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Mit großer Vorfreude ins Heimspiel gegen Erlangen

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Gießen (hüt). Mit den Mittelhessen Youngsters startet an diesem Wochenende die Jugendhandballbundesliga (JHBL) in die neue Spielzeit. Die Jugend-Kooperation der HSG Dutenhofen/Münchholzholzhausen und des TV Hüttenberg somit geht in die zweite gemeinsame Saison in der höchsten deutschen Jugendspielklasse.

Zum Saisonauftakt empfangen die Youngsters den HC Erlangen (Dutenhofen, Samstag 16.30 Uhr). Einen kleinen Umweg mussten die Youngsters nehmen, um wieder in der JHBL antreten zu können: Nach dem die Premieren-Saison im Achtelfinale des DHB-Pokals beim VfL Horneburg Anfang April geendet hatte, mussten die Youngsters wenige Wochen später in die Qualifikationsturniere, worüber sie Ende Mai in Hanau dann das angestrebte JHBL-Ticket gelöst werden konnte. »Die Vorfreude auf den Saisonstart ist groß. Wir freuen sehr, dass es uns gelungen ist, uns wieder für die JHBL zu qualifizieren, das war für uns alle sehr wichtig«, freut sich Trainer Mario Weber. Ihm zur Seite stehen wird künftig Sebastian Roth. André Ferber, im letzten Jahr gemeinsam mit Weber noch für die Youngsters verantwortlich tritt aus privaten Gründen kürzer, fungiert künftig aber gemeinsam mit Matthias Wendlandt als Jugendkoordinator.

Der in Mittelhessen bestens bekannte Sebastian Roth war zuletzt seit Sommer 2018 Trainer bei den Damen der HSG Dutenhofen-Münchholzhausen und hatte im Frühjahr schon als Assistent bei der U23 der Grün-Weißen unterstützt, nun folgt der Schritt in den (jugendlichen) Männerbereich. Weber freut sich auf die Zusammenarbeit: »Als feststand, dass André gerne etwas kürzertreten möchte, war Sebastian in Gesprächen mit den Verantwortlichen der HSG und da kam die Idee auf. Wir haben früher zusammen gespielt, kennen und verstehen uns gut, daher war relativ schnell klar, dass wir beide auf einer Wellenlänge sind und uns das gut vorstellen können«. Beide teilen sich Trainingsinhalte und Spiele auf und werden auch als Duo an der Seitenlinie fungieren. Nach der erfolgreichen Qualifikation gab es nur eine kurze Pause für die Mannschaft, ehe Weber und Roth bereits zur Vorbereitung baten. In den ersten Wochen lag der Fokus zunächst auf der Athletik, viel wurde individuell und in Kleingruppen erarbeitet, ehe die ersten Testspiele anstanden. Gegen Gegner aus dem Oberliga-Herrenbereich wie der HSG Hanau 2 oder der SG Kleenheim wurden die Partien zwar deutlich verloren, wichtige Erkenntnisse aber dennoch gesammelt, wie Weber betont: »In solchen Partien ist das Ergebnis zweitrangig, da wir körperlich deutlich unterlegen waren und uns dort noch weiter verbessern müssen. Dennoch war es wichtig, die junge Mannschaft an die Härte und das Tempo zu gewöhnen.«

Seit Anfang August war das Training dann verstärkt auf spieltaktische Inhalte ausgelegt, auch weil ab diesem Zeitpunkt die Vorbereitungsturniere starteten.

Bei der letzten Standortbestimmung, einem eigenen Heimturnier am letzten Wochenende vor dem Saisonauftakt, gab es gegen Nieder-Roden eine höhere Niederlage, gegen Gummersbach eine hauchzarte Ein-Tor-Niederlage und gegen Gelnhausen einen hohen Sieg mit sieben Treffern Unterschied, sodass die Youngsters nochmal in den Genuss eines Erfolgserlebnisses vor dem Start der JHBL-Saison kamen. Trainer Weber weiß, dass Geduld gefragt sein wird in dieser Saison, ist die Youngsters Mannschaft im Vergleich zu den Gegnern in der Vorrunden-Staffel relativ jung. »Es wird spannend, kein Spiel wird leicht, wir wollen aber laufen, kämpfen und alles reinwerfen. Auch wenn wir gerade wenige Spieler aus dem älteren Jahrgang haben, alle anderen direkt aus der B-Jugend kommen, wollen wir das Maximale rausholen«, so der Coach.

Trotz der ambitionierten Staffel begrüßt Weber die Rückkehr zum alten Modus. Außergewöhnlich weite Fahrten wie in der vergangenen Saison bleiben den Youngsters zunächst erspart, zudem bietet hat die Staffel einige Hessen-Derbys, wo die Youngsters auf viele Zuschauer hoffen. Bei den eigenen Zielen in der Vorrunde ist er zurückhaltend: »Da ist mutmaßlich kein einziges leichteres Spiel dabei, viele Gegner sind noch unbekannt, da wissen wir wenig über den Kader oder Spielstärke. Wir müssen schauen, was für uns in der Vorrunde geht und wie es dann danach weitergeht.«

Dazu vermelden die Youngsters zwei Neuzugänge. Yannik Sylvester Wagner kehrt nach einem Jahr aus Gelnhausen zurück und wird der einzige Linkshänder im rechten Rückraum sein. Der zweite Neuzugang, Jannik Max kommt aus Kirchhain, ihn sieht Weber als gute Verstärkung.

Gegen den HC Erlangen am Samstag soll so der erste Schritt zu einer erfolgreichen Saison gemacht werden.

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