederlagen nach fünf Spieltagen.

»Ich habe nun eine viel größere Abteilung als in Krofdorf«, erklärt Müller, der unter anderem für eine bessere Vernetzung mit der zweiten MTV-Garde, die in der Landesliga unterwegs ist, sorgen und für mehr Kaderdurchlässigkeit sorgen möchte.

»Wichtig ist es, dass wir dann auch erstmal eins, zwei Spiele gewinnen«, blickt Michael Müller, der am Montagabend zum Trainingsauftakt geladen hatte, bereits auf das anstehende Restrundenprogramm. Dieses startet für die Lahnstädter indes denkbar schwer: Am 16. Januar geht es zunächst einmal zum noch ungeschlagenen Staffel-Primus BC Gelnhausen. »Ein dickes Brett. Das wird kein Spiel sein, wo du mal hingehst und sagst: Wir nehmen mal zwei Punkte mit und auf Wiedersehen«, sagt der frischgebackene MTV-Übungsleiter, betont aber auch: »Wir versuchen das einfach vernünftig anzugehen.«

Grundsätzlich, so Müller, möchte er seine neue Mannschaft vor allem besser machen, nüchtern und auch an seine neuen Spieler gerichtet macht der erfahrene Coach aber auch klar: »Der MTV hat mit seiner ersten Herren-Mannschaft in den letzten Jahren sportlich nicht die Wände eingerissen. Ich komme jetzt nicht und alles wird super, das habe ich der Mannschaft auch gesagt: Es muss viel von euch kommen. Ich bin da, um zu helfen und Struktur reinzubringen.« Die Signale des Teams seien bislang sehr positiv, freut sich Michael Müller, der sich ferner auf das nahende Comeback des zuletzt langzeitverletzten Leistungsträger Dominik Turudic, der voraussichtlich Anfang Februar wieder in den Wettkampfbetrieb einsteigen kann, freut: »Ich habe das Gefühl, dass sie wollen.«

Inhaltlich möchte er, sagt Müller, beim MTV-Oberliga-Team durchaus den einen oder anderen Aspekt verändern und angehen, »wenn auch nicht alles umschmeißen«. Zumal sich der erfahrene Coach selbst erstmal mit einem Debüt zurechtfinden muss: Eine Mannschaft mitten in einer Saison zu übernehmen, das war bis dato sogar für Michael Müller noch ein Novum.

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