1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport

Mit den Gedanken noch im Bus, schon war Schluss

Erstellt:

Bad Nauheim (wbe). Zwei Spiele, zwei Niederlagen - der EC Bad Nauheim konnte am Wochenende in der Deutschen Eishockey-Liga 2 in den beiden Topspielen gegen Kassel und Kaufbeuren keinen Sieg einfahren. Nach dem 1:2 nach Penaltyschießen gegen die Kassel Huskies verloren die Badestädter am Sonntag in Kaufbeuren mit 2:6 (2:6, 0:0, 0:0).

Gegen Kaufbeuren waren die Hoffnungen der Roten Teufel auf ein erfolgreiches Abschneiden bereits im ersten Abschnitt geplatzt. Mit 2:6 lagen die Bad Nauheimer nach 18 Spielminuten zurück und das war dann auch schon das Endresultat. »Wir dürfen nicht zu selbstsicher sein. Die direkte Playoff-Qualifikation mit Platz sechs ist kein Selbstläufer«, hatte EC-Headcoach Harry Lange noch vor den beiden Top-Begegnungen gewarnt. Er sollte Recht behalten, denn inzwischen hat sich der EV Landshut als Tabellensiebter bereits bis auf vier Punkte an den EC Bad Nauheim heran gearbeitet.

»Die Begegnung war gefühlt nach gut acht Minuten gelaufen. Wenn man in dieser Liga nicht von Anfang an bereit ist, Zweikämpfe zu fahren und auch zu gewinnen, dann wird es eben bitter. Das einzig Gute war, dass unsere jungen Spieler stark aufgespielt und sich auch aufgedrängt haben«, meinte Lange nach der Partie im Allgäu, die praktisch schon entschieden war, ehe sie richtig begonnen hatte.

War Bad Nauheim bei Spielbeginn mit seinen Gedanken noch im Bus oder in der Kabine? Jedenfalls hatte der Sekundenzeiger noch keine volle Umdrehung auf der Uhr geschafft, da hieß es bereits 2:0 für die Gastgeber. Mikko Lehtonen nach 28 Sekunden und Markus Schweiger nach weiteren 15 Sekunden sorgten für einen Auftakt nach Maß beim Tabellenzweiten.

Dass Bad Nauheim gut eine Minute später durch Tim Coffman den Anschlusstreffer erzielte, weckte zwar kurz Hoffnungen beim EC, der dann allerdings ganz schnell wieder kalt erwischt wurde. Fast wie am Fließband fielen die Tore für die Bayern, die durch Sebastian Gorcik, Jere Laaksonen und ein Powerplay-Tor von Tyler Spurgeon fast schon mühelos ihren Vorsprung auf 5:1 ausdehnten. Zu diesem Zeitpunkt waren noch keine 14 Minuten gespielt.

Die optische Verbesserung durch das 2:5 von Patrick Seifert konterten die Gastgeber durch Florian Thomas mit 6:2 und damit war ein aus Bad Nauheimer Sicht katastrophales erstes Drittel beendet. Bad Nauheims Coach brachte dann im Tor Rihards Babulis für Felix Bick, der ESV Kaufbeuren nahm in der Folge deutlich den Fuß vom Gas. »Wir haben im zweiten Drittel etwas die Spielkontrolle verloren aber es reichte, um die Partie sicher nach Hause zu bringen«, meinte Kaufbeurens Trainer Marko Raita. Tore fielen keine mehr - die Spieler hatten sich offensichtlich in den ersten 20 Minuten schon richtig ausgetobt.

Kaufbeuren - Bad Nauheim 6:2 (6:2, 0:0, 0:0) - Torfolge: 1:0 (1.) Lehtonen, 2:0 (1.) Schweiger, 2:1 (3.) Coffman, 3:1 (5.) Gorcik, 4:1 (9.) Laaksonen, 5:1 (14.) Spurgeon, 5:2 (16.) Seifert, 6:2 (18.) Thomas - Zuschauer 2389 - Strafminuten: Kaufbeuren 4, Bad Nauheim 10.

Auch interessant