1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Mit dem Derby auch Platz vier verloren

Erstellt: Aktualisiert:

Bad Nauheim (wbe). Man muss nicht lange drum herum reden: Der Trend des EC Bad Nauheim in der Deutschen Eishockey-Liga 2 zeigt nach unten. Das Hessenderby gegen die Frankfurter Löwen sollte am Samstagabend nach zwei Niederlagen zwar die Wende bringen, doch am Ende standen die Bad Nauheimer wieder mit leeren Händen da.

EC Bad Nauheim - Löwen Frankfurt 2:5

Frankfurt entführte durch einen verdienten 5:2-(1:0, 0:1, 4:1) Erfolg vor 2350 Zuschauern die drei Punkte. Die Niederlage hatte für die Roten Teufel zudem die Folge, dass sie erstmals seit dem Ende der Halbserie den Platz im Spitzenquartett der Tabelle einbüßten. »Um ein solches Spiel zu gewinnen, müssen die besten Spieler eben auch die Besten sein«, übte EC-Trainer Harry Lange deutliche Kritik an seinen Leistungsträgern. Vor allem die vier Kontingentspieler schafften es gegen Frankfurt nicht, dem EC-Spiel die notwendige Struktur und Gefährlichkeit zu geben. Zudem ist das Tore schießen weiterhin das Manko der Badestädter, die inzwischen nur noch den abgeschlagenen Aufsteiger Selb in der Statistik »Tore pro Spiel« hinter sich lassen.

Wie man in einem Derby auftreten muss, zeigten die Frankfurter im ersten Drittel, als man das Gefühl hatte, die Löwen wären die Heimmannschaft. Bad Nauheim kam selten gefährlich vor das von Jake Hildebrand gehütete Tor, gerade einmal drei Schüsse verzeichneten die Statistiker nach den ersten 20 Minuten. Dass die hochüberlegenen Frankfurter durch Adam Mitchell nur einmal erfolgreich waren, eröffnete dem EC immerhin die Möglichkeit, zurückzukommen.

Als der Frankfurter Kevin Maginot auf die Strafbank musste, verpassten die Roten Teufel zwar noch den Ausgleich, doch kaum wieder komplett, war EC-Mannschaftskapitän Marc El-Sayed zur Stelle. Im Schlussdrittel überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst scheiterte EC-Spieler Taylor Vause nach einem gelungenen Angriffszug an Jake Hildebrand, dann sorgten die Gäste vom Main für die Vorentscheidung. Innerhalb von 92 Sekunden setzten sie sich durch Treffer von Yannick Wenzel und Rylan Schwartz auf 3:1 ab. Geschlagen gaben sich die Roten Teufel aber noch nicht. Fabian Herrmann verkürzte auf 2:3, allerdings währte die Freude bei den EC-Fans nur kurz.

Fast im direkten Gegenzug stellten die Frankfurter den alten Abstand wieder her, erneut war es der erst vor kurzem verpflichtete Mitchell, der Bad Nauheims Keeper Felix Bick das Nachsehen gab. Ihn holte Trainer Lange kurz vor Ende der Partie für einen sechsten Feldspieler vom Eis das aber nutzten die Frankfurter durch Tomas Sykora zum 5:2-Endstand.

Spätestens mit dieser dritten Niederlage in Folge haben sich die Bad Nauheimer jetzt im Kampf um Platz vier selbst unter Druck gebracht. Nachdem die Eispiraten aus Crimmitschau mit dem etwas besserem Quotienten an Bad Nauheim in der Tabelle vorbei gezogen sind, benötigen die Schützlinge von Harry Lange jetzt in den letzten sechs Begegnungen jeden Zähler, um sich zum Ende der Hauptrunde als Tabellenvierter das Playoff-Heimrecht zu sichern.

Den Anfang machen will der EC Bad Nauheim dabei bereits am heutigen Abend, wenn der EC Bad Tölz um 19.30 Uhr zum nächsten Spiel im Colonel-Knight-Stadion aufkreuzt. Die bayerische Truppe des erfahrenen Trainers Kevin Gaudet war zuletzt besonders durch Corona gebeutelt.

Auch interessant