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»Mit erhobenem Haupt«

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Viermal erfolgreich: Aber auch Stefan Lex kann die Pohlheimer Niederlage nicht verhindern. Archivfoto: Schepp © Angelika Schepp

Hassloch. Nach der schwachen Leistung im Hessenderby unter der Woche gegen den TV Gelnhausen (21:34) hat sich die HSG Pohlheim am Samstagabend mit einer starken Leistung rehabilitiert, am Ende aber erneut keine Punkte einfahren können. Bei der favorisierten TSG Haßloch lieferte das Team von Trainer Andreas Lex vor allem in den ersten 30 Minuten eine starke Leistung ab, musste sich dem Team aus Rheinland-Pfalz am Ende aber doch mit 26:

29 (13:12) geschlagen geben.

TSG Haßloch - HSG Pohlheim 29:26

Mit nach wie vor nur zwei Pluspunkten bleibt der Aufsteiger damit nach der zehnten Partie auf dem vorletzten Tabellenplatz.

»Wir können erhobenen Hauptes aus dem Spiel gehen. Wir haben im Gegensatz zum Dienstag wirklich eine leidenschaftliche und kampfstarke Partie abgeliefert. In der ersten Halbzeit haben wir richtig stark verteidigt und hatten eine gute Torhüterleistung von Jannik Schlegel. In der zweiten Halbzeit sind wir durch zwei unglückliche Zeitstrafen in Rückstand geraten, haben uns aber nie aufgegeben. Selbst der gegnerische Trainer sagte im Anschluss, dass wir uns einen Punkt verdient hätten. Es warten zwar jetzt richtig starke Gegner in den nächsten Spiele, aber wir wollen mit genau dieser Einstellung in diese Partien gehen«, berichtete Pohlheims Trainer im Anschluss.

Zwar gerieten die Mittelhessen nach dem 2:2 (6.) zunächst mit 2:4 ins Hintertreffen, bissen sich aber von Beginn an den Gastgebern fest. Beim 4:4 hatte Kreisläufer Moritz Lambrecht wieder ausgeglichen, und auch ein neuerlicher Rückstand (5:8, 13.) warf die Pohlheimer nicht um. Im Gegenteil: in den Minuten vor der Pause hatte der Aufsteiger seine beste Phase, kämpfte sich nach dem 8:11 (10.) zunächst auf 10:11 (25.) heran und glich beim 12:12 durch Kapitän Max Rühl dann sogar aus. Und mit der letzten Aktion des ersten Durchganges war es dann Johannes Träger, dem die erste HSG-Führung überhaupt und damit zugleich das Tor zur 13:12-Pausenführung gelang.

Dementsprechend groß waren die Hoffnungen auf eine Überraschung im TSG-Sportzentrum nach 30 Minuten. Das 15:14, das Linkshänder Stefan Lex dann nach 33 Minuten gelang, sollte aber letztlich schon die letzte Pohlheimer Führung des Samstagabends gewesen sein. Haßloch drehte die Partie dank eines 4:0-Laufes binnen vier Minuten (18:15, 37.) und geriet nie mehr so richtig in Gefahr.

Zwar zeigten die Pohlheimer großen Kampfgeist und Moral, agierten auf Augenhöhe und verkürzten mehrfach auf zwei Treffer (18:20, 42., 20:22, 47.) - auf ein Tor heran oder sogar zum Ausgleich kam der Neuling aber trotz engagierter und starker Leistung nicht.

So hielt die TSG die Führung dann im weiteren Spielverlauf immer in Händen und setzte sich nach Max Rühls 22:24 (50.) binnen drei Minuten entscheidend auf 27:22 ab und hatte den siebten Saisonerfolg damit eingetütet. Obwohl das Match damit verloren war, kämpfte die HSG - im Gegensatz zum Dienstag - dann noch bis zum Abpfiff um ein respektables Endergebnis.

Haßloch: Mangold, Modzinski, Bitz - Julius Herbert, Hartmann, Götz, Djozic (2/2), Konstantin Herbert (5), Gregori (1), Seelos, Müller, Triebskorn (4), Zech (5), Kern (3), Hannes (6/2), Messerschmidt (3).

Pohlheim: Schlegel, Wüst - Wagner (1), Johannes Träger (4), Lambrecht (4), Lukas Happel, Drommershausen, Niclas, Stefan Lex (4), Schier (4), Rühl (5), Nikolas Happel, Friedl (4/3)

Schiedsrichter: Apel/Herpolsheimer (Erlangen-Bruck) - Zuschauer: 450 - Zeitstrafen: drei (Julius Herbert, Konstantin Herbert, Messerschmidt) - fünf (Niclas zwei, Stefan Lex, Schier, Rühl) - Siebenmeter: 5/4 - 3/3.

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