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Mit großer Moral und starker Abwehrarbeit

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Hannover (mol). Nach einem Wechselbad der Gefühle hat die HSG Kleenheim-Langgöns zum Auftakt der Klassenverbleibsrunde in der Dritten Frauenhandball-Liga einen wichtigen Auswärtssieg gefeiert.

Hannoverscher SC - HSG Kleenheim-L. 29:31

In der Partie beim Hannoverschen SC von 1983 bewies das Team von Trainer Martin Saul große Moral und machte dabei einen zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Rückstand wett. Ein 13:3-Lauf zwischen der 38. und 52. Minute war letztlich ausschlaggebend dafür, dass sich die Kleebachtalerinnen in der niedersächsischen Landeshauptstadt mit 31:29 (14:16) durchsetzen konnten.

»Das war natürlich ein ganz wichtiger Sieg und ein ganz tolles Wochenende für uns. Der Schlüssel war in Halbzeit zwei, dass wir das, was wir uns vorgenommen hatten, endlich konsequent umgesetzt haben. Wir haben es geschafft, den etwas langsameren Mittelblock Hannovers in Bewegung bekommen, haben statt risikobehafteter erster Welle stark in der zweiten nachgedrückt und Tore gemacht und auch defensiv gegen das 7:6 der Gastgeberinnen gut verteidigt. Vor wenigen Monaten hätten wir dieses Spiel sicherlich noch verloren. Es spricht für die Entwicklung der Mannschaft, dass wir dieses Spiel noch drehen konnten. Zum Glück haben wir nun auch bessere personelle Möglichkeiten«, fand Saul viel lobende Worte für sein kampfstarkes Team.

Zu Beginn kam Hannover besser in die Partie und legte nach sechs Minuten eine schnelle 5:3-Führung vor. Doch daran schloss sich die beste SGK-Phase der ersten Hälfte an, denn ein 5:0-Lauf führte nach 13 Minuten zu einem 8:5-Vorsprung durch Nina Eggers.

Dieser hatte auch beim 10:7 noch Bestand, beim 11:11 (20.) waren die Gastgeberinnen aber wieder auf Augenhöhe. In den letzten Minuten vor dem Wechsel gab die Saul-Sieben eine 14:13-Führung aufgrund dreier Gegentreffer noch her und ging mit einem 14:16-Rückstand in die Kabine. Und zu Beginn des zweiten Durchganges schienen Kleenheim-Langgöns die Felle dann gänzlich davonzuschwimmen, denn über das 18:15 (34.) zog Hannover nach 38 Minuten sogar bis auf 22:17 davon. Bis zum 19:23 (41.) war der Rückstand immer noch groß, doch ein 5:0-Run binnen gut fünf Minuten brachte die SGK wieder in Führung (24:23, 46.). Kurzeitig lag Hannover dann nochmal vorne (25:24, 47.), ehe der Saul-Express so richtig ins Rollen kam.

Sechs Tore in Folge reihten die Mittelhessinnen nun aneinander und lagen nach Katha Webers 30:25 acht Minuten vor dem Ende bereits klar auf Siegkurs. Zwar kämpfte sich Hannover noch auf 27:23 heran, Emelie Bachenheimer sorgte aber mit dem 31:27 gut zweieinhalb Minuten vor dem Ende für die endgültige Entscheidung und für zwei ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Hannover: Rotzoll, Schiwik - Biester, Letzon (6), Rombach (6/2), Seidler (4), Schäfer (1), Ridder (2), Männich, Körner (3), Gimmel, Heublein (5), Bode, Abel (2), Piontek.

Kleenheim-Langgöns: Hahn, Buhlmann - Eggers (4), Lotz, Dietz (8), Bachenheimer (3), Schuch, Suchantke, vom Hagen (5), Kiethe (8/3), Klug, Bork-Werum (1), Schäfer, Weber, (2).

Schiedsrichterinnen: Förster/Förster (Berlin). - Zuschauer: 109. - Zeitstrafen: drei (Seidler, Ridder, Abel) - drei (Weber zwei, Eggers). - Siebenmeter: 2/2 -4/3.

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