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Mit frischem Wind und besserer Fitness

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Langgöns (mol). Die schwierigste Aufgabe stellt sich vor dem Start der Gruppenliga-Rückrunde sicherlich dem TSV Lang-Göns von den heimischen Fußball-Teams. Als 18. und damit als Tabellenletzter gehen die Grün-Weißen ins neue Jahr und wollen nach Möglichkeit noch eine Aufholjagd starten. Den Klassenerhalt doch noch zu schaffen, dieses Ziel geht der TSV mit einem neuen Trainerduo an, denn nach der Trennung von Freddy Weinecker übernahmen mit Marc Becker und Stefan Wanke zwei »alte Bekannte«.

»Der Einstieg fiel mir daher nicht schwer, da ich das Team natürlich kenne, auch wenn ich sagen muss, dass ich zuvor doch immer bewusst Distanz gehalten und vielleicht nur eine Handvoll Spiele der Vorrunde gesehen habe. Zudem hat mir die Sache mit Freddy natürlich leidgetan, da ich mich auf der Suche nach einem Nachfolger für mich damals für ihn stark gemacht hatte. Aber dem Verein nach der Trennung nun zu helfen, war für mich selbstverständlich«, berichtet Becker, der mit den Lang-Gönsern 2020 den Aufstieg in die Gruppenliga geschafft hatte.

Doch auch wenn der neue Trainer nur wenige Partien gesehen hatte, war ihm relativ schnell klar, wo es in der Vorbereitung auf die Restrunde anzusetzen galt.

»Nach Gegentoren oder beispielsweise nach Platzverweisen habe ich beobachtet, dass das Team wieder in alte Muster verfallen ist, die ich schon aus meiner ersten Zeit kannte. Dann wurde nicht mehr gemeinsam agiert, sondern jeder Spieler hat praktisch versucht, es als Einzelkämpfer wieder zu richten. Daher muss es uns definitiv gelingen, wieder mehr als Mannschaft zu agieren, auch nach Negativerlebnissen«, beschreibt Becker, der auch eine absolute Fitness für bedeutend hält.

»Der zweite Hebel«

»Das war der zweite Hebel, an dem Stefan und ich angesetzt haben, denn das Team war einfach nicht fit. Ich betone hier aber ausdrücklich, dass das nicht an der Arbeit von Freddy lag, sondern der Tatsache geschuldet war, dass es viele Ausfälle durch langwierige Verletzungen oder durch Coronafälle gab. Dass beispielsweise Urlaube während einer Saison zudem nicht hilfreich sind, ist ja auch keine Neuigkeit!«

Umso zufriedener ist das Trainergespann Becker/Wanke damit, wie das Team in der Vorbereitung mitgezogen hat, im Schnitt waren 18 von 20 Spielern bei den Einheiten dabei. Was sich auch mehr und mehr auf die Testspiele, die zahlreich vereinbart wurden, niederschlug. »Sicherlich haben wir noch Luft nach oben, aber es war doch eine klare Steigerung zu erkennen.«

Lediglich zehn Zähler konnte der TSV Lang-Göns in den 17 Partien der Vorrunde sammeln, doch da höchstens vier Mannschaften am Ende der Saison absteigen werden, beträgt der Rückstand auf den Fünftletzten RSV Büblingshausen nur fünf Punkte. »Wenn es etwas Positives an unseren wenigen Punkten gibt, dann wirklich, dass es nur fünf Rückstand sind. Doch wir tun gut daran, nicht auf die Tabelle, sondern erst einmal auf uns zu schauen. Wir müssen selbst als Mannschaft erst einmal die Stabilität bekommen«, so Becker.

Auf dessen Team wartet zudem ein hammerhartes Auftaktprogramm mit den Partien gegen Tabellenführer Burgsolms und beim Überraschungs-Dritten Burg.

»Letztlich musst du irgendwann gegen jeden nochmal ran, daher ist der Zeitpunkt für mich nicht entscheidend. Auf jeden Fall können wir diese Spiele völlig ohne Druck angehen!«

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