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Mit ganz anderem gesicht

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Wettenberg (mol). Ein völlig anderes Gesicht als im Hinspiel am Dienstag (18:34) hat die HSG Wettenberg in der Männerhandball-Oberliga in der zweiten Partie binnen vier Tagen gegen die MT Melsungen II gezeigt. Gegen den neuen Staffel-Spitzenreiter war das Team von Trainer Axel Spandau bis in die Schlussminuten hinein ebenbürtig, musste dem Favoriten beim 30:

34 (11:14) dann aber doch die Punkte überlassen.

HSG Wettenberg - MT Melsungen II 30:34

»Leider waren wir zu Beginn zu emotionslos und mussten viel Kraft für die Aufholjagd aufwenden. Aber wir haben es dann richtig gut gemacht, 30 Tore im Angriff sind wirklich stark. Auch vom Kampfgeist her kann ich meiner Mannschaft keinerlei Vorwürfe machen. Leider haben wir im Eins-gegen-Eins gegen die technisch gut ausgebildeten Melsunger zu schlecht ausgesehen. Und immer wenn wir dran waren, haben wir Gegentreffer aus der schnellen Mitte oder der zweiten Welle kassiert«, zeigte sich der HSG-Coach mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden, wusste aber, wo bei 34 Gegentreffern der Grund die Heimniederlage zu suchen war.

Wie im ersten Vergleich vor wenigen Tagen starteten die Nordhessen stark und schienen ihrer Favoritenrolle früh gerecht zu werden, zumal Wettenberg viel zu passiv agierte. Beim 5:9-Rückstand nach einer Viertelstunde musste Spandau seine Mannen zur Auszeit bitten. Bis zum 14:9 (23.) lagen die Melsunger immer noch klar in Führung, ließen in den letzten Minuten bis zur Pause aber einige Chancen - darunter zwei Siebenmeter - liegen, sodass die HSG durch Tom Warnke und Lukas Becker nach 30 Minuten auf 11:14 verkürzte. Und nachdem Becker auch der erste Treffer nach der Pause gelungen war (12:14, 31.), waren die Herren aus dem Gleiberger Land wieder dran. Doch die MT schien immer die passende Antwort parat zu haben und zog wieder auf 18:14 (34.) und 20:16 (37.) davon. Doch diesmal brachen die Wettenberger, zumal personell deutlich besser aufgestellt als noch am Dienstag, nicht weg, sondern kämpften sich immer wieder heran. Beim 22:23 (45.) verkürzte der zwölffache Torschütze Tim Warnke den Rückstand auf einen Treffer. Eben dies gelang auch Tim Anhäuser beim 25:26 (49.). Und auch nach dem 26:30 (53.) arbeiteten sich die Gastgeber nochmal stark heran (29:30, Luca Weber). Der wichtige Ausgleich sollte aber nicht gelingen, und so sorgte der Favorit beim 32:29 drei Minuten vor dem Ende für die Vorentscheidung. Nachdem Hannes Rabe eine Zeitstrafe erhalten und der Neu-Hüttenberger David Kuntscher per Siebenmeter auf 33:30 erhöht hatte, war alles klar.

Wettenberg: Laudt, Stroh - Schwarz (2), Schneider, Becker (2), Anhäuser (1), Weidner (3), Rabe, Warnke (12/3), Weber (3), Olbert, Oyono, Lauber, Weise (7).

Melsungen: Büde, Herbst - Markos, Dobriczikowski, Grolla, Rietze (5), Beekmann (2), Kothe (7), Pregler (1), Andrei (3), Weiß (1), Fuchs (7/4), Kuntscher (8/1).

Schiedsrichter: Kocak/Schmidt (Schierstein). - Zeitstrafen: sechs (Weber zwei, Weise zwei, Rabe, Oyono) - drei (Rietze, Kothe, Pregler). - Siebenmeter: 3/3 - 8/5.

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